Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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Agrarsubventionen neu ausrichten

29.10.2018 00:58 8. Finanzierung verbessern – Anreize schaffen MWeb013

1.

Heute muss ein Bauer Luftbilder auswerten um genau angeben zu können, wieviele Quadratmeter z.B. Wiese er genau bearbeitet. An diesen Flächenwerten sind die Subvention gekoppelt. Wenn er also einen Heckentreifen in seiner Fläche hat, bekommt er mehr Geld, wenn der Heckensstreifen schmaler oder gar nicht existent ist.

Sinnvoller wäre es, abhängig von Landgröße, Lage und Bodenqualität, Zielvorgaben zu machen bzgl. der Erntemenge. Je größer die Fläche, desto kleiner der subventionierte Zielwert.

=>Kleine Flächen werden bevorzugt, somit abwechslungsreichere und kleingestaltigere Landschaft.

=>Wenn mehr erzielt wird, gibt es kein mehr an Subvention. Aufgrund der Mechanisierung der Landwirtschaft wird ein Bauer mit großen Schlägen also eher kleine, sehr produktive Stellen pro Schlag schaffen und etliche, meist zusammenhängende Stellen darin brach liegen lassen.

2.

Konventionell ist nicht per se böse. Aber gute Absichten werden bestraft. Zwar bekommt der Bauer mehr Subvention, wenn er statt einer Wiese eine Streuobstwiese bewirtsschaftet, jedoch ist dieses Mehr an Subvention sehr gering. Warum das schlimm ist? Weil Bäume in Streuobstwiesen für die heutige Arbeitsbreite der Maschinen meist zu eng sind. Fährt der Bauer Slalom um die Bäume und bleibt nur einmal mit seinem Aussenspiegel vom Traktor hängen, dann bekommt er zwar 100 € mehr Subvention, der Aussenspiegel kostet aber 300 €.

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Brombeerhecken als Landschaftselement

05.11.2018 21:49 Edelmann Unterstützung + Ergänzung

Der Landwirt bekommt die Hecke als Landschaftselement gefördert, wenn die Hecke als solche anerkannt und kartiert ist. Brombeerhecken sind nicht anerkennungsfähig als Landschaftselement, obwohl gerade diese fast ganzjährig Nahrung und Unterschlupf bieten.

Sicherlich ist eine Brombeerhecken-Sukzession in der Fläche nicht gewümnscht, ABER an Böschungen oder Steigungen schützen diese vor Wind und Erosion.

Mit Fachkenntnis sollten auch Brombeerhecken förderungsfähig sein.

Gleiches gilt für Brennnesseln an den Böschungen, diese werden in der Agrarförderung als Unland gesehen und nicht gefördert.

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