Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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Bessere Prüfung der Pflanzenschutzmittel und strengeres Regelwerk EU weit

06.11.2018 09:09 4. Anwendung von Pestiziden mindern Bienenchristoph

In der Vergangenheit haben wir Imker es oft erlebt, dass PSM Zulassungen erteilt wurden, welche später als total falsche Einschätzung herausstellten. z.B. INSEGAR oder Neonics. Ich wünsche mir, dass die Kriterien zur Zulassung ganz neu überdenkt werden müssen. Es wird im Moment immer nur der Wirkstoff für sich alleine getestet und nicht das fertig im Handel befindliche Mittel. Auch die möglichen Zusätze wie AHL, Netzmittel oder gar Wirkstoffverstärker bleiben außen vor. Das Verfahren bildet also nicht die Realität ab. Tankmischungen dürften eigentlich nicht gemacht werden, sind aber gängige Praxis. Es wird sogar mit Sonderpreisen dafür geworben. Der Vergiftungsweg der Beizmittel hat auch gezeigt, dass nicht alles auf Herz und Nieren getestet wurde und wird. Denn sonst würden wir im Pollenmonitoring der LAB Hohenheim heute nicht mehr Methiocarb finden. Denn es dürfte mit den Auflagen seit 2008 nicht mehr vom Feld auf andere Blüten und somit in den Pollen gelangen. Dass es dort trotzdem zu finden ist, zeigt wie theoretisch diese Idee des Bienenschutz ist. Die Verlässlichkeit der Aussagen der Zulassungsantragsteller wird wohl auch nicht überprüft. Denn sonst wären die falschen Angeben der LD50 sowohl bei Imidacloprid, als auch bei Clothianidin bereits vor der Zulassung den Behörden aufgefallen. Beides wurde aber erst im Rahmen von Massenvergiftungen extern festgestellt.

Bisher also kein schönes Bild in Punkto Vertrauen und Verlässlichkeit in einen funktionierenden Bienenschutz!

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