Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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2.3 Insektenschutz in Siedlungen: Der Bund wird im Rahmen des Masterplans Stadtnatur Maßnahmen zur Förderung der Insektenvielfalt im Siedlungsbereich anstoßen

18.09.2018 12:26 BMU

Dazu gehört:

  • Unterstützung der Kommunen bei einer naturnahen Grünflächenpflege sowie der Verwendung heimischer, insektenfreundlicher Pflanzen und Gehölze
  • Einbeziehung von Naturschutzbelangen in für den Insektenschutz relevante Förderinstrumente des Bundes
  • Wissenstransfer und Bewusstseinsbildung zum Thema Stadtnatur

Beschreibung: Die Maßnahmen dienen insbesondere dazu, das Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten sowie Nist- und Überwinterungsplätze für Insekten im Siedlungsbereich zu verbessern. Zahlreiche Kommunen haben hierzu schon eigene Projekte durchgeführt (z.B. Frankfurt, Köln, Stadt Donzdorf).

 

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Richtiger Ansatz, oft aber falsche Umsetzung

10.10.2018 19:19 Forenwanderer Ist eine Ergänzung

Das Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten wird leider meist auf Blühflächen reduziert, die eigens dafür angelegt werden, aber tatsächlich nur für eine geringe Zahl von Insekten sekundär von Bedeutung sind. So wird anscheinend vergessen, dass Insekten auch ein Larvenstadium besitzen, wo sie eben keine Blüten anfliegen. Schmetterlingsraupen oder Larven von Käfern und anderen Insekten ernähren sich vorwiegend vom Blattwerk ihrer Futterpflanzen. Das sind in überwiegender Menge allerdings nicht die Blühpflanzen, die auf solchen Blumenwiesen ausgesäht werden.

Die eigentlichen Habitate von Insekten im Larvenstadium sind oft woanders. Das sind nicht selten Wegränder mit sogenanntem Unkrautbewuchs. Das sind Weichhölzer wie Espen oder Salweiden, die forstwirtschaftlich ohne Nutzen sind und daher häufig abgeholzt werden. Die zu häufige und radikale Mahd zerstört diese Lebensräume. Mähen scheint ohnehin für manche Leute eine Passion zu sein. Magerwiese statt Rasen wäre eine Option...

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12.10.2018 20:23 FrankonianSummer Sonstiges

Mähen scheint ohnehin für manche Leute eine Passion zu sein.
Super, ich hätte es nicht besser formuliern können.

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Super!

03.11.2018 12:08 KevinAtkins Ist eine Ergänzung

Volle Unterstützung! 

Die "Maßnahmen" betreffen nur "blütensuchende Insekten", die aber nur einen kleinen Teil der Insektenwelt ausmachen und, wie "Forenwanderer" schon festgestellt hat, beinhaltet nicht die Larven der meisten Insekten. 

Es gilt also nicht nur ein Nahrungsangebot für die ausgewachsenen Insekten zu liefern, sondern auch deren Nachwuchs, u.a. durch Anlegen von Wildwuchsflächen und Magerflächen sowie dem Verzicht auf Pestizide und Herbizide im städtischen Umfeld.

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Buntes blühen auf urbanem Grün

07.11.2018 15:35 Berlin_summt Ist eine Ergänzung

Lieber Forenwanderer, 
da muss ich Ihnen voll und ganz zustimmen. Das Blühangebot in der Stadt zu steigern ist sinnvoll und notwendig, allerdings nur die halbe Miete. Es fehlt, neben den voh Ihnen erwähnten Futterpflanzen für die Larvalstadien, vor allem an Kleinstlebensräumen. Offene Fugen in Trockenmauern, Totholzbereiche und Überwinterungsquartiere (Laubhaufen usw.). Kleine Tränken auf Balkonen und Gärten gehören auch dazu. Im privaten wie im professionellen Bereich ist es notwendig wieder mehr Natur zu wagen. Daher brauchen wir Konzepte in denen 1-2 malige Mahd von städtischen Wildblumenwiesen salonfähig gemacht und als fester Bestandteil ins Stadtbild etabliert werden. Ein penibler Ordnungssinn ist da nicht sonderlich förderlich für die biologische Vielfalt! Nur was ich kenne möchte ich schützen - um die reichhaltige Stadtnatur kennen zu lernen bedarf es einem anderen Verständnis was gute Pflege bedeuten kann. 

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10.10.2018 23:05 FrankonianSummer Ist eine Ergänzung

Warum nur Kommunen und deren Flächen ansprechen und den Bürger auf der Tribüne zuschauen lassen?

Den interessierten Eigenheimbesitzer direkt mit einbinden. Warum nur Rasen ums Haus und keine Blumenwiese? Mit Aufklärung, Werbung ggf. finanziellem Anreiz zur Erstanlage ließen sich auch hier Flächen/Inseln für Insekten schaffen. Gegenwärtig ist Rasen und Lebensbaumhecke deutsche Eigenheimtradition, aber das muß nicht so bleiben.

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13.10.2018 20:11 Jemdot Sonstiges

Darüber hinaus nimmt die Flachenversiegelung auf Privatgrundstücken weiter zu. Pflastersteine und mit Schotter oder Kies berollte Flächen, die außerdem mit Kunststoffvlies zum Erdreich abgedichtet werden. In NRW und BW wird bereits diese Problematik angegangen. 

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Gärten als Trittsteine

14.10.2018 11:01 EcoNinja Ist eine Ergänzung

Die Bedeutung der privaten Gärten wird im allgemeinen unterschätzt, obwohl diese einen großen Anteil der genutzten Fläche in Deutschland ausmachen. Hier wäre das Potential für viele kleine und große Naturflächen in Form von Naturgärten gegeben. Mehrere Vorteile: Kein Gift oder Düngereintrag, heimische, ökologisch sinnvolle Pflanzen, Erhalt der Bodenökologie, Umweltbildung (nur was man kennt, kann man schützen). Solche Gärten können Trittsteine zwischen fragmentierten Habitaten sein und so den genetischen Austausch zwischen heimischen Arten gewährleisten. Dies würde zu stabilen Populationen führen die weniger Aussterbereignissen unterliegen. Eine Förderung strukturreicher Gärten (zb mit Hecken, Trockenmauern, Sandarien, Totholz..) würde den Anteil an Lebensräumen erhöhen.

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Gärten als Trittsteine für Insekten in Städten

30.10.2018 16:19 coldvalley Ist eine Ergänzung

Ich kann EcoNinja nur voll und ganz zustimmen. Wegen der bekannten Probleme bei den landwirtschaftlich genutzten Flächen sind Städte, wie es in letzter Zeit von namhaften Wissenschaftlern immer wieder betont wird, inzwischen wichtige Rückzugsräume für Insekten. Dabei stellen die privaten Gärten ein Potential dar, das es zu heben gilt. Meine Vision sind viele naturnahe Gärten, die als Trittsteine dienen und ein großes „Lebensraum-Netz“ für Insekten in den Städten darstellen.

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Kiesgärten

02.11.2018 16:37 Utemi Sonstiges

Kiesgärten das scheint bei privaten Neubauten das Wunschtraumziel zu sein. Hier sollte ebenfalls interveniert und aufgeklärt werden. Mut zur Unordnung wäre das Motto

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Grünflächenämter besser ausbilden

11.10.2018 09:10 hopper27 Ist eine Ergänzung

Insbesondere müssen Grünflächenämter besser geschult werden. Sie sollten nur heimische Pflanzenarten verwenden. Grünflächen nicht mehr als 1 x im Jahr mähen, nicht düngen, keine Pestizide verwenden, Totholz und andere Strukturen auf Flächen belassen oder zusätzliche Strukturen schaffen.

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Mehr Fachpersonal anstellen

28.10.2018 12:00 chkreipe Unterstützt den Vorschlag

leider werden in den Bauhöfen mehr Maschinenschlosser angestellt als Landschaftgärtner o.Ä. angestellt. Das ist oft auch von dem negativen Einstellung über Grünpflege der Entscheidungsträgern getragen.  Grünflächenpflege ist nur ein Kostenfaktor und kein inhaltliches Thema. Maschinen sind schön und laut das freut deutsche Männer. bei den Bauhöfen gibt es mehr Anrufe wegen nicht mähen , statt Anrufe wegen zuoft Mähen. Alle Mähvorgänge schlagen das Mähgut mit dem Leben darinnen tot.

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Die rechte und die linke Hand

01.11.2018 22:36 LUPO1118 Sonstiges

Unsere Kommune fördert die Anlage von Blühflächen wirklich sehr unkompliziert und unbürokratisch. Das Angebot wird auch genutzt. Gleichzeitig wurde durch den Bauhof zur Unzeit gemäht (Raupenfutterpflanzen, blühende Pflanzen und im Spätherbst dann trockene Stängel, wenn Insekten und andere Tiere in der Kältestarre sind und sich keine anderen Platz mehr suchen können).

Dieses Jahr habe ich den zuständigen Mensch in unserer Gemeinde darauf angesprochen, gleichzeitig hat sich der Chef des Bauhofes in die wohlverdiente Rente verabschiedet ;-D In diesem Herbst wurde zumindest in Teilen nicht alles abgemäht. Es tut sich also etwas. Aber es liegt nicht nur an den Ämtern. In meinem Umfeld gibt es viele Bürger, die ungemähte Flächen als unordentlich empfinden und dann wieder auf die Gemeinde schimpfen oder gar anrufen und sich beschweren. Hier muss auch noch viel Umdenken erfolgen.

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'Ordentliche Bürger' und Grünflächenämter

03.11.2018 21:03 Butterfly Ist eine Ergänzung

... sind oft das Problem. Hier müsste massivst Aufklärungsarbeit durch einschlägige Medienkampagnen betrieben werden, um Menschen davon zu überzeugen, dass ein Streifen voll "Unkraut" wertvoller ist, als säuberlich gemähte Weg- und Bürgersteigkanten. Grünflächenämter führen oft alle paar Jahre einen "Gehölzschnitt" mit dem Buschmäher durch, damit sie die nächsten Jahre Ruhe haben, statt fachgerecht zu schneiden. Dieses dann oft kurz vor der Blüte, so dass im Folgejahr nichts blühen kann.

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Allgemeine Information

Butterfly hat Recht

04.11.2018 18:42 PIT Allgemeine Information

Diese Meinung teile ich voll.

Diese Grünflächenämter, Bauhöfe, Hausmeisterfirmen, Firmen für Gartenpflege ( die von den Wohnungsgesellschaften beauftragt werden.u.a.m. ) sind nicht geschult und nicht in der Lage, oder nicht gewillt Ihre Arbeit nach Gesichtspunkten des Naturschutzes, Umweltschutzes, Insektenschutzes, Vogelschutzes usw. durchzuführen.

Die Technik beim Strauchschnitt, der Zeitpunkt des Schnittes im Jahr, die Anzahl der Schnitte usw. werden in vielen Orten falsch gemacht.

Ihnen geht es ums Geld, nach Schema, nach Kalenderdatum, nicht nach Notwendigkeit, Witterung u.a.m!

So kommen, wie Butterfly schon schreibt, immer weniger Sträucher zum Blühen!

Auch fehlt durch die kurzgeschorenen Sträucher die Blattmasse, die unsere Luft sauber macht und den Sauerstoff liefert.

Bei den Bäumen könnte man Gleiches sagen, hier wird auch oft gefrevelt !

Das äher auszuführen kann ich mit hier schenken, die Zeilen würden nicht reichen.

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Ordnungswahn ist Insektenfeindlich

11.10.2018 11:19 Holger Auerswald Ist eine Ergänzung

Ich habe auf meinem Grundstück "Dreckecken".... Ich lagere Grünschnitt am rand und ich lasse unter den wilden Pflaumenbäumen, die auf Gemeindegrund das Grundstück säumen, auch die Pflaumen liegen. Dort tummeln sich dann fliegen wespen Käfer und Würmer. Oben drüber brüten Vögel und holen sich was sie brauchen. Abends sind die Fledermäuse unterwegs. Nachts raschelt es - Kleinsäuger. Nager und auch Igel finden meine "Dreckecken" lebenswert. Jeder wundert sich über zu wenig Humus ab er jeder räumt sofort die Blätter weg.... Irgendwas passt da nicht. Habt Mut zu den kleinen Dreckecken! Lasst auch mal ein paar Ecken mit "Unkraut" stehen. Die Insekten brauchen es!!!

 

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11.10.2018 15:11 Micharettet Ist eine Ergänzung

Rettet die Vorgärten.

Meiner Meinung nach müsste die Versteinung der Vorgärten mit einer Steuer belegt werden.

Diese Vernichtung dieser wichtigen Grünanlagen, mit Plastikfolien und Kieselsteinen muss entgegengestretten werden.

Vielen Dank und Liebe Grüße

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12.10.2018 17:43 Sanguisorba Sonstiges

Oder vielleich lieber die die es insektenfreundlich gestalten belohnen, statt die die es nicht tun zu bestrafen.

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Sonstiges

Folien sind nicht immer sichtbar

14.10.2018 15:22 GuHo Sonstiges

Der Trend, Folien einzusetzen, um unerwünschten Bewuchs fernzuhalten, nimmt anscheinend auch im privaten Garten immer weiter zu. Da man die unter netter Oberfläche eingesetzten Materialien nicht sieht, ist eine entsprechende Abgabe schwierig, ebenso eine Belohnung.

Es wäre gut, ein generelles Umdenken sowohl bei Privatleuten wie Gärtnern zu erreichen. Die Idee von Wettbewerben für besonders artenreiche Ortschaften wäre vielleicht eine Möglichkeit, über den Wunsch der Stadt und des Bundes und die Notwendigkeit einer Veränderung der Landschaften und Gärten zu informieren.

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Gärten und Vorgärten anlegen

14.10.2018 17:50 Ameise1

Ältere Menschen legen ihre Vorgärten und Gärten "pflegeleicht" und damit insektenfeindlich an. Diese Gärten könnten in die öffentliche Hand oder an Naturschutzvereine ohne Kostenaufwand verpachtet und entsprechend betreut werden. Somit wäre allen geholfen.

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In Bebauungsplänen 'Gärten des Grauens' verbieten

30.10.2018 16:24 coldvalley Ist eine Ergänzung

Eine andere Möglichkeit ist, die Bebauungspläne zu ändern und die "Gärten des Grauens" daduch zu verbieten. Einige Gemeinden tun das bereits.

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Schotter als Versiegelung werten

07.11.2018 18:26 FlotteBiene Ist eine Ergänzung

"Versteinerungen" der Gärten und öffentlichen Flächen sind weit mehr als ein Ärgernis für aufgeklärte und naturliebende Menschen. Wir sollten sie als "Quasi-Flächenversiegelung" werten und damit rechtlich stark bis komplett einschränken.

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11.10.2018 20:07 DJensch Ist eine Ergänzung

Wissenstransfer und Bewusstseinsbildung: Das klingt gut. Wer macht es, wer bewirbt es? Dort sehe ich einen großen Knackpunkt.

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Bildung derjeniger, die Grünflächen bearbeiten!

11.10.2018 20:30 HKalk Ist eine Ergänzung

Wie in einigen vorherigen Kommentaren schon angeklungen, stellen u.A. Grünstreifen an Straßen und Wegen wichtige Habitate für Insekten dar. Daher sind viele Kommunen, so auch Osnabrück, bemüht, diese zu erhalten. Dabei wird oftmals auf die Mahd im Frühjahr verzichtet. Bedacht wird folgendes kaum:

Auf extrem vielen dieser Grünstreifen wächst Jakobskreuzkraut (JKK), gerade, wenn die Streifen selten gemäht werden.

Ab ca. Juni kommt JKK zur Blüte und bildet Samen, die sich über Wind ausbreiten, also auch auf nahegelegene Wiesen.

Im Allgemeinen schaffen Landwirte es, Wiesen ohne den Einsatz von chemischem Pflanzenschutz zu bewirtschaften. Neben Grasarten befinden sich dann häufig diverse Wildkräuter auf der Fläche, die Insekten Nahrung bieten.

--- Weiter im nächsten Kommentar ---

 

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JKK ist kein Problem...

07.11.2018 15:05 Hymenoptera Sonstiges

...zumindest nicht für die Insektenwelt! Zahlreiche Bienenarten nutzen JKK sehr gerne. Nachdem auch gezeigt wurde, dass sich die PAs im Honig abbauen, dürften wirklich nur noch die Pferde- und Rinderbesitzer damit ein Problem haben.

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11.10.2018 20:31 HKalk Ist eine Ergänzung

--- Fortsetzung ---

Kommt allerdings das giftige JKK auf der Fläche vor, bleibt kaum ein anderer Weg, als die chemische Bekämpfung (Die Alternative ist händisches Ausreißen). Dabei werden neben dem JKK auch nahezu alle anderen Pflanzen abgetötet, die den Insekten dienlich sind.

Grünstreifen an der Straße erst spät im Jahr zu mähen, hilft also den Insekten im betroffenen Grünstreifen, führt aber langfristig dazu, dass deutlich größere Flächen ihren Artenreichtum verlieren und so nicht mehr als Futterfläche für Insekten dienen.

Bei der Planung von Insektenschutz muss also in größeren Zusammenhängen gedacht werden, als nur die Grünstreifen an der Straße betreffend.

Besonders interessant ist anzusehen, wenn die Mitarbeiter der Stadt die „Schönen Blumen“, also das JKK gezielt NICHT abmähen. Hier wäre Bildung enorm wichtig!

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14.10.2018 21:34 smilla Sonstiges

Das einzige sinnvolle Mittel zur Bekämpfung des JKK ist, dieses auszustechen. Abmähen hilft hier leider nicht. Es führt nur zur Kräftigung des JKK.

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ist neutral

JKK und Ambrosia u.a.

28.10.2018 19:47 PIT ist neutral

Es gibt keinen EINEN Vorschlag als ALLHEILMITTEL für den Naturschutz.

Hier muß sehr viel und von sehr Vielen ( allen ) lfd. getan werden, um mit den Problemen fertig zu werden, bzw. sie nicht noch mehr zu verschlimmern.

Spezielle Dinge, Pflanzen, Schädlinge bedürfen auch einer speziellen, von den sonstig richtigen Regeln abweichenden Behandlung/ Bekämpfung.

Ich meine das angesprochene Jakobskreuzkraut, Ambrosia u.a., da müssen zur Beseitigung spezielle langfristige Maßnahmem her, um Erfolg zu haben. das betrifft doch aber nur wenige Flächen.

 

 

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Steuererleichterungen für Bienenschützer

11.10.2018 22:59 Denis Beck Ist eine Ergänzung

Fast jeder hat seine eigene Wiese im Garten der Platz für Blumen bietet oder seinen Balkon der den ein oder anderen Blumenkübel bietet in dem Nahrungsquellen für Bienen und Insekten bietet. In Verbindung mit Insektenhotels und anderen Nistplätzen kann wirklich jeder etwas tun. Warum fördert man diese Maßnahmen nicht genau wie Landwirte welche ihre Äcker brach liegen lassen anstatt artenreiche Grünflachen daraus zu machen. Die Regierung könnte mit solch einer Maßnahme so viel bewirken und müsste nicht mal einen Cent mehr ausgeben da die Subventionen sowieso bezahlt werden. Bindet diese Unterstützung an diese Voraussetzung und leistet damit etwas sinnvolles. Dafür haben wir sie ja schließlich gewählt.

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Engmaschie Vernetzung

12.10.2018 14:31 Kai_Behncke Ist eine Ergänzung

Wichtig wird es sein, kurz- bzw. mittelfristig eine kleinräumige Verteilung von Nahrungsquellen/Nisthilfen mit
geringen Distanzen zu erreichen. Es gilt der Zerschneidung der Landschaft hilfreiche Biotope
entgegen zu setzen. Insgesamt muss das Ziel eine sinnvolle Habitatvernetzung sein. Diese ermöglicht
es den Wildbienen, zwischen Nistplatz und verschiedenen Blühinseln (z.B.) (mit unterschiedlichem
Saatgut) zu wechseln.
Allerdings: Da haben wir einiges vor uns, wenn man bedenkt, dass Wildbienen z.B. in der Regel nur bis
2 km weit fliegen (viele viele Arten deutlich weniger).
Wenn die Bedingungen „stimmen“ sorgen Wildbienen
für eine hohe Bestäubungsleistung. So können zum Beispiel 600 Mauerbienen-Weibchen
einen Hektar Obstbäume bestäuben (bei Honigbienen bräuchte es dafür 120.000 Tiere). Auch
beim Raps können Wildbienen ähnliche Erfolge verbuchen. 200 Honigbienen bringen dem Landwirt
ähnliche Ertragssteigerungen wie nur 16 bis 36 Rote Mauerbienen (Osmia rufa) (Jauker et
al. 2012).

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Schwierige Umsetzung

15.10.2018 10:38 LNFRS Ist eine Ergänzung

Ich finde den Ansatz gut! Stelle mir die Umsetzung aber sehr schwierig vor. Zum einen geht eine solche Subvention mit sehr viel Bürokratie einher, gerade auf der Ebene der Privathaushalte, zum anderen wird das nächste große Problem die Kontrolle der Begünstigten sein. 

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Fördergelder für naturnahe Gärten

12.10.2018 14:49 Perhessi Unterstützt den Vorschlag

Ich finde auch das man gerade in Wohngebieten die Anlage und das Pflegen naturnaher Gärten belohnen bzw. fördern sollte. Wir wohnen in NRW ziemlich nahe an einer Großstadt und haben dennoch einen Naturgarten in dem wir jedes Jahr viel Geld investieren. Es ist auch wichtig die richtigen Pflanzen zu pflanzen die heimisch sind und für Insekten Nahrung, Schutz und für die Larven richtig sind. Vielleicht würden da ein Grünflächenamt helfen das geschultes Peronal hat und die Bürger beraten kann. Ich würde auch Dachflächenbegrünung fördern, es gibt zuviele Dachflächen die unbegrünt sind, das wäre auch für das Stadtklima sicher gut. Auch das Anlegen von Biotopen könnte man fördern.Zu uns kommen viele Wildtiere (Fledermäuse,Graureiher,Silberreiher, Molche, Frösche, Kröten und viele Libellen) und das in sehr kurzer Zeit. Auch im Kleinen kann man etwas bewirken und es wäre schön wenn mehr Menschen das tun würden, denn das Potenzial der Gärten ist groß!

 

 

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ist neutral

14.10.2018 21:44 smilla ist neutral

Auch in der Agrarlandschaft gibt es private Naturgärten. Diese sollte man nicht vergessen...

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Tip

16.10.2018 00:23 Wonsak Ist eine Ergänzung

Ich möchte hier ergänzen, das man auch Anreize den Grossen Gärtnereien und Baumärkten gibt,mehr heimische Pflanzen anzubieten und damit Werbung machen. Aus Unwissenheit werden in Gärten Pflanzen gepflanzt die für unsere Artenvielfalt nicht geeignet sind.

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Finanzielle Förderung, Anleitung und Anerkennung

28.10.2018 19:57 PIT Unterstützt den Vorschlag

Ich schließe mich Perhessi an!

Es müßte in den Orten und auch Kleingärtenanlagen ein Programm aufgelegt werden und unterstützt ( mit Geld und Fachleuten ) werden, was allumfassend ist ( kein kleines Strohfeuer ) und längerfristig wirkt.

Hier müßten allgemeine Natur- Insektenschutzmaßnahmen einfließen und gezielt regionale/ örtliche Belange/ Schwerpunkte.

Eine Finanzierug, Anleitung, Kontrolle, Abrechnung, Auswertung und Veröffentlichung wäre erforderlich.

Auch Kritik, Verstöße, Bestrafungen, Gesetzesverletzungen sollten konkret und öffentlich angesprochen werden, nur das hilft!

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Man macht es sich hier zu einfach

14.10.2018 12:22 Yorela Ist eine Ergänzung

Es reicht nicht, ein paar Blühpflanzen auszusäen und irgendwo eine Insekten-Nisthilfe aufzuhängen.

1. Kommunen müssen geschulte Mitarbeiter haben, die sich mit heimischen Pflanzen auskennen und die Bekämpfung von sog. invasiven Neophyten vorantreiben.

2. Mit Rindenmulch "gesellschaftsfähig gemachte" Blühflächen an Verkehrsinseln oder Kreiseln müssen dringend durch Magerwiesen ersetzt werden, deren Untergrund aus Sand und Kies für viele Insekten überlebenswichtig sind.

3. Andere Länder sind uns beim Thema Laubsauger und -bläserein weit vorraus. Gerade jetzt im Herbst sterben Millionen Insekten durch den unkontrollierten Gebrauch dieser Geräte. Ein Verbot für Privathaushalte ist überfällig und die schnelle Ausarbeitung von Alternativen den öffentlichen Raum dringend notwendig.

...

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Fortsetzung

14.10.2018 12:26 Yorela Ist eine Ergänzung

4. Was nutzt der beste Insektenschutz, wenn in jedem Baumarkt hochgiftige Substanzen verkauft werden, die in Millionen Privatgärten zum Einsatz kommen. Gesetzlich vorgeschriebene Warn- und Gebrauchshinweise sind nur bequem, bewirken aber nichts. Das Gleiche bei Flohschutzmitteln für Haustiere. Lauter polititscher Protest rund um Fipronil ist wenig glaubhaft, wenn Millionen von Hunden und Katzen mit diesem Gift im Fell herumlaufen und es verbreiten.

5. Öffentlichkeitsarbeit: Auf diese Dialog-Seite gelangen viele nur durch "Hören-Sagen", was sind invasive Pflanzen? Fernsehsendungen nachts nach 23 Uhr in Regionalprogrammen ändern das nicht. Flyer, Beispielpflanzungen mit Kurzerklärungen in hochfrequentierten öffentlichen Räumen, Verändern des Schönheitsideals von Gärten, Bewerbung von kleinen, wirkungsvollen Veränderungen, die das ästetische Empfinden eines Gartenbesitzers nicht sofort ins Chaos stürzen... es erfordert mehr Einsatz um Erfolg zu haben.

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Sonstiges

14.10.2018 20:23 FrankonianSummer Sonstiges

Stimmt absolut. Solange im Baumarkt RoundUp&Co verkauft werden läuft was schief.
Daß Landwirte Chemie benutzen um Ertrag zu erzielen, ist noch nachvollziehbar. Warum aber in privaten Gärten überdosierte Insektizide und Herbizide zum Einsatz kommen müssen ist unverständlich, denn die wenigsten Besitzer von Privatgärten müssen davon ihren Lebensunterhalt bestreiten. Also raus damit aus den Regalen.

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private Naturgärten in der Agrarlandschaft nicht vergessen

14.10.2018 21:58 smilla Ist eine Ergänzung

Unterstützung der Kommunen bei einer naturnahen Grünflächenpflege sowie der Verwendung heimischer, insektenfreundlicher Pflanzen und Gehölze ist sehr lobenswert, jedoch sollten die privaten Naturgärten in der Agrarlandschaft nicht vergessen werden. Diese tragen, meines Erachtens, sogar mehr zum Insektenschutz bei, als die Gärten in den Kommunen. Meiner Beobachtung nach sind viele der Gärten in der Agrarlandschaft äußerst Artenarm und es wäre darum wünschenswert diesen Gartenbesitzern ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten.

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Wildpflanzen in Großgärtnereien / Baumärkten

01.11.2018 23:53 Bknature Ist eine Ergänzung

ich möchte ergänzen, dass es hier sehr hilfreich wäre, wenn die grossen Gärtnereien / Baumärkte etc ein umfangreiches Angebot an heimischen Wildpflanzen anbieten würden.

So hätte man automatisch deutlich mehr Wildpflanzen in allen Gärten.

Es ist doch für den Normalverbraucher äusserst kompliziert an Wildpflanzen heranzukommen. Und nötigt ihm sehr viel Enthusiasmus ab. Er möchte sie beim wöchentlichen Einkauf einfach sehen und mitnehmen.

Wenn wir es schaffen würden diese Großanbieter von Pflanzen zu verpflichten z.B. min. 70 % der angebotenen Pflanzenware in heimischer Wildpflanzenqualität anzubieten - dann würden wir hier sehr schnell und effizient diese Pflanzen in die Gärten bekommen.

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Sonstiges

Jawoll...

04.11.2018 22:28 RuralPaul Sonstiges

Ganz genau!!!

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wichtiger Ansatz

15.10.2018 08:54 Peter Unterstützt den Vorschlag

Wir fokussieren uns immer auf die Landwirtschaft und Pestizide (weil das ja auch zu über 95% nicht uns selber betrifft), aber wir vernachlässigen die Bedeutung der Habitatverluste durch unser 'Wachstumsstreben' (mehr, größer, bequemer). Wir verbrauchen immer mehr Flächen, wir haben immer mehr und größere Autos und damit mehr und größere Straßen und werden immer mehr zu Konsumenten anstatt Produzenten. Früher hatte viele ihre eigenen kleinen Gärten, aus denen sie einen signifikanten Teil ihrer Ernährung bezogen. Heute gibt es wieder einen leichten Trend zurück in diese Richtung, und das ist gut, aber oft mehr als Feigenblatt als der Ernährung dienend.

Wenn ich von den Hängen meiner Heimatgemeinde ins Tal schaue, muss ich erhebliche Unterschiede in der Landschaft zu der vor nur 25 Jahren erkennen. Wo früher die Leute ihre Gärten hatten oder wo kleine Obstbaumplantagen standen sind heute riesige Flächen für Logistikunternehmen verbaut, gibt es neue Gewerbe- und Wohngebiete und neue Straßen

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Sonstiges

Leider wahr!

18.10.2018 08:34 Perhessi Sonstiges

Ich stimme diesem Kommentar voll zu!Leider ist es auch bei uns in NRW so das dort wo alte Wohngebiete, dort wohne ich auch, sind nach und nach alle großen alten Bäume weggemacht werden, denn sie machen ja Dreck . Die Weißdornhecken die noch vor 8 Jahren um jedes Haus in unserem Wohnviertel waren, mussten Doppelstabmattenzäunen weichen. Ich finde das so schade, denn Insekten und Vögel liebe diese alten Hecken.Ja, es ist viel Arbeit mit Hecke und Co. aber vielleicht könnte man für ältere oder kranke Menschen preiswerte Hilfe vom Grünflächenamt anbieten, viele hätten ihre Hecken vielleicht noch wenn die Landschaftsgärtner nicht so teuer wären und man eine Alternative hätte.

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Bloß nicht kompliziert sonder einfach loslegen

15.10.2018 13:43 Manuel Unterstützt den Vorschlag

Der Anfang ist schwer und schnell muss es gehen. Als Gemeinde hat mein Arbeitgeber bei der Aktion https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/V/Presse/PI/2018/0218/180222_SH_Blueht_auf.html

mitgemacht. Alles getragen vom Land: ein Biologe der die Flächen bewertet, Saatgut und Bodenvorbereitung werden bezahlt. Und das ganze nur über eine einfache Meldung. Jetzt muss meine Gemeinde nur die Pflege übernehmen. Und dazu gabe es dann gleich die Anleitung.

Zack bum und los. Ressourcen bereit stellen und loslegen. Dann im zweiten Schritt Bildung nachziehen. Beispiel: Projekt Leergärten zu Lehrgärten in Lübeck.

Bitte nicht wieder ein kompliziertes Förderprogramm wie es schon viele gibt.

 

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Ausgleichsflächen sollten Ausgleichsflächen bleiben!

15.10.2018 19:26 uteasti Ist eine Ergänzung

Aktuell geht es mir so. Ausgleichsflächen sollten Ausgleichsflächen bleiben und nicht schon wieder dem nächsten Bauvorhaben weichen.Da entsteht hier eine neue Fläche, woanders wird sie wieder weggenommen.Ausgleichsflächen einmal angelegt, sollten dauerhaft Raum für unsere Natur bleiben! Da sieht dann keiner mehr durch und keiner kann das alles prüfen.Deshalb einmal angelegt, dann auch für immer!

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Ausgleichsflächen

04.11.2018 22:51 lasstwasbluehen Ist eine Ergänzung

Das sehe ich genau so!!! Gerade länger bestehende Flächen mit älterem Pflanzenbestand (ggf. Totholz etc.) sind hilfreich. Man kann doch nicht ständig solche Flächen austauschen und bei Null anfangen. Was einmal als Ausgleichsfläche angelegt wurde, sollte unter allen Umständen erhalten bleiben.

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Konkrete Aus- und Bewusstseinsbildung sowie Handlungspläne für die Kommunen

16.10.2018 11:52 wm.bienenwolf Ist eine Ergänzung

Die öffentlichen Grünflächen bilden ein gewaltiges Flächenpotenzial zur insektengerechten Ausgestaltung. Dass sich einige Kommunen dessen bereits verantwortungsbewusst angenommen haben dürfte eher nicht die Regel sein. In meinem Umfeld beobachte ich Aufräum- und Beschneidungsbegeisterung der Bauhöfe unter weitgehender Ignoranz der Verantwortung gegenüber der Natur, während zeitgleich die Kommunalpolitik Lippenbekenntnisse zu bienenfreundlicher Ausrichtung abgibt.

Die Kommunen sind an die Hand zu nehmen, indem Fachpolitker, Bauamtsleitungen und das Bauhofpersonal ausgebildet werden. Es müssen verbindliche Vorgaben bestehen, an denen sie sich zu orientieren haben. Und ebenso wichtig ist übergeordnete Erfolgskontrolle sowie die Wahrnehmbarkeit von Maßnahmen und Erfolg für die Öffentlichkeit.

Die in meiner Gegend bestehende Überalterung des Personals - und damit auch ihres Wissensstandes - lässt nur so zügige und effiziente Verbesserungen der Situation erhoffen. 

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Sonstiges

Naturnah gestaltete Flächen langfristig begleiten

01.11.2018 23:45 Bknature Sonstiges

ich kann mich meinem Vorredner nur anschliessen.

Der wichtigste Punkt scheint mir zum einen die langfristige Begleitung der Flächen durch echte - übergeordnete - Fachplaner zu sein.

Eine naturnah gestaltete Fläche lässt sich schnell auch "kaputtpflegen"

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16.10.2018 19:10 Jochen Wüst Unterstützt den Vorschlag

Die Unterstützung der Kommunen bei einer naturnahen Grünflächenpflege ist ein guter und wichtiger Punkt. Aus meiner ganz persönlichen Erfahrung aus Stuttgart kann ich leider nur berichten wie Grünflächen sofort kaputtgemäht werden sobald irgendwo etwas blüht. Es wird insgesamt viel zu oft gemäht und auch auf eine viel zu kurze verbleibende Länge. Der kranke Ordnungswahn vieler Zeitgenossen kennt keine Grenzen. So wird z.B. jeder noch so kleine Klee, Löwenzahn, Breitwegerich und Spitzwegerich der bei uns im Hinterhof aus einer Ritze wächst fein säuberlich mit dem Trimmer abgemetzelt. Bäume werden so ausgeschnitten, dass nicht mehr viel Baum übrig bleibt. Hecken und Gebüsche in Parkanlagen und im Hinterhof werden ausgerechnet zu Beginn der Brutzeit vieler Vogelarten die in diesem Dickicht ihre Nester bauen auf den Stock gesetzt - und zwar nicht abschnittsweise um wenigstens etwas Rückzugsraum für die Tiere zu belassen sondern alles auf einmal.

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Es sollte uns ein Anliegen sein die grünste Gemeinde oder Stadt zu sein.

17.10.2018 23:05 smilla Unterstützung + Ergänzung

Ich frage mich: Wie schaffen es Städte wie Hamburg oder Siegen die grünsten Städte Deutschlands zu sein. Das geht, meines Erachtens, nur über eine entsprechende gesetzliche Regelung und Kontrolle zur Einhaltung dieser Gesetze. Zuwiderhandlungen sollten entsprechend geahndet werden.

Von einer hamburger  Bekannten weiss ich, daß das Fällen eines Baumes dort Genehmigundspflichtig ist und das eine Genehmigung nicht so ohne weiteres zu bekommen ist. Schaut man sich bei uns, hier in Schleswig-Holstein, mal in den Städten und auf dem Land um, dann kann man alle Nase lang gefällte Bäume sehen. Und diese erreichen locker einen Umfang von 80cm. Bei einer Freundin hat man zum Beispiel gerade auf dem Nachbarsgrundstück drei alte Apfelbäume gefällt, ohne jeglichen ersichtlichen Grund.

Das muss aufhören!!! Es sollte uns ein Anliegen sein, die grünste Gemeinde oder Stadt zu sein, dann gehts auch unseren Vögeln und Insekten wieder besser...

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Neben Baumschutz auch Gehölzschutz

18.10.2018 11:11 Juku Unterstützt den Vorschlag

Wie schon im Ausgangspunkt beschrieben und mehrfach gerade beim Thema Vorgartenversiegelung erwähnt, sollten neben Bäumen auch Hecken besonderes Augenmerk verdienen - allzu oft fallen gerade diese wichtigen Lebensräume einer Vorgartenversiegelung oder einem Zaun (oder noch schlimmer - einer modernen Steingabione...) zum Opfer.

Insektenfeindliche "Hecken" wie Thuja oder nicht-heimische Sträucher wie Forsythie, Flieder oder Jasmin werden oft aus Unwissenheit gepflanzt; vielleicht könnten hier entsprechende Auflagen auch dafür sorgen, dass sie und andere exotische Pflanzen erst gar nicht so breitfächrig im Handel angeboten werden.

Ich verstehe auch nicht, warum im Pflanzen- und Baumarkt torffreie Erde immer noch ein Nischenprodukt ist, warum es ok ist, Insektenfallen anzubieten, oder Rasendünger mit eingebautem "Unkraut"vernichter. Es sollte viel einfacher sein, einen naturnahen Garten aufzubauen.

Städte und Gemeinden sollten bei dieser Umsetzung mit gutem Beispiel vorangehen.

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18.10.2018 15:24 georgpape Unterstützt den Vorschlag

In den Vorgärten und in öffentlichen Gärten haben Pflanzengifte nichts zu suchen. Drastische Bußgelder einführen!

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Grundsätzlich sind Pflanzenschutzmittel in öffentlichen Flächen verboten

28.10.2018 12:20 chkreipe Ist eine Ergänzung

Nach dem Pflanzenschutzgesetz ist die verwendung von Pflanzensschutzmitteln im öffentlichen Bereich grundsätzlich verboten. Jedr der für andere oder berufsmäßig Pflanzensschutzmittel anwendet muss einen Sachkundnachweis haben. Im Hausgarten sind nur Kleingartenmittel zu gelassen. Auf Pflasterflächen mit Kuli ist jedes Pflaanzenschutzmmittel verboten. Es fehlt aber am Personal beim Bund und Länder, um den Vollzug umzusetzen. Leider gibt es immer wieder "Freiheitsliebende" die sich über die geltende Gesetze hinwegsetzen und mmit allerhand Giftigen  agieren. dabei werden aauch sogefähliche Stoffe wie technische Essigsäure eingesetzt. Ander streuen Streusalz ins gerinne und zerstören den Kalmörten auf den die Rinnensteine sitzen. Viele Gemeinden schauen weg- Der Bürger zahlt es.

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Keine Fallenwirkung

31.10.2018 09:38 BJAT Unterstützung + Ergänzung

DIe Flächen müssen so angelegt und gestaltet werden, dass eine Fallenwirkung ausgeschlossen ist.

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Wie war es früher, als es noch viele Insekten gab?

31.10.2018 17:15 Wittneben Ist eine Ergänzung

Besonders in den Dörfern gab es viele Menschen mit Nutztieren und dementsprechend auch Misthaufen. Diese wurden und werden noch heute von vielen Insekten genutzt. Leider werden heute Hundehaufen mit Plastiktüten entsorgt und Misthaufen sollen mit einer Plane abgedeckt werden. Das hilft den Insekten nicht weiter.

Mein Vorschlag hilft den Insekten und der Landwirtschaft:

Die Landwirte haben die Aufgabe, z.B. alle 200 Meter einen kleinen Misthaufen für die Insekten zur Verfügung zu stellen.

Die steigende Lichtverschmutzung durch die Gesellschaft tötet Insekten oder verhindert deren Fortpflanzung. Die permanente Bebauung von landwirtschaftlicher Fläche vernichtet Natur. Autobahnen auf 4 Spuren und Ortsumgehungen zurückbauen und die freie Fläche mit Blühstreifen, Hecken usw. für die Natur nutzbar machen hilft 100% den Insekten.

Leider wird es diese Einschränkungen der wohlhabenden Gesellschaft nicht geben, aber stattdessen Restriktionen für die Landwirtschaft ohne entsprechenden Ausgleich!

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Weiterer Ansatz

04.11.2018 18:37 WernerTischner Ist eine Ergänzung

Warum sollten Landwirte alle 200 m einen Misthaufen machen? Da würden sie mit den Regelungen der EU-Agrarförderung und mit dem Wasserschutz in Konflikt kommen! Hier zeigt sich, wie umfangreich das Thema ist. Ausserdem: wäre es nicht im Sinne des bürgerschaftlichen Engagements sinnvoll, dass diese Tätigkeit von jedem ausgeführt wird oder sogar von öffentlichen Bediensteten? Insektenschutz geht alle an sollte nicht nur eine hohle Phrase sein.

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Schottergärten VERBIETEN

01.11.2018 00:31 Das_Landei Unterstützung + Ergänzung

Es ist in jedem Neubaugebiet das gleiche Bild. Schotterwüsten wohin das Auge blickt. Auch hier muss offensichtlich der Gesetzgeber Einhalt gebieten,  da der Bürger sein Tun offensichtlich nicht einschätzen kann.

Kommunen müssen hier eine Vorreiterrolle übernehmen, Straßengrüngestaltung müsste auch insektenfreundlich sein. Schotterbeete sind auch hier nicht zu akzeptieren.

Gemeindewege und Gemeindeverbindungswege müssen automatisch zu naturnahen Bereichen entwickelt werden.

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Steingarten statt Hummeln

01.11.2018 19:27 Cripo Unterstützung + Ergänzung

Wenn ich mir anschaue, wie viele Vorgärten, auch in Kleinstädten inzwischen als Steingärten mit minimaler bis keiner Bepflanzung angelegt werden, wundere ich mich nicht, dass die Insekten so auch die Hummeln, keine Blüten und kein totes/altes Gehölz mehr finden. Statt Steinwüsten Bäume, Blumen Vogelhecken würde auch den Hummeln zugute kommen und es sähe auch noch schöner aus! Ein Verbot dieser Steingärten wäre in meinen Augen ein wichtiger Schrittt!

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Expertenrat statt Geld

01.11.2018 23:26 LUPO1118 Ist eine Ergänzung

Expertenrat der den Bürgern kostenlos zur Verfügung steht ist besser als Fördergelder. Solche Projekte sollten über 2-3 Jahre wachsen, die Flächen langsam umgebaut werden. Auch die Fläche wie sie jetzt ist, ist ja ein Lebensraum für viele Arten von Tieren. Durch den langsamen, sukkzessiven Umbau gibt man diesen Arten Zeit, sich ein anderes Quartier zu suchen. Eigeninitiative (auch eigenes Geld) macht die Fläche dann um so wertvoller. Wo nötig, sollte die Gemeinde dann aber auch gegebenenfalls mit Maschinen oder auch Material und Fachpersonal mitarbeiten. Danke.

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Ohne Verpflichtung passiert nicht viel

02.11.2018 16:07 Belo Unterstützt den Vorschlag

Unterstützen reicht nicht aus. Es sind verbindliche / verpflichtende Vorgaben nötig. Das Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutz ist in den ländlichen Regionen Baden-Württembergs, trotz grün geführter Landesregierung oder gerade deswegen kau entwickelt. Freiwillig würde das noch Jahrzehnte dauern.

Hinzu kommt: Siedlungsflächen sind im Gegensatz zu landwirtschaftlichen Flächen Grundtücke, die nicht in einer wirtschfatlichen (Land)nutzung stehen. D.h. von der Bewirtschfatung hängt keine Existenz einer Familie ab. Daraus leitet sich die Verpflichtung ab, naturverträgliche Nutzungsformen anzuwenden. Eigentum verpflichtet !!!! Kiesgärten, Thujahecken und gedüngte und bewässerte Rasenflächen gehören nicht dazu. Deren Besitzer sind entfremdete Kreaturen, ihre Herzen wohl kalt und einsam. Ihnen würde es helfen, wenn sie gezwungen werden, sich mit der Natur auseinanderzusetzen. Das wirkt heilend.

 

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Fall-Laub ist kein Müll

03.11.2018 18:26 Helene Ist eine Ergänzung

Die "Saubermacher" der Kommunen sollten geschult werden, damit sie nicht Kahlschlag hinterlassen nach einem Einsatz. Aber auch die Kommunen und/oder Wohnungsbaugesellschaften o.ä. bedürfen in dieser Hinsicht oft einer Schulung. Jedenfalls erlebe ich es in Berlin und auf Rügen, dass im Herbst großräumig "Reinegemacht" wird.

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Kleiner Anfang große Wirkung

03.11.2018 21:35 totalgym Ist eine Ergänzung

Warum können wir der Natur an vielen Stellen nicht einfach mal freien Lauf lassen? Es braucht nicht immer gemäht und beschnitten werden was sich mühselig seinen Weg wächst. Das Wort Unkraut sollte aus allen Köpfen verbannt werden und da müssen wir bei unseren Kindern anfangen. Also viele Projekte für Kitas und Schulen anstossen und jeder sollte vor seiner Haustür beginnen. Da braucht es weniger Zuschüsse und die Behörden wie Ordnungsamt sollten geschult werden, damit sie liebevoll bepflanzte Baumscheiben u.ä. nicht sofort wieder dem Erdboden gleich machen. Warum brauchen Politiker immer mehrere Jahre um solche einfachen Dinge zu beschließen?

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Grünflächen in Industriegebieten

04.11.2018 12:38 Rumpelstilzchen Unterstützung + Ergänzung

Die naturnahe Anlage privater Gärten ist vielerorts leider nicht mehr anzutreffen. Insofern ist eine kommunale Beratung und Unterstützung hier dringend erforderlich.

Ergänzend ist nun auch der Blick auf die jeweiligen Industriegebiete zu empfehlen:
Soweit dort nicht so wie so alle Flächen gepflaster sind, werden die Gebäude von monokulturellen Rasenflächen umgeben, die durch das beauftragte Landschaftspflegeunternehmen regelmäßig gedüngt und gemäht werden.

Durch gezielte Information und Beratung der Besitzer zur naturnahen Anlage ihrer Dach-, Fassaden- und Grünflächen, können nennenswerte Bereiche wieder einer insektenfreundlichen Gestaltung zugeführt werden.

Diese wären für die teilnehmenden Unternehmen dann auch ein kostenlose Werbung.

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Grünflächen in Industriegebieten

04.11.2018 22:58 lasstwasbluehen Ist eine Ergänzung

Dem kann ich mich anschließen. Die Firmen werden zwar dazu verpflichtet, Bäume zu pflanzen, aber ein steriler Rasen mit ein paar Bäumen ist kein Naturersatz. Hier sollte differenzierter gehandelt werden. Neben Bäumen wären Hecken aus heimischen Pflanzen vielleicht hilfreicher. Hundsrosen, Schlehen etc, deren Blüten und Beeren sowohl Insekten als auch Vögeln helfen könnten. Ich freue mich jedesmal beim Anblick älterer Industrieanlagen, wo es auf dem Grundstück noch Unordnung und Wildwuchs in Form von zahlreichen (magerliebenden) Unkräutern gibt. DAS sind wirklich naturnahe Areale mit offenen Sandflächen für Spatzen und bodennistenden Wildbienen!

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Alle zuständigen Ämter in Städten oder Kommunen sollten dabei an einem Strang ziehen!

04.11.2018 23:05 lasstwasbluehen Unterstützung + Ergänzung

In Hannover wird durch den Bund und die Stadt (Fachbereich Umwelt und Stadtgrün), die Fassaden-, die Dachbegrünung sowie die Entsiegelung gefördert. Das finde ich absolut löblich. Bei der Stadtplanung hingegen finden sich solche Maßnahmen nicht wieder. Die Innenstädte werden ohne Ende zugepflastert. Bei Neubauten sucht man Begrünung vergebens. Schlimmstenfalls sieht man hinterher wieder sterile Rasenflächen mit Kirschlorbeerhecken. Wünschenswert bei der Förderung wäre hier, daß man konsequent bleibt und sich diese Maßnahmen durch alle Bereiche ziehen. Nicht an einem Ende begrünen und entsiegeln, wo woanders schon wieder durch Bebauung verdichtet und versiegelt wird! Das ist für mich widersprüchlich und kontraproduktiv!

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ist neutral

Mulchen im November? Und das von der öffentlichen Hand...

05.11.2018 18:33 BauerWilli ist neutral

Heute, am 5. November, hat die Gemeinde in einem Naherholungsgebiet direkt vor meiner Haustür großflächig gemulcht. Hätten sie gemäht (wozu eigentlich) wäre es insektenschonender gewesen. Auch entlang von Bundesstraßen sieht man die Mulcher fahren. Aber die Bauern sollen es richten. Na prima!

Bauer Willi

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Sonstiges

Spuren der Verwüstung

07.11.2018 18:41 FlotteBiene Sonstiges

Auch bei uns vor einigen Wochen: die Hummelvölker gerade in Königinnenproduktion, auf der biotopnahen Fläche summt und brummt es noch. Da kommt der Riesenmulcher, fährt so tiefe Spuren in die Wiese, dass darunter das Erdreich derart verdichtet wird, dass im Boden lebende Wildbienen wohl kaum eine Chance hatten. Ein Armutszeugnis - selbst das lokale Umweltamt war entsetzt. Gemulcht wurde übrigens aus Zeit- und Geldmangel, wurde mir gesagt.

 

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Zeit der 'Freiwilligkeit' ist abgelaufen

05.11.2018 21:29 Bknature Unterstützung + Ergänzung

Eine "Förderung" und "Unterstützung" der Kommunen bei der Umsetzung der häufig "sterilen" Grünflächen in naturnahe Grünflächen ist zwar löblich, meiner Einschätzung nach, aber nicht wirklich effizient. Mein Eindruck ist, dass die Zeit der "freiwilligen" Umsetzung solcher Maßnahmen bereits abgelaufen ist. Das Insektensterben ist schon zu weit fortgeschritten, als dass hier "freiwillige" Maßnahmen noch ausreichen.

Ich würde hier eine Verpflichtung - notfalls per Gesetzt - für wesentlich effizienter erachten.

Kommunen sollten verpflichtet werden jährlich z.B. 20 % Ihrer Grünflächen in naturnahe Bereiche umzuwandeln.

Parallel muss - wie hier einige Vorredner bereits richtig angemerkt haben - 

1. Die Öffentliche Aufklärung erfolgen

2. die Mitarbeiter der Kommunen und Bauhöfe durch Fachplaner für Naturnahe Grünflächen geschult werden

3. dürfen ab sofort nur noch zu z.B. 80 % einheimische Wildfplanzen verbaut werden (Exoten und invasive Arten gehören nicht verbaut)

 

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Fortsetzung

05.11.2018 21:37 Bknature Ist eine Ergänzung

4. muss eine langfristige Kontrolle / Begleitung der umgewandelten Flächen erfolgen

5. Entsiegelung von Flächen und Begrünung von Fassaden / Dächern

6. Baumärkte / Gärtnereien sollen verpflichtet werden werden min. 70 % der Pflanzen und Samenwaren in heimischer Wildpflanzenqualität anzubieten. Exoten und invasive Arten gehören komplett aus dem Sortiment genommen.

Wenn diese Maßnahmen umgesetzt würden, bin ich mir sicher hätten wir in sehr kurzer Zeit wirklich sehr viele Flächen naturnah umgestaltet.

Auch Privatiers würden so zu heimischen Wildpflanzen in Ihren Gärten kommen ;) 

Ich bin sicher, wenn die ersten Flächen so zum Blühen kommen, wird es sehr viele Nachahmer geben.

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Sollte die umweltschädliche Industrie nicht auch verboten werden?

07.11.2018 01:42 Wittneben Ist eine Frage

Was macht die Automobilbranche für die Umwelt? Die Produktion eines Autos benötigt ca. 30.000 KWh Energie, rund 400.000 Liter Wasser und viele weitere Rohstoffe (z.B. seltene Erden in Batterien). Danach benötigt das Auto Energie zum Fahren (auch die Elektrowagen). Es werden Straßen und Parkplätze benötigt (meistens sind das versiegelte Flächen). Außerdem werden durch Unfälle Menschen getötet oder verletzt. Durch Reifenabrieb und die Bremsbeläge wird Feinstaub erzeugt. Diese ganzen Nachteile (meistens Umweltbelastungen) scheinen von der Gesellschaft akzeptiert zu werden, damit man mobil ist. Ansonsten müßte diese Industrie zuerst verboten werden.

Meiner Meinung nach ist die Umweltbelastung durch die Landwirtschaft deutlich geringer als durch die Industrie. Aber das ist nur ein (mein) Gefühl.

Für mich ist die entscheidende Frage: Aus welchem Grund wird die deutsche Landwirtschaft anders behandelt als die Industrie?

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In den Städten werden viel zu oft ausländische Ziergehölze gepflanzt, die den einheimischen Insekten kaum, etwas nutzen.

05.11.2018 22:08 Uwe Unterstützung + Ergänzung

Das gilt besonders auch im Rahmen der Forschung die in Richtung hitze- und klimawandeltoleranter Arten für das Innere der Städte betrieben wird. "Ausländisch" muß nicht unbedingt schlecht sein, aber bisher hat man offenbar überhaupt nicht an die Folgen für die einheimischen Insekten gedacht. Man hat sogar Gehölze extra deswegen ausgewählt, weil auf ihnen in der Stadt KEINE Insekten leben können (schon historisches Beispiel: Platanen). Wie wäre es, Insekten wieder in die Städte einzuladen? Zumindest dort, wie sie nicht gleich von Autos überfahren werden...

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Zierpflanzen

05.11.2018 22:30 Edelmann Ist eine Ergänzung

Ein guter Anfang wäre eine Kennzeichnung alles Zierpflanzen, ob diese Insekten als Nahrung dienen können. Zierpflanzen werden gekennzeichnet nach Standortansprüchen, diese könnte leicht ergänzt werden, ob sie einen Standort bereichern.

Insbesondere Friedhöfe und Balkone könnten so zu Mini-Biotope werden.

 

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Sonstiges

Neophyten-Problematik wird überbewertet!

07.11.2018 15:08 Hymenoptera Sonstiges

Gerade Wildbienen sind oft weniger wählerisch als man denkt - auch die Mazedonische Witwenblume oder die Amerikanische Glockenblume wird rege beflogen und man muss sich manchmal auch fragen, ob Neophyten auch vor dem Hintergrund des Klimawandels nicht wertvolle Trachtlückenschließer sein können.

Es ist schwer, das pauschal zu bewerten...

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Sensibilitäten erhöhen

06.11.2018 10:25 JuergenKraft Unterstützung + Ergänzung

Meine Erfahrung aus den vergangenen Jahren im Komplex Bienen/Hummeln/Wespen/Insekten generell ist der, dass viele Eltern in Panik verfallen, wenn sich ihrem Kind eine Biene oder sonstiges Insekt nähert. "Ich muss meine Kinder vor diesenTieren schützen"- Zitat eines Handwerkervaters der bei uns die PV Anlage montiert hat.

Grundsätzlich finde ich den Punkt Insektenschutz in Siedlungen wie viele andere Vorschläge auch sehr wichtig, allerdings sollte er um den TOP "Schulung und Aufklärung von Eltern" in Kindergärten sowie Grund- und Hauptschulen ergänzt werden.

Aktuell habe ich ein Beispiel, in welchem eine Kreisbehörde die Tötung wildlebender Honigbienen angeordnet hat. Dies deshalb, weil sich Mieter der daneben neu erbauten Wohnanlage an dem seit fünfzehn Jahren exisierenden Bien gestört haben.  Dies wurde vom Bienensachverständigen des Landratsamtes so angeordnet.

Hier sehe ich auch in den Behörden dringenden Handlungsbedarf gegen Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit.

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Wenn jeder Rasenmäherbesitzer..

06.11.2018 23:25 Zuppeline Unterstützt den Vorschlag

...einfach einen Streifen seiner gepflegten Wiese sich selbst überlassen würde, dann wäre schon viel geholfen. Auch hier eine Frage der Information und Aufklärung. Vielleicht eine Idee für einen Wettbewerb: Wer hat den schönsten Wildwuchs?! 

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Stein und Geröll als Vorgärten

07.11.2018 07:56 pratchett Ist eine Ergänzung

In Baugebieten ist oft jedes Detail bezüglich des Aussehens des Hauses geregelt. Daß aber immer mehr die Mode um sich greift Gärten in Stein und Gerölllandschaften zu verwandeln wird außer acht gelassen. Ich denke ähnlich wie es vielerorts eine Versiegelungsbebühr für Flächen gibt so sollte es analog so Etwas auch für Flächen geben die der Natur als Lebensraum entzogen werden.

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Das sollte auch für Rasen gelten!

07.11.2018 15:30 Hymenoptera Ist eine Ergänzung

Gerade in Neubaugebieten sähen die Bauherren/Bauträger automatisch erstmal Rasen um das Objekt und geben damit bereits eine falsche Richtung vor. Warum wird in Baugenehmigungen nicht auch im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgegeben, dass ein gewisser Anteil der Fläche Biodiversitäts-fördernd angelegt werden muss? Oder grundsätzlich erstmal Blumenwiesensaatgut eingearbeitet wird damit die neuen Bewohner gar nicht erst auf die Idee kommen, einen Rasenmäher anzuschaffen? Wer den nämlich erstmal hat, wird ihn weiter gebrauchen...

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Pestizidfreie Kommunen fördern

07.11.2018 11:54 PANGermany Unterstützung + Ergänzung

Der Verzicht auf den Einsatz  von chemisch-synthetischen Pestiziden im kommunalen Raum ist wichtiger Bestandteil des Insektenschutzes in Siedlungen. Daher sollte das Konzept Maßnahmen zur Förderungen von Kommunen auf dem Weg zur „Pestizidfreien Kommune“ einbeziehen. Dies schließt sowohl Pestizide als auch Biozide mit ein.

Die Minderung von Biozidverwendungen in kommunalen Einrichtungen ist sehr zu begrüßen. Es sollte Förderung von Vorsorge- und Alternativverfahren bei der Schädlingsbekämpfung, bei kommunalen Bauvorhaben bzgl. Material- und Holzschutz etc. im Rahmen des Masterplans initiiert werden.

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Regional heimische Wild-Blühwiesen statt Schotter-'Garten'

07.11.2018 14:24 Bieneli Ist eine Ergänzung

Wichtig sind Blühwiesen aus regionalem Saatgut, gewonnen aus den Wildformen der Pflanzen, die zur jeweiligen regionalen Klimazone passen. Leider sind aber die meisten angebotenen "Wildblumen-Saatmischungen" zum einen nicht heimisch, sondern enthalten exotische Pflanzen, die für unsere Insektenwelt wertlos sind.

Zum anderen enthalten sie meist nicht die wichtigen Wildformen, sondern gezüchtete Kulturformen der Pflanzen. 

Darauf muss bei Blühwiesen unbedingt geachtet werden!

Auch dürfen die so beliebt gewordenen Schottergärten, womöglich noch mit Folie darunter, nicht länger geduldet werden. Darauf muss auch in Bebauungsplänen geachtet werden. 

Diese Schotterflächen machen nur kurzfristig weniger Arbeit. Eine schöne heimische Blühwiese, die nur 2mal jährlich gemäht wird, ist ein großer Gewinn für die Artenvielfalt, schön anzuschauen und macht wenig Arbeit. 

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'Qualzüchtungen' aus den Baumärkten nehmen

07.11.2018 15:13 Hymenoptera Ist eine Ergänzung

Leider noch viel zu oft zu finden: Qualzüchtungen wie Knospenblüher oder gefüllte Blüten. Solche Pflanzenzüchtungen sollten aus Bau- und Gartenmärkten verschwinden da sie keinerlei ökologischen Nutzen bieten. Die gelbe Osterpest wie die Forsythie sollten die Ausnahme sein und nicht die Regel...

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Eigentümer von Bäumen entlasten

07.11.2018 15:25 Hymenoptera Ist eine Ergänzung

Gerade in Städten und Siedlungsräumen ist jeder Quadratmeter teuer und nach jedem Sturm verschwinden immer ein paar mehr alte Bäume als tatsächlich umgeknickt sind. Bäume werden gerade im Siedlungsraum als Last wahrgenommen, die Schmutz machen und zudem ein Haftungsrisiko darstellen. Die regelmäßig gebotene Begutachtung durch einen Sachverständigen ist jedoch im Ggs. zu Schornsteinfegergutachten nicht mal als "haushaltsnahe Dienstleistung" steuerlich absetzbar. Die Entsorgung von Laub kostet gerade in Grossstädten erhebliche Beträge auch wenn dies aus Sicher der Baumgesundheit geboten ist (z.B. Kastanien-Miniermotte).

Baumeigentümer (nicht-kommerzielle, also keine gewerblichen Waldbesitzer) sollten gerade im Siedlungsgebiet entlastet werden und Anreize/Unterstützung erhalten, ihre Bäume zu bewahren und nicht dem Druck von Nachbarn nachzugeben, den "dreckigen Lichtdieb" fällen zu lassen. Die Kosten eines Baumes sollten also vollumfänglich absetzbar sein.

 

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Allgemeine Information

Kommunale Satzungen sind oft ein Problem

07.11.2018 15:36 Hymenoptera Allgemeine Information

So fordert die Satzung meiner Kommune tatsächlich die regelmäßige Mahd durch die Anwohner im öffentlichen Raum und gibt dabei tatsächlich eine Bewuchshöhe von 5 cm vor!

Wer es also bunt wachsen lassen will, muss ggf. mit einem bösen Brief des Ordnungsamtes rechnen - solche kommunalen Regelungen gehören geändert!

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Weg mit dem Beton in den Gärten

07.11.2018 17:00 MichaelReininger Unterstützt den Vorschlag

Da kann jeder im eigenen Vorgarten anfangen: Weg mit dem Beton und den "Steingärten".
Hier bedarf es einer Bewußtseinsänderung bei den Bürgern. Es ist zu einfach, die Schuld immer den Landwirten zuzuschieben.

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Mähroboter - bequem und schädlich

07.11.2018 20:56 manfred Ist eine Ergänzung

Insektenschutz in Siedlungen: Das Thema geht natürlich auch die Besitzer von Hausgärten an. Vielen Gartenbesitzern ist bestimmt nicht bewusst, dass der Einsatz von Mährobotern zwar bequem, aber auch insektenfeindlich ist. Hier fehlt Information.

Verbote halte ich nicht für erstrebenswert, aber man könnte diskutieren, ob es nicht staatliche Lenkungsaufgabe wäre, hier gegen-zu-Steuern (im wörtlichen Sinne).

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