Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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2.4 Insektenschutz in der Planung: Der Bund wird Erfordernisse und Maßnahmen des Insektenschutzes in die überörtlichen und örtlichen Planungsinstrumente integrieren, um dadurch insbesondere den für Insekten wichtigen Biotopverbund, den Insektenschutz bei Bau und Betrieb von Verkehrs-und Energieinfrastruktur und die Landschaftsplanung auf kommunaler Ebene zu stärken

18.09.2018 12:27 BMU

Dazu gehört:

  • Erarbeitung von Empfehlungen zur Konkretisierung der Inhalte und Ziele der örtlichen Landschaftsplanung in Bezug auf Biotopverbund, spezielle Artengruppen wie Insekten und Einbezug der Innenstadtbereiche
  • Ausrichtung des Betriebsdienstes auf Nebenflächen der Infrastrukturen auf die Förderung der Insektenvielfalt, z.B. durch Vorgaben für den Straßenbetriebsdienst im Auftrag/in der Hand des Bundes und ökologisches Trassenmanagement bei länderübergreifenden Höchstspannungsleitungen
  • Vorgaben für die Bewirtschaftung/Unterhaltung von Bundesliegenschaften und Truppenübungsplätzen

Beschreibung: Planungsinstrumente und insbesondere die Landschaftsplanung sind sehr wichtig, um einer weiteren Fragmentierung von Lebensräumen, auch durch das enge Verkehrsnetz und Infrastrukturvorhaben, entgegenzuwirken und die Wiederherstellung von Insektenlebensräumen und die Verbesserung ihrer Qualität voranzubringen. Auch die Umsetzung des Biotopverbunds ist essentiell, um zusätzliche Lebensräume für Insekten zu schaffen. Bei den Nebenflächen von Infrastrukturvorhaben handelt es sich um große Flächendimensionen, deren Pflege eine hohe Bedeutung für den Insektenschutz zukommt.

 

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Erfassung wichtiger Insektengruppen bei der Planung

11.10.2018 09:12 hopper27 Ist eine Ergänzung

Insbesondere sollten bei UVPs immer auch Insekten erfasst werden. In den letzten Jahrzehnten ist der Fokus aufgrund der FFH-Richtlinie immer mehr zu Vögeln, Fledermäusen und ein paar FFH-Arten gerutscht.

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11.10.2018 16:32 Megachile Ist eine Ergänzung

Insbesondere wäre mehr als dringend erforderlich, alle heimischen Wildbienenarten in der Bundesratenschutzverordung als "streng geschützte Arten" einzuordnen. Bislang müssen Wildbienen (und auch andere Insekten bis auf wenige Ausnahmen) bei Baumaßnehmen nicht in der Planung berücksichtigt werden.

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Ökologisch sinnvolles Flächenmanagement

11.10.2018 21:05 derschuldige Unterstützt den Vorschlag

Insbesondere Grünstreifen an Autobahnen, Landstraßen, Radwegen usw. sind Flächen, die bereits miteinander vernetzt sind. Nun gilt es, diese möglichst ökologisch von den hierfür verantwortlichen Pflegediensten zu pflegen/erhalten/aufwerten zu lassen.

Essentiell sind: -Einmalige, höchstens zweimalige Mahd dieser Grünflächen

                         - in Intervallen mähen, um über das Jahr verteilt durchgehend Blühflächen für Insekten zu gewährleisten

                         - Entfernung des Mähguts, um Eutrophierung der Flächen vorzubeugen (größte                                                   Pflanzenartenvielfalt wächst auf mageren Böden)

                         - für den Winter Flächen ungemäht lassen, damit diese eine Überwinterung von Insekten                                     garantieren können

 

Zusammenfassend: Grünstreifen müssen so gemanagt werden, dass sie wirkungsvoll biotopvernetzend wirken können und der Lebenszyklus/Entwicklung von Insekten auf diesen Flächen möglich ist.

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14.10.2018 22:07 smilla Sonstiges

Die Pfegedienste müssen hierfür entsprechend geschult werden!!!

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110%ige Zustimmung!

19.10.2018 09:32 David Seifert Unterstützt den Vorschlag

Ich stimme den Vorschlägen uneingeschränkt zu! Vielen Dank für diesen Vorschlag! Es wäre eine Maßnahme, die mit 3 Mio. Hektar gesamtfläche (Fläche aller Straßen-Grünstreifen der BRD), ein enormes Potential entfalten kann und zudem vermutlich von der Bevölkerung begrüßt würde!

Das derzeitige vielfalche Mulchen ist aufwändig und absolut schädlich im Hinbick auf Natur- und Umweltschutz. Daher muss hier gehandelt werden, aus meiner Sicht!

Wenn man zudem die Klimaerwärmung mit berücksichtig, die dazu führt, dass es immer weniger regnet, vertrocknen kurz gemähte und mehrfach gemulchte Ränder eh, was auch super hässlich ist und diese Flächen binden kein CO2. Trockenrasen oder Magerrasenpflanzen würden auch bei monatelanger Trockenheit blühen, für Abkühlung sorgen UND CO2 binden.

Zudem finden Insekten Nahrung und Korridore zum Wandern! Ich drücke die Daumen, dass sich hier etwas tut!

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Wirkungsvoll und kostenneutral: Mäh-Wahn bundesweit beenden!

01.11.2018 17:29 Martina Ist eine Ergänzung

In Leverkusen versuchen Naturschützer schon seit Jahren, die Verwaltung dazu zu bewegen, weniger zu mähen - bisher vergebens! Dabei wäre es hier und überall in der BRD, in Europa, in der Welt so einfach: Das irre Mähen von Streifen und Flächen, bei dem ständig und unnötigerweise durch das Abraspeln der Vegetation sämtliche Wildblumen und -kräuter - die ja da sind!! - vernichtet werden, muss aufhören!!! Man braucht meist nichts extra und kostenintensiv anlegen, die Blumen wären ja da, wenn man sie ließe! Selbst Löwenzahn ist für Insekten enorm wichtig! Auch Verwaltung und Politik müssen UMDENKEN!

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Animal Aided Design verbindlich vorschreiben

13.10.2018 20:38 FAnneser Unterstützt den Vorschlag

Bei jeder Bebauung, die in den jetzigen Außenbereich eingreift, muss um genehmigungfähig zu sein, der Nachweis erbracht werden, dass Maßnahmen im Sinne des Animal-Aided-Designs umgesetzt werden: an den Fassaden, an den Dächern und den Grünanlagen.

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Gewerbegebiete insektenfreundlich gestalten

29.10.2018 20:42 flowerpower Ist eine Ergänzung

Großartiger Vorschlag, damit gleich bei den Gewerbegebiteten beginnen. Dach- und Fasadenbegründung, Verzicht auf Humusabdeckung bei den Grünanlagen, mehr Teiche und bei Bepflanzung heimische Gehölze - damit wäre schon viel gewonnen.

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18.10.2018 15:32 georgpape Sonstiges

Großartiger Vorschlag.

Die geplante Autobahn 20 zwischen Westerstede und Drochtersen muss das Pilotprojekt werden. Also: Planung neu durchführen:

 

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Aufspüren von geeigneten Flächen vor Ort

21.10.2018 20:47 Gerhard.K Ist eine Ergänzung

Die Kreisgruppe Altötting des Bundes Naturschutz hat am 18.10.2018 den Arbeitskreis blühende Lebensräume gegründet. Die Mitglieder wollten so genannte "Ehda-Flächen", also Grundstücke, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden können, aufspüren, um dort Blühprogramme umzusetzen. Zu diesen Flächen gehören Straßeneinschleifungenn, Bahndämme oder Dämme an Kanälen und Flüssen. 

Auch die Bürger sollten für das Thema sensibilisiert werden, z.B. durch Veröffentlichungen von themenbezogenen Artikeln in Gemeindeblättern.

Ein Gemeinderat gab den Tipp, den Humus von ausgehobenen Baugruben mit einem Samengemisch zu bestreuen. Er habe das in seiner Gemeinde bereits ausprobiert. Dadurch würde der wertvolle Humus nicht vom Wind weggeweht und für Insekten könnten dort Blühflächen entstehen.

Der Landschaftspflegeverband Altötting verfügt über ein Samenerntegerät, mit dem Samen von artenreichen Blühflächen gewonnen werden können. 

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Flächen der öffentlichen Hand nachhaltiger nutzen!

24.10.2018 12:50 PFehl Unterstützt den Vorschlag

Flächen der öffentlichen Hand sollten als Stillegungen oder Blühstreifen genutzt werden.

Insbesondere an Wegen und Straßen der öffentlichen Hand wird bis an den letzen Rand geackert und gepflügt, wodurch auch Lebensraum für Insekten verschwindet (Diese Flächen gehören eigentlich nicht den Landwirten). Aber auch ganze Flächen von z.B. Städten sollten nachhaltiger bewirtschaftet werden. 

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Mähen und künstliche Pflanzen

27.10.2018 15:38 moth Unterstützung + Ergänzung

mein Beitrag ist etwas übergreifend, ich bin Naturfotografin ,ich will meine Beobachtungen hier einfach mitteilen:

---> Mähen: diese Gesetzlichkeit des regelmäßigen Mähens  ist für meinen Beobachtungen sehr schlimm (von einem Fotofreund an der Atlantikküste weiß ich, daß dort, (um die Wildblumen zu erhalten) gar nicht mehr gemäht wird, auch an den Stadträndern..

Die Insekten brauchen den natürlichen Pollen und die Gelege sind meist auch an den Halmen der Wildblumen - die Mäherei vernichtet sowohl die Möglichkeit der Ernährung für ALLE Insekten, als auch die Gelege (Eier) an den Halmen..

---> Künstliche und genetisch veränderte Züchtungen:

Es ist denen meisten eher  wenig bekannt, daß Insekten NIEMALS auf künstlichen /genetisch verändeten Pflanzen Pollen suchen - die "stimmen" nicht, ohne Wildblumen würden  alle Insekten/Bienen austerben.. die Insekten fliegen die Pflanzen an und sind sofort wieder weg, Künstlichkeit ist NIE eine Alternative..

Gruß Monika

 

 

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Mahdverzicht = Zerstörung von Insektenlebensräumen

29.10.2018 16:37 JohannesMayer Ist eine Ergänzung

Den hier getroffenen Aussagen zum Mähen muss vehement widersprochen werden. Was würde denn passieren, wenn Grünland nicht mehr gemäht wird? Die Flächen fallen der Sukzession anheim und verbuschen innerhalb weniger Jahre. Durch ein Mahd-Verzicht können Wildblumen nicht wie dargestellt erhalten werden, vielmehr verschwinden sie innerhalb kürzester Zeit. Insektenlebensräume werden somit aktiv zerstört!

Eine der Wüchsigkeit und den lokalen Gegebenheiten angepasste Mahd mit Abräumen des Mähguts ist vielmehr eine uverzichtbare Maßnahme zum Erhalt von Insektenlebensräumen.

 

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Ergänzung

01.11.2018 19:50 moth Ist eine Ergänzung

ich möchte zu bedenken geben, daß unseres ausgefeilte "Mäh- und Verbuschungsdenke " nichts- aber auch gar nichts gerettet hat.. im Gegenteil, sie hat die feinen Zusammenspiele der Natur gestört und vernichtet die Natur hilft sich allein bestens ! in den ausgewiesenen Naturschutzgebieten (z.B.Nationalpark Harz --> Brocken - der über 40 Jahre sich selbst überlassen war .. ein unverhofftes Besipiel) "verbuscht" auch nichts.. die Natur braucht uns nicht.. der Bezug zur Erde und ihren Schöpfungen ist die ganzen Jahre auf reines Profitdenken ausgerichtet /gewesen.. wir brauchen dringend Flächen, die einfach nur in Ruhe gelassen werden.. der Mensch greift mit einer "Menschendenke" ein.. nicht mit einer Naturdenke.. die Wissenschaftler gehen von einem globalen Artensterben aus.. die sechste.. es ist nicht mehr nur 5 nach 12.. glaubt wirklich einer, wir kommen mit den gleichen bisherigen Nummern und mit Halbherzigkeiten weiter ?.. und es geht an den Menschen vorbei, wenn Tiere und Pflanzen immer mehr verschwinden ?

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Sonstiges

Pflege ist nötig!

03.11.2018 08:10 BMAYER Sonstiges

Nutzer JohannesMayer hat recht, wenn er zu bedenken gibt, dass ohne Mahd zahlreiche Lebensraumtypen verloren gehen. Die Vielfalt der Natur hierzulande ist eben auch und maßgeblich durch Landnutzung entstanden. Die Alternative darf nicht sein "exzessiv mähen" oder "nichts tun". Wo immer möglich, sollte extensiv beweidet werden; da das aber so aufwendig und teuer ist, dass es kaum flächendeckend angewandt werden kann, muss so gemäht werden, dass der Gehölzaufwuchs bekämpft, aber möglichst wenig Schaden angerichtet wird; also nicht jedes Jahr mähen, stückweise mähen usw.

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Prioritäten im Insektenschutz – was wäre wirklich wichtig?

29.10.2018 16:29 JohannesMayer Ist eine Ergänzung

Scheinbar gibt es eine Vielzahl an Maßnahmen, die alle ein wenig dazu beitragen, das Insektensterben zu mildern. Doch was ist vordringlich? Mit erster Priorität sind es Maßnahmen, die Rote-Liste-Arten fördern. Letztere werden als nächstes verschwinden, wenn geeignete Maßnahmen weiter unterlassen werden. Setzt man sie als Hauptkriterium an, so werden viele Vorschläge stark relativiert. Ein Bisschen mehr „Wildnis im eigenen Garten“ schadet bestimmt nicht, rettet aber in Deutschland keine vom Aussterben bedrohte Insektenart. Dazu bedarf es unbequemer Maßnahmen, die von Vielen in erster Linie mit Zerstörung in Verbindung gebracht werden. Ein Beispiel: Nirgends ist bei uns die Insektenvielfalt größer als auf militärischen Übungsplätzen. Nicht trotz, sondern wegen des ungeregelten Befahrens mit schwerem Gerät, Bodenverwundungen, regelmäßigen Bränden, aber auch längeren Ruhephasen sind Truppenübungsplätze einzigartige Insekten-Refugien. Hier geschieht, was in den Schutzgebieten wichtig wäre.

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ist neutral

Rekultivierung von Materialabbaustellen: Acker, Kiefernforst oder Apollofalter?

31.10.2018 14:20 S. Geißler-Strobel ist neutral

Es gibt inzwischen regalfüllende Literatur zur herausragenden Bedeutung von Tagebauen, Steinbrüchen, Sand- und Kiesgruben für gefährdete Arten, darunter zahlreiche Insekten. Trotzdem endet fast jede ausgebeutete Abbaustelle als Erddeponie und – nach Rekultivierung – als Forst oder Acker. Verfüllte Abbaugruben werden mit großem Personal- und Finanzaufwand begrünt, um noch mehr Durchschnitts-Nutzflächen herzustellen, die keine einzige gefährdete Art mehr beherbergen. Dabei böten aufgelassene Abbaugebiete ein gigantisches Flächenpotenzial zur Rettung unserer Insektenfauna. Nährstoffarme, ungedüngte Extremstandorte sind heute überall in großem Mangel. Selbst dem vom Aussterben bedrohten Apollofalter lässt sich in seinen letzten Vorkommensgebieten ohne Weiteres neuer Lebensraum schaffen, wenn von üblichen Rekultivierungsgrundsätzen abgerückt wird und längst verfügbares Fachwissen zu den Ansprüchen gefährdeter Arten maßgeblich in Folgenutzungsplanungen einfließt.

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Rekultivierung

04.11.2018 23:13 lasstwasbluehen Ist eine Ergänzung

Ich gebe Geißler-Strobel Recht. Es muß auch diese Flächen geben. Sie sind wichtig(st)e Lebensräume. Ständig wird von Blühstreifen gesprochen, aber auch gerade die offengelassenen Sandflächen brauchen wir. Die Mischung machts!

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Infrastruktur-Elemente zur Schaffung von Insekten-Lebensräumen nutzen

04.11.2018 11:38 Artenfreund Ist eine Ergänzung

Infrastruktur-Elemente sind Landschaftsverbrauch, bieten andererseits aber Chancen, aus der „Not eine Tugend“ zu machen.

Bahnböschungen sind gebietsweise noch regelrechte Biodiversitäts-Adern in ansonsten „zugewaldeten“ oder intensiv genutzten Landschaften; Straßenbegleitflächen  können bei fachgerechter Planung und Pflege Lebensraum- und Verbundfunktionen für Insekten übernehmen.

Voraussetzung ist, dass die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. So sind Überlegungen der Bahn, anstelle verkehrssicherungstechnisch problematischer Baumbestände das Aufkommen niedrigen Buschwerks zu befördern, eine Gefahr für hochgradig schutzwürdige Insektengemeinschaften. Straßenbegleitflächen durch Mutterbodenauftrag erst zu nährstoffreichen Standorten in ohnehin überdüngter Landschaft zu machen, dann entweder durch Gehölzbepflanzung neue Verbuschungsstadien oder durch regelmäßiges Mulchen artenarme stickstoffliebende Grasbestände zu schaffen, ist aus Sicht des Insektenschutzes ebenfalls kontraproduktiv.

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Planung zur Entsiegelung

04.11.2018 18:46 WernerTischner Ist eine Ergänzung

Wichtigstes Ziel jeglicher Planung muss sein, dass keine neuen Flächen versiegelt bzw. bebaut werden, evtl. Flächen sogar entsiegelt werden. Insektenschutz in der Planung ist nicht einmal die zweitbeste Lösung.

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Hochspannungsleitungen sind auch eine Gelegenheit für den Verbund von Biotopen

05.11.2018 22:20 Uwe Ist eine Ergänzung

... weil unter ihnen normalerweise nicht gebaut wird und so ein grüner Korridor entsteht. Das kann man durch geeignete Pflegemaßnahmen sicherlich ausbauen.

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Biotopverbund

06.11.2018 12:15 rino.kubisch Ist eine Ergänzung

Biotopverbund darf aber kein Alibi sein, er muss auch kontrolliert und gegen Widerstände durchgesetzt werden!

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Wichtige Forderung,

07.11.2018 14:31 Bieneli Ist eine Ergänzung

Wichtig sind Blühwiesen aus regionalem Saatgut, gewonnen aus den Wildformen der Pflanzen, die zur jeweiligen regionalen Klimazone passen.

Leider sind aber die meisten angebotenen "Wildblumen-Saatmischungen" zum einen nicht heimisch, sondern enthalten exotische Pflanzen, die für unsere Insektenwelt wertlos sind. Zum anderen enthalten sie meist nicht die wichtigen Wildformen, sondern gezüchtete Kulturformen der Pflanzen. 

Darauf muss bei Blühwiesen unbedingt geachtet werden!

Auch dürfen sie nicht zu oft gemäht werden, das Mahdgut sollte als Einsaatquelle wiederverwendet und auf keinen Fall liegenlassen werden: sonst setzen sich nur (meist windbestäubte) Gräser durch, und nicht die blütentragenden Kräuter. 

Die so beliebt gewordenen Schottergärten, womöglich noch mit Folie darunter, dürfen nicht länger geduldet werden. Darauf muss auch in Flächennutzungssplänen geachtet werden. 

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    auch Deutsche Bahn in der Verantwortung

    07.11.2018 20:15 MICE Ist eine Ergänzung

    In diese Planungen sollte unbedingt auch die Deutsche Bahn AG miteinbezogen werden. Bahndämme sind sehr bedeutsame Lebensräume nicht nur für Insekten, sondern auch für viele andere Tiere. Zudem stellen sie wichtige Vernetzungsstrukturen dar. Meiner Erfahrung nach ignoriert die DB AG diesen Umstand zumeist bei der Pflege der Gleisnebenflächen. Überdies ist die DB AG einer der größten deutschen Verbraucher von Glyphosat. 

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    Insektenschutz in der Planung

    07.11.2018 22:49 S. Geißler-Strobel Unterstützung + Ergänzung

    2.4 Insektenschutz in der Planung

    In Baden-Württemberg gibt es den  „Biodiversitäts-Check“ unter Anwendung des Zielartenkonzepts Baden-Württemberg. In der Regel auf räumlicher Ebene einer Kommune werden nach standardisiertem Verfahren  folgende Aspekte bearbeitet: Vorrangig schutzbedürftige Zielarten, vorrangige Lebensraumtypen, vordringliche Schutzmaßnahmen. Die Biodiversitäts-Checks werden z.T. bereits mit Erfolg umgesetzt.. Dabei hat sich gezeigt, dass ganz andere Maßnahmen vordringlich sind, als die bisher gängigen Naturschutzmaßnahmen. Durch das Verfahren werden Mangelfaktoren erkennbar, die im Planungsraum den Artenrückgang begründen und Prioritäten für gezielte Schutzmaßnahmen. Alle lokalen Akteure (Kommune, Naturschutzverwaltung, Forstverwaltung, ehrenamtlich Naturschützer u.a.) können sich mit ihren Flächen und Maßnahmen in das Schutz- und Ma0nahmenkonzept einbinden. So konnten in kurzen Zeiträumen z. T. bereits erstaunliche positive Effekte erreicht werden.

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