Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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Soliadrische Landwirtschaft regional nachhaltig fair

03.11.2018 12:25 4. Anwendung von Pestiziden mindern FKleefeld

Wir produzieren derzeit mehr Lebensmittel, als wir brauchen, und dies zu unfairen Bedingungen sogar für einen Weltmarkt, der unsere überschüssigen Lebensmittel gar nicht braucht. Einerseits benötigen wir für diese intensive Landwirtschaft sehr viel Insektizide, Boden und Wasser, andererseits schmeißen wir mehr als die Hälfte der Lebensmittel vor der Vermarktung weg, weil sie nicht unseren Idealvorstellungen entsprechen.

Aus diesem Grund ist ein radikaler Umbau unserer Landwirtschaft notwendig: Die Bauern sollten nachhaltig biologische Landwirtschaft für die Region vorort machen und hierbei ALLE Produkte regional vermarkten, egal wie krumm, häßlich, schief, klein oder groß sie sind. Natürlich müssten die Menschen dann saisonal verfügbare Produkte regional zu fairen Preisen einkaufen, weil nicht alles zu jederzeit produziert werden kann. Angesichts der kleineren Produktionsmengen werden weniger Insektizide benötigt und die Qualität der Lebensmittel steigt spürbar.

Solidarische Landwirtschaft heißt, dass die Bürger vorort mit den Bauern vorort vertraglich vereinbaren, dass sie den Bauern zu Festpreisen z.B. für den Zeitraum von einem Jahr ein gewisses Kontingent ihrer Produkte abnehmen (siehe z.B. www.stadt-land-beides.de) und das Risiko der Bauern mittragen.

Eine solche extensive Landwirtschaft nutzt nicht nur den Bauern, der Natur, dem Tierschutz und den Menschen, sie schützt auch Insekten.

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bin ich zu 100% dafür

04.11.2018 17:35 David Seifert Unterstützt den Vorschlag

Ich hoffe, diese Stimme wird gehört. Sie steht im Widerspruch zu vielen Ausreden, die wir immer wieder hören. "Der Verbraucher möchte es so!" ist eine davon. Fakt ist: "0% der Menschheit interessiert es einen Scheiß, was gemacht wird oder nicht. Sie greifen also zu, wenn Erdbeeren im Dezember angeboten werden oder das Kilo Kirschen aus sonstwoher für 99 Cent. Wir dürfen uns nicht länger hinter der Ausrede verstecken und wenn es in Deutschland verboten ist, nicht-regionale und -saisonale Produkte anzubieten, wird der Markt erfinderisch sein, auch damit sehr gut zurecht zu kommen. Und es interessiert statistisch gesehen ohnehin nur 20% tatsächlich. 80% würden folglen, ohne Widerrede und 10% wären dafür! Also tut etwas!

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Zweites Hindernis

04.11.2018 17:40 David Seifert Unterstützt den Vorschlag

Das noch größere Hindernis dürfte die Lobby sein. Der Bauernverband ist mit der Politik und dem Weltmarkt extrem gut vernetzt. Dieses System an Vetternwirtschaft und Korruption hält unser derzeitiges System aufrecht. Es fängt an bei den Schulen für Landwirtschaft, geht über die Herstelller von Landmaschinen und Pestiziden (BASF, Bayer, und Co.) weiter und endet an der Börse, an der Lebensmittellpreise weltweit für Gewinnmitnahmen spekuliert werden! Die solidarische Landwirtschaft würde diese Abwärtsspirale der Vielfalt zerstören. Um das zun zu können, braucht es einen extrem breiten Rückhalt in der Bevölkerung. Sogar Landwirte, die im System wie Sklaven geknechtet werden, von Banken, die ihnen Kredite für ihre Megahöfe geben, sind so "gebrainwashed", dass sie das System, das sie und unser Land zerstören, sogar noch befürworten. Hier muss der Wandel aus der Bevöllkerung kommen, die neben den Giga-Höfen kleine, regionale Strukturen aufbaut und die Politik muss dies unterstützen!

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ebenfalls 100%

05.11.2018 19:13 uteasti Unterstützt den Vorschlag

Hier gibts auch meine 100 % tige Zustimmung!!! Danke für diesen Kommentar!

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