Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
Zurück zur letzten Ansicht

Anlegen naturnaher Gärten unterstützen

30.10.2018 10:09 9. Engagement der Gesellschaft befördern David Seifert

Ich komme aus Bayern. Hier wird allerorts gebaut was das Zeug hält. Wenn es dann an den Garten geht, sieht man fast überall die traurige Bildungslücke unserer Gesellschaft: Gartengestaltung. Ist das Haus fertig, schütten sich die Erbauer "gute Erde” ums Haus, sähen englischen Rasen an und umgrenzen ihr Gelände mit einer Tujahecke. Das nutzlose Grün wird dann dauerhaft von einem Mährobotter, der Insekten, Igelbabies und Co. zum Fressen gern hat, auf einer Länge von 2 cm eingefrohren, der 24-h-Rasensprgener hält den Rasen am Leben. Dies ist noch das Positivbeispiel. Häufig werden aus Unwissenheit sogar Kiesgärten eingerichtet, auf denen dann wirklich nichts mehr lebt.

Ein Naturgarten dagegen ist dem Klimawandel gewachsen. Er arbeitet mit Magerrasen und Trockenrasen. In ihm blühen einheimische Pflanzen und Kräuter, die auch mit wenig Wasser zurecht kommen. Er sorgt für innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Er bindet Co2 und kühlt die Umgebung.

Nur ein Naturgarten bietet in unserer ausgeräumten Landschaft noch Platz für einheimische Insekten, Amphibien, Säugetiere sowie Lebensraum für vom aussterben bedrohte, einheimische Pflanzen.

Daher sollte das Anlegen von Naturgärten gefördert werden, die Ausbildung von Naturgärtnern und Eigenheimbesitzer, welche einen Naturgarten anlegen möchten.

Wenn man bedenkt, dass die Fläche aller Gärten zusammen größer ist, als die aller unserer Naturschutzgebiete in Deutschland, erkennt man, welches enorme Potential hier schlummert. Lassen Sie es uns nutzen!

0 Kommentare 4 stimme zu 0 enthalte mich 0 stimme nicht zu 12 Gelesen