Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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Umbau des Ackerbaus konsequent vorantreiben und fördern

01.11.2018 09:35 4. Anwendung von Pestiziden mindern Jutta

Ein Blühstreifen rettet die Insekten nicht,
Verbote von Pestiziden sind im Einzelfall richtig, aber keine Lösung.

Das Artensterben wird zur existenziellen Frage für die Menschheit, deshalb sind 5 Millionen Euro pro Jahr, die für das Insektenschutzprogramm vorgesehen sind, nicht die Lösung. Sie können aber eine wichtige Ergänzung darstellen, wenn es zu einer gemeinsamen Anstrengung kommt.

Es braucht über das Insektenschutzprogramm hinaus umfangreiche Beratung und Förderung für landwirtschaftliche Betriebe, wie sie durch Fruchtfolgen, Untersaaten, förderliche Pflanzengemeinschaften, Strukturierung der Flächen, gezielten Einsatz von Nützlingen etc. die Pflanzengesundheit nachhaltig stärken können. Es muss Förderungen geben für die Anschaffung mechanischer Beikrautbekämpfung und genauer Analysen von Pilzerkrankungen. Pestizidreduktion ist möglich - wenn wir umdenken.

Als Gesellschaft müssen wir "Ja" sagen zu Lebensmitteln, die uns etwas wert sind und zu den Bäuerinnen und Bauern, die diese wertvollen Lebensmittel erzeugen. Auch konventionelle Höfe schaffen dann weitgehenden Pestizidverzicht.

Die "immer-billiger"-Produktion muss aufhören. Es geht nur gemeinsam. Dafür müss aber auch das Agrar- und das Wirtschaftsministerium raus aus ihren Export-Phantasien, dafür muss das Forschungsministerium mit an Bord. Regionale Direktvermarktung braucht zusätzliche Förderung, Supermärkte dürfen kein Dumpingpreise machen.

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Sonstiges

Fehlerteufel

01.11.2018 10:42 Jutta Sonstiges

ups... natürlich müsste es oben heißen "50 Millionen...". Leider lässt das Formular keine Korrektur eines Vorschlages zu. Also hiermit nachgereicht ;-)

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Unterstützt den Vorschlag

Absolut richtig!

04.11.2018 17:44 David Seifert Unterstützt den Vorschlag

Vielen Dank dafür! In meinen Ohren genau auf den Punkt gebracht! Deutschland ist kein Agrar-Exportland und sollte es auch nicht sein!
 

Der Welthandel an Lebensmitteln schleppt ausländische Pflanzen und Insekten ein, nach Deutschland ins Ausland und umgekehrt. Dies ist sicherlich nur das kleinere Übel, der Rest wurde hier gut angesprochen! Es muss ein Umdenken in der Politik stattfinden. Die Bevölkerung ist lange genug bereit dafür!

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Ist eine Ergänzung

Pestizid-Steuer sofort !

06.11.2018 13:04 Kaufmann Ist eine Ergänzung

Wenn ich sehe, was die Bauern in meiner Umgebung an Ackergiften verspritzen, denke ich, die Produkte sind vbiel zu billig. Da die "Spritzer" in ihren vollabgedichteten Supertech-Fahrerkabinen gar nicht mitkriegen, dass auf ihren Feldern nichts mehr rumfliegt 0oder dass wir draußen im Garten  sitzen und der Wind uns einnebelt, können sie nur durch finanzielle Nachteile gezwungen werden, mal auch an was anderes als unendliches Wachstum zu denken.

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Fast richtig

07.11.2018 14:44 matzegamer Unterstützung + Ergänzung

Ich finde nicht das es nicht nur um die Produktion geht. Sondern um die Nachfrage. Jeder einzelne Mensch macht einen ökologischen Fussabdruck und er selbst bestimmt wie er aussieht durch sein Handeln. Da geht es nicht darum Produkte teuer oder billiger zu machen, sondern da einzukaufen wo ich sehen kann was dahinter steckt. Aber da müsste ich schon in dem Betrieb mitarbeiten. Deshalb müsste ich dem Landwirt blind vertrauen. Sagen kann jeder Landwirt das er ökologisch produziert. Nur was meint er mit ökologisch. Das ist seine Sache. Aber durch Aufklärung kann bei jedem das Bild von ökologisch verändert werden.
Meine Bedeutung von ökologisch ist direkt, transparent und einfach. Warum ein Joghurt aus Neuseeland kaufen, weil dieser 10 Cent weniger kostet als ein in Deutschland produziert. Der Neuseeländische könnte aber ökologischer sein. Denn unsere Landwirtschaft ist ganz schön voll von Fremdenergie, Neuseeländische Kühe fressen auf der Weide.

Wo steckt weniger Fremdenergie im Produkt?

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