Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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Extensive Bewirtschaftungsformen müssen sich wieder lohnen!

30.10.2018 08:21 1. Insektenlebensräume und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft fördern David Seifert

In “Das Ende der Natur” von S. Dohrn wird dargestellt, welche Gründe für das Insektensterben laut des Ökosystemforscher C. Leuschner verantwortlich sind. Er sieht viele Gründe in der intensiven Landwirtschaft.

Auszug: Unsere Landwirte hatten über Jahrtausende die Vielfalt in unserer Einheimischen Natur sogar gemehrt. Erst ab den 1950er Jahren änderte sich das. Das hat auch damit zu tun, dass die intensive Landwirtschaft sich nicht damit begnügt, der Vielfalt auf ihren Äckern den Garaus zu machen. In Deutschland beseitigte sie – vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg – Knicks und Feldhecken gleich mit, weil sie eine intensive Bewirtschaftung im Wege stehen. Damit zerstörte sie die letzten Rückzugsorte für Pflanzen und Tiere in der Kulturlandschaft – ein weiterer Sargnagel für die Biodiversität […].

Die Bundesregierung hat versagt, obwohl Ziele klar formuliert wurden, so Dohrn: “Bis zum Jahre 2020 ist die Biodiversität in Agrarökosystemen deutlich zu erhöhen. Bis 2015 sind die Populationen der Mehrzahl der Arten (insbesondere wildlebende Arten), die für die agrarisch genutzten Kulturlandschaften typisch sind, gesichert und nehmen wieder zu.” Das Gegenteil ist der Fall. Die Zielerreichung ist in der Politik in keinem Bereich so schlecht wie im Bereich Biodiversitätsschutz. 2010 wurde gesagt: Bis 2015 wollen wir den Rückgang stoppen. Das wurde bei Weitem verfehlt. Jetzt heißt es 2020. Dann wahrscheinlich 2025. Jeder Insider weiss, das wird nicht reichen." Es ist Zeit für eine Umkehr!

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