Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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2.2 Insektenschutz an Gewässern: Der Bund wird zur Verbesserung des Insektenschutzes mit einer Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes die bestehende Regelung zu Gewässerrandstreifen (§ 38 des Wasserhaushaltsgesetzes, WHG) fortschreiben und hierbei insbesondere ein Verbot der Anwendung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln vorsehen. Darüber hinaus wird der Bund im Rahmen des Blauen Bands Deutschland die Renaturierung von Gewässern und Auen voranbringen

18.09.2018 12:25 BMU

Beschreibung: Breite Uferrandstreifen an Gewässern führen zu einer Vielfalt an Insektenlebensräumen und zu artenreichen Insektengemeinschaften. Breite Uferrandstreifen wirken auch als Puffer für Nähr- und Schadstoffeinträge und sind somit ein Mittel zur Verbesserung der Wasserqualität, abgesehen von der Entstehung vielfältiger Lebensräume.
Bei den Änderungen im Wasserhaushaltsgesetz werden die Verbindungen zum Naturschutzrecht, Düngerecht und Pflanzenschutzrecht berücksichtigt.

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10.10.2018 21:49 bunter0815 Ist eine Ergänzung

wenn man auf Gewässerrandstreifen eine Entstehung vielfältiger Lebensräume haben möchte, wäre es vielleicht nicht schlecht diese Flächen nicht jedes Jahr zu mulchen und maximal alle paar Jahre zu mähen und das Mähgut abzufähren.

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Nur bei öffentlichen Flächen

11.10.2018 10:44 Bienenmann

Ein Gewässerrandstreifen auf Privatflächen ist abzulehnen, da er ein massiver Eingriff ins Eigentumrecht ist und bei den Grundeigentümern abgeleht wird. Zur Zeit sind bereits über 50% der Gewässer mit Randstreifen eingefasst. Dieses erfolgte zum größen Teil freiwillig als ÖVF aus den Prämienanträgen, Ökokontoflächen und freiwilligen Vereinbarungen mit den Wasser- und Bodenverbänden. Diese erfolgreichen Maßnahmen nun durch Gesetz zu konterkarieren ist falsch. Anreize schaffen ist sinnvoller.

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Unterstützt den Vorschlag

Für Mähen statt Mulchen & breite Randstreifen

19.10.2018 09:55 David Seifert Unterstützt den Vorschlag

Stimme ich zu! Mulchen tötet, sorgt für Stickstoffeintrag in den Boden und damit arbeitet es gegen die Artenvielfalt und gegen das Entablieren von Blühpflanzen, die ganz magere Böden brauchen! Vielfalt braucht Magerheit. Mähen mit Abtransport des Mähgutes oder Beweidung solcher Flächen schafft Artenvielfalt und muss nur ein bis zwei mal pro Jahr (max) erfolgen.

Zudem ist etwa der Biber, der Dämme aufstaut ökologisch äußerst wünschenswert (Kreuzkröte, Wechselkröte, Gelbbauunke), ebenso als Hochwasser-Schutz-Maßnahme. Um nicht in "Konflikt" mit Biber-Aktivitäten zu kommen werden 20m Abstand zu einem Gewässerrand empfohlen. Privateigentum könnte vom Landkreis / Bund zum marktüblichen Preis (oder etwas höher) abgekauft werden oder das Überlassen und die Pflege der Fläche könnte gefördert werden. Vielleicht gibt es auch bessere Vorschläge.Wichtig finde ich jedenfalls, ein faires Miteinander von Mensch und Natur anzustreben.

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Statt Mulchen Entwicklung von Auen

29.10.2018 19:33 flowerpower Ist eine Ergänzung

Durch Mulchen oder auch Mähen (insbsondere mit einem Aufbereiter) werden unzählige Wirbellose aber auch Niederwild getötet und Gelege von Vögeln zerstört., Die Vegetation entwickelt sich unter dem Mulchregime insbesondere auf entwässerten Standorten zu dominaten Brennessel-, Glanzgrasbeständen.  Offenhaltung, sofern erforderlich, sollte daher möglicht mit Weidetieren erfolgen. Besser wäre es, statt schmaler gemulchter Uferstreifen, Auen für eine der natürlichen  Aufwuchsleistung angepasste Weidetierhaltung oder für eine schonende Mahd mit Abtransport des Mähgutes zu reservieren. 

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Unterstützt den Vorschlag

11.10.2018 20:03 DJensch Unterstützt den Vorschlag

Eigentum verpflichtet. Da Gewässer für uns alle und für die Artenvielfalt wichtig sind, ist es auch zumutbar, in einem Randstreifen Nutzungseinschränkungen zu erlassen.

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Sonstiges

12.10.2018 21:29 keinelobby Sonstiges

"Anreize schaffen ist sinnvoller."

Reicht der Anreiz nicht, dazu beizutragen, die Natur zumindest einigermaßen intakt zu halten und beim Insektensterben nicht noch aufs Gaspedal zu drücken?

Oder ist das Grundeigentümern in Gänze egal? 

Ich denke, gesetzliche Regelungen machen absolut Sinn.

…und den Satz "Eigentum verpflichtet", möchte ich unterschreiben, besonders im Bezug auf die Natur und ihre Ressourcen

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Sonstiges

14.10.2018 21:16 smilla Sonstiges

Absolut richtig. Ich habe beobachtet, daß ein privater Teich von ca. 200qm auf einen halben Meter an den Rand gemäht war, eingezäunt war und rings herum gespritz wurde. Dem Teichhuhn mit drei Küken sind diese drei Küken innerhalb von dreier Tagen verstorben.

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Kalte Enteignung

07.11.2018 00:32 kww Ist eine Frage

Wenn die Verpflichtung des Eigentums zur Unwirtschaftlichkeit führt, dann ist das eine kalte Enteignung. Das gab es schon in der DDR. Ich dacht, dass wäre seit 1990 überwunden, oder ist das schon wieder vergessen?

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Differenzierung

15.10.2018 08:41 Peter Ist eine Ergänzung

Wenn man das etwas langfristiger betrachtet, so verwendete der Staat noch in den 70, 80er Jahren große Summen um Gewässer zu begradigen; heute geben wir viel Geld für die sogenannte Renaturierung aus. Ich befürworte diese Renaturierung und den Erhalt von Auen und Feuchtgebieten. Mein Punkt ist nur, dass Aktionismus und Populismus vielleicht ein paar Wählerstimmen bringen, dass aber langfristige und gut durchdachte Aktionen sinnvoller sind. Diese Aktion der Umwelministerin wiederum scheint mir ein typsiches Beispiel für dem Populismus geschuldeter Aktionismus zu sein und ich fürchte auch hier wird man das eine oder andere Kind mit dem Bade ausschütten.

Mehr fachlich: Stimme der Einhaltung, Einführung von Gewässerrandstreifen zu, allerdings sollte man dies regional, lokal etwas differenzierter durchführen und nicht alles über einen Kamm scheren.

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Gewässer und Hormonrückstände?

24.10.2018 09:10 Marta Ist eine Frage

Genau, betrachten wir das Ganze über einen längeren Zeitraum: In den 70er und 80er Jahren wurde mit dem "dicken Daumen"gespritzt und gedüngt, Flüsse begradigt, Bäume gerodet u.s.w.. Es gab aber trotzdem Insekten!

Jetzt sterben die Insekten, obwohl weniger und gezielter gedüngt wird und Pflanzenschutzmittelanwendungen zurückgefahren werden.

Kann es sein, dass die Insekten sich einfach nicht mehr vermehren können?

Warum?

Weil meines Wissens Hormonerückstände ("Die Pille") aus den Kläranlagen in die Gewässer gelangen. Insekten nehmen Wasser und somit auch Hormonrückstände zu sich.

Kann es da nicht sein, dass durch die Hormonrückstände diese sensiblen Tiere unfruchtbar werden?

Liege ich da völlig falsch oder will man den Zusammenhang nicht sehen?

 

 

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Fachkommentar

Auswirkungen von Hormonrückständen aus Kläranlagen Abflüssen auf Reproduktion von Insekten?

29.10.2018 16:16 Ecologist Fachkommentar

Hallo Marta: Ich versuche deine Frage zu beantworten: Das Hormonsystem von Insekten unterscheidet sich stark vom Hormonsystem der Wirbeltiere (und damit auch des Menschen).

Natürlich kann auch grundsätzlich das Hormonsystem der Insekten durch „künstliche“ Stoffe ungewollt als Nebenwirkung beeinflusst werden (z.B.  review article zu im wasserlebender Insekten  v. T. Soin https://rd.springer.com/article/10.1007/s10646-006-0118-9)

Aber mir sind keine Studien oder Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen bekannt, die zeigen, dass Rückstände von Wirkstoffen aus „der Pille“, die mit Abwasser aus Kläranlagen in die Umwelt gelangen, Auswirkungen auf Insekten hätten.

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Hormonrückstände, Medikamentenrückstände?

07.11.2018 08:35 HHG Ist eine Ergänzung

Bisher het noch niemand die Rückstände aus den Klärwerken untersucht. DSabei sind Klärwerke gar nicht in der Lage, Medikamentenrückstände( wie Antibiotika) und Hormaonrückstände aus dem Wasser zu filtern. Genauso werden längst nicht alle Stickstoff oder Phosphateinträge gereinigt. Diese Einträge aus Klärwerken sind erheblich höher als die der Landwirtschaft. Was ich aber nicht untersuche oder für was ich keinen Grenzwert festlege ist ja auch nicht schlecht. Nur in der Landwirtschaft gibt es Grenzwerte.

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In Bayern kein Schutz von Gewässerrändern

15.10.2018 09:57 Steinherr73 Ist eine Ergänzung

Agrarpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Horst Arnold: "Es kann nicht sein, dass es diesen Schutzstreifen überall in Deutschland gibt, nur in Bayern nicht"
Bayern darf sich dem Gewässerschutz mittels Randstreifen nicht länger verweigern können. Es muss auf Bundesebene den Verfehlungen auf Landesebene entschieden entgegengewirkt werden - da geht der Föderalismus zu weit.
Außerdem werden durch Straßenbauprojekte die letzten Auwälder an der Donau weiter zerstückelt - die Reste müssen Tabu sein - es dürfen nicht die Fehler des letzten Jahrhunderts fortgesetzt werden. Nicht zuletzt Insekten sterben massenhaft auf diesen Verkehrsschneisen durch die letzten Naturräume.

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Geht mir nicht weit genug

15.10.2018 16:06 marco_roose Ist eine Ergänzung

Leider sind die Gewässerrandstreifen nicht so naturbelassen, wie man sich das für die insekten wünschen würde. Warum  geht man nicht soweit eine Zone extensiver Bewirtschaftung (also kein Anbau von Kulturen und kein ständiger Grünschnitt) für diese Bereiche zu fordern?

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Ergänzung

18.10.2018 12:19 AKDE Ist eine Ergänzung

die Zone extensiver Bewirtschaftung ist für Insekten und andere Lebewesen sicherlich gut, allerdings darf nicht nur gefordert werden, sondern man sollte diese Streifen fördern. Wenn ein so belassener Streifen bei einer Kontrolle durch das Amt aus der Betriebsfläche herausgenommen wird, da nicht gepflegt, wird kein Landwirt solche Streifen anlegen. Bei gepachteten Flächen muss auch ein Ertrag verbucht werden, daher sollte es eine entsprechende Förderung geben, vielleicht kann auch eine Grabenseite in geraden und die andere Seite in ungeraden Jahren gemäht werden - bei voller Ackerprämie + X € bei entsprechender Einsaatmischung?

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18.10.2018 15:22 georgpape Unterstützt den Vorschlag

Sehr wichtig. Bei Nichteinhaltung der Abstände muss es entsprechende Sanktionen geben.

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Beste Effekte für Gewässerrenaturierungen nur in Verbindung mit Beweidung

21.10.2018 19:02 Weidefan Unterstützung + Ergänzung

Gewässerrenaturierungen sind sicher ein gutes Mittel. Das beste Ergebnis für die Insektenfauna gibt es aber oftmals nur unter Einbeziehung der Auen und deren Einbindung in extensive Beweidungsprojekte. In einem ohne den Einfluss von Pflanzenfressern unnatürlichen dichten Auwald bleiben viele Insektenarten im Gewässer und in der Aue auf der Strecke.

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jakobskreuzkraut im honig

24.10.2018 16:58 firstclaas Ist eine Ergänzung

Selten solch dumme Ideen gelesen. Das Grünland, resp. Ackerland gehört selbsverständlich gepflegt und sachgemäß gedüngt. Sollte Pflanzenschutz erforderlich sein, dann bitte im erlaubten Rahmen.

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Besonnte Gewässer haben eine hohe Bedeutung

29.10.2018 08:01 JohannesMayer Ist eine Ergänzung

Im Rahmen meiner Diplomarbeit konnte ich nachweisen, dass Gewässerrenaturierungen mit nachfolgender Sukzession der Gewässerrandstreifen zum Verlust von Lebensräumen gefährdeter Libellenarten führen. Bei Gewässerrenaturierungen werden meist keine faunistischen sondern - wenn überhaupt - morphologische Leitbilder für die Planung herangezogen, was dazu führt, dass das naturräumliche Potenzial für Insektenarten meist keine Beachtung findet und nicht ausgeschöpft wird. Die dann morphologisch renaturierten Gewässer werden meist mit Gehölzen bepflanzt, die den Gewässerkörper spätestens nach ein paar Jahren komplett beschatten. Dass im Makrozoobenthos viele Arten enthalten sind, die kühle, beschattete Gewässer besiedeln, wird nicht in Abrede gestellt. Zur Förderung und zum langfristigen Erhalt gefährdeter (Libellen-)Arten der offenen Fließgewässer, wie z. B. der Helm-Azurjungfer (Coenagrion mercuriale), sind jedoch auch unbeschattete, offene Gewässer zwingend erforderlich!

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Licht an Gewässern reduzieren

30.10.2018 15:52 coldvalley Unterstützung + Ergänzung

Ich weiß, es gibt den extra Punkt „Lichtverschmutzung“, aber es passt auch hier: Studien haben gezeigt, dass Lichter an Fließgewässern besonders negative Auswirkungen auf die Insektenpopulation haben. Deshalb sollte die Beleuchtung an Gewässern auf das absolut notwendige Maß beschränkt werden.

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Gewässerrandstreifen verbindlich auch in Bayern festsetzen!

31.10.2018 21:26 Re89 Ist eine Ergänzung

In allen Bundesländern sind Gewässerrandstreifen vorgeschrieben, in Bayern sind sie freiwillig. Das funktioniert leider oft nicht.

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Gewässerrandstreifen erhalten und besser kontrollieren

01.11.2018 00:24 Das_Landei Unterstützung + Ergänzung

Gewässerrandstreifen müssen erhalten werden. Es reicht eine jährliche Begehung durch die Wasserverbände nicht aus. Luftbildaufnahmen müssen auch dies kontrollieren.

Besonders Gewässer dritter Ordnung, die die über 130.000 km, alleine in Niedersachsen ausmachen, verdienen eine besondere Beachtung bei der Biotopvernetzung.

Der moderne Landwirt ist mit GPS ausgestattet und kann dies genau kontrollieren, dass bis an die Abbruchkante von Bächen gepflügt wird, darf nicht toleriert werden. Schließlich gehören diese Gewässer nicht zur landwirtschaftlichen Fläche und eine Landwirt würde es auch nicht tolerieren wenn man seine eigenen Flächen einfach verkleinert.

Hier gilt gleiches Recht für alle.

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Gewässerrandstreifen sind für den Schutz von Wasserressourcen von elementarer Bedeutung.

05.11.2018 14:21 Peer Unterstützung + Ergänzung

Gewässerrandstreifen sind für den Schutz von Wasserressourcen von elementarer Bedeutung. Deshalb plädiere ich für bundesweit einheitliche Gewässerrandstreifen von mindestens zehn Metern, innerhalb derer die Ausbringung von Düngern und Pestiziden verboten ist. Auch in Natur- und Wasserschutzgebieten ist der Einsatz von Pestiziden zu untersagen.

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Sonstiges

Dünen am Ostseebad Binz werden gemäht

05.11.2018 16:27 ostseewald Sonstiges

Leider weiß ich nicht ob mein Anliegen genau hier in diese Kategorie gehört, es würde mich aber freuen, wenn einige Leser darauf afmerksam werden könnten. Es handelt sich um eine Beobachtung, die ich schon seit einigen Jahren mache. Die Dünen im Bereich des Ostseebads Binz (Insel Rügen) werden mehrmals jährlich gemäht, gnauer gesagt auch der Bereich mit Nadelholzbestand. Es soll wohl ein von den Hotels gewünschter freier Meerblick entstehen. Die Arbeiten werden von der Gemeinde Binz durchgeführt. Das Resulat ist eine Katastrophe. In den Jahren ohne Mahd war der Dünenstreifen gekennzeichnet durch eine reiche Fülle von Insekten und Kleintieren. Jetzt ist davon nichts mehr übrig. Vielmehr erodieren die Dünen zusehends. Pikanterweise gibt es immer noch an einigen Stellen alte Schilder mit dem Verbot die Dünen überhaupt zu betreten. Es ist doch nicht hinnehmbar, dass aus "ästhetischen Gründen" ein ganzer Rückzugsraum vernichtet wird.

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Gewässerrandstreifen

06.11.2018 12:13 rino.kubisch Ist eine Ergänzung

Für minimale Zusatzerträge werden Gewässerrandstreifen oft konventionell bewirtschaftet. Der Schden überwiegt den nutzen um ein Vielfaches. Wir brauchen gesunde Gewässer zum Überleben!

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Keine kalte Enteignung

07.11.2018 00:24 kww Ist eine Ergänzung

Wenn der Staat Gewässerrandstreifen will, so soll er sie zu marktüblichen Preisen aufkaufen bzw. den betroffenen Besitzer Ausgleichsflächen dafür im Tausch übereignen und pflegen.

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Gleiche Rechte und Pflichten für alle

07.11.2018 13:14 Steggi Ist eine Ergänzung

Wenn man über verpflichtende Uferrandstreifen auf Privateigentum nachdenkt, sollte dies auch Innerorts in gleicher Breite gelten.

Zu Nährstoffeinträge in Gewässer: Aktuell werden unsere menschlichen Hinterlassenschaften mit reichlich Wasser verdünnt Richtung Fluss geschickt. Die dazwischen geschalteten Kläranlagen sind keine Düngesalzrückgewinnungsanlagen, sondern betreiben nur ökologische Schadensbegrenzung. Es sollten verpflichtende Stadttorbilanzen eingeführt werden. Wieviel NPK wird ins Kanalnetz eingespeist, wieviel geht bis zur Kläranlage verloren, wieviel vom NPK findet sich im Klärschlamm wieder? Wo ist der Rest geblieben???? Welcher Anteil der vom Menschen ausgeschiedenen Düngesalze findet im Sinne der Kreislaufwirtschaft aktuell noch den Weg zurück an die Pflanzenwurzel? Durch separates sammeln stünde uns die gesamte NPK Menge als Mineraldüngerersatz zur Verfügung und es wären nur die Schadstoffe darin enthalten, die vorher durch einen menschlichen Körper gegangen sind.

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