Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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2.5 Der Bund wird Artenaktionspläne zu Insekten und Insektengemeinschaften entwickeln, ausgerichtet nach ihrer Gefährdung, der nationalen Verantwortlichkeit und spezifischen Lebensraumansprüchen

18.09.2018 12:28 BMU

Beschreibung: Zum gezielten Schutz bestimmter, gefährdeter Insektenarten - insbesondere Arten nationaler Verantwortlichkeit - sind länderübergreifende Aktionspläne erforderlich, die über das generelle Biotop- oder Schutzgebietsmanagement hinausgehen

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Standards der IUCN beachten

11.10.2018 09:14 hopper27 Ist eine Ergänzung

Artenaktionspläne sind sehr wichtig. Sie sollten aber nicht nur für "Verantwortungsarten" erstellt werden, sondern sich eher an den Roten Listen orientieren. Es ist wichtig die gesamte regionale Biodiversität zu erhalten und nicht nur Arten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt in Deutschland haben (und daher oft gar nicht stark gefährdet sind). Seit ein paar Jahren gibt es ein Handbuch für strategische Naturschutzplanung der IUCN. Dieses sollte befolgt werden (oder die etwas jüngeren "Guidelines").

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14.10.2018 22:18 smilla Ist eine Ergänzung

Mittlerweile müsste eigentlich fast schon jedes Insekt auf die "rote Liste". Deshalb bin ich dafür, daß man überall vernetzte Biotope aufbaut, damit dem Artensterben ein Ende bereitet wird.

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Geld effektiv einsetzen - da kann Lebensraumschutz hilfreicher sein

11.10.2018 20:11 DJensch Ist eine Ergänzung

Ich weiß nicht, ob das hilfreich ist. Wir haben schon eine Menge Artenaktionspläne, die für einige arten mit besonderen Ansprüchen auch hilfreich sein können. Für das Gros der Arten ist ein Lebensraumschutz m.E. effektiver.

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Danke für diese Anmerkung, Djensch!

03.11.2018 21:11 Butterfly Ist eine Ergänzung

... habe mich im ersten Moment vom Wort "Aktionsplan" blenden lassen, aber ja, es ist richtig: Wir brauchen keinen Plan, wir müssen einfach Maßnahmen ergreifen, um überall zugleich -  und vor allem an ganz vielen Orten auf einmal im Kleinen - Lebensräume zu schützen. Zur Förderung solcher Maßnahmen ist Geld besser eingesetzt als dafür, Pläne zu entwickeln.

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Langfristiges Denken

15.10.2018 09:01 Peter ist neutral

Das ist kein einfaches Thema und muss wissenschaftlich gut begleitet werden. Maßnahmen, die zur Förderung bestimmter Gruppen dienlich sind, können für andere Gruppen kontraproduktiv werden. Deshalb ist weniger manchmal mehr.

Zudem ist zu bedenken, wie wir mit den durch Globalisierung (globaler Transport von Menschen und Gütern und damit auch beschleunigte Globalisierung von Arten) und Klimaveränderungen hervorgerufenen Veränderungen der Biodiversität umgehen wollen.

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18.10.2018 15:34 georgpape Unterstützt den Vorschlag

Anzufangen ist bei den Maismonokulturen in Niedersachsen.

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Sraßenbegleitgrün

28.10.2018 08:00 matthiasbulisch Ist eine Ergänzung

Vorschlag: das sogente Straßebegleitgrün, bundesweit ein mäh und mulchverbot von

März bis Sebtember einzuführen per Gesetz ,würde fast nichts kosten und bringt nicht nur den Insekten etwas.

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Was sind Arten nationaler Verantwortlichkeit?

27.10.2018 16:15 CorneliaKreutzer ist neutral

Was sind Arten nationaler Verantwortlichkeit? Ohne zu wissen, was dieser Begriff meint, finde ich, dass man natürlich gefährdete Arten schützen muss.

Das Beispiel des Haussperlings zeigt aber, dass eine "Allerweltsart", also eine Art, die weit verbreitet ist und viele Individuen hat, schnell zu einer bedrohten Art werden kann. Beispiel Haussperling, Spatz: Laut LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW) hat der Bestand an Haussperlingen in den letzten 25 Jahren um mehr als 50% abgenommen (Stand 2008). Will sagen: es müssen Lebensräume geschützt werden. Dann geraten Allerweltsarten auch nicht in Gefahr. Außerdem: da ein Lebensraum von verschiedenen Arten besiedelt wird, werden gleich mehrere Arten geschützt. 

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Dem Naturschutz fehlen Gelder

28.10.2018 15:29 Blumento Unterstützt den Vorschlag

Es wurden schon viele Pläne erarbeitet, doch fehlen dem hauptamtlichen Naturschutz Gelder um fachlich und dauerhaft Maßnahmen umzusetzen, zu überwachen und zu betreuen. Als Beispiel seien hier Umsetzungsdefizite und fehlende Nachkontrollen von Ausgleichsmaßnahmen genannt.

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Beschleunigtes Verfahren gewünscht

01.11.2018 00:34 Das_Landei Unterstützt den Vorschlag

Die Entwicklung von Plänen bedeutet auch immer einen hohen Zeitaufwand, ich hoffe uns läuft die Zeit nicht davon

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Biodiversitätsvelust - für welche Arten sind Schutzmaßnahmen prioritär?

01.11.2018 17:51 F.Straub Unterstützung + Ergänzung

Schutzmaßnahmen haben sich in erster Linie am Gefährdungsstatus einer Art zu orientieren und nicht an der nationalen Verantwortung. Viele Arten für die Deutschland eine nationale Verantwortung hat kommen mit der heutigen Landnutzung bestens zu Recht und sind nicht gefährdet. Für solche Arten spezielle Schutzprogramme aufzulegen ist absurd. Bei dem ganzen Konzept "Arten nationaler Verantwortung" stellt sich sowieso die Frage nach dem zeitlichen Maßstab. Würde z.B. der Zeitpunkt der maximalen Biodiversität in Mitteleuropa zu Grunde gelegt, also die Verhältnisse um 1780, würde das Artenset nationaler Verantwortung sich von dem unter heutigen Bedingungen stark unterscheiden. Warum wird als Referenz der aktuelle Zustand gewählt ein Zeitpunkt großflächiger Landschaftshomogenisierung und damit einhergehender Artenverarmung?

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Insektenschutz ist vor allem Biotopschutz

05.11.2018 22:28 Uwe Ist eine Ergänzung

Da Insekten sich in der Regel schnell vermehren können, besiedeln sie ein vorhandenes Biotop auch recht schnell. Ich stimme zu, dass für vom Aussterben bedrohte Arten spezielle Aktionspläne sinnvoll sein können (Schutz, Vermehrung, Wiederansiedlung).

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Gut, nur wenn es zum Lebensraumschutz fuehrt.

07.11.2018 15:57 brot Ist eine Ergänzung

Artenspezifischer Schutz ist wirksam nur, wenn die Durchfuehrung schliesslich vollstaendiger Lebensraumschutz ist. Wie in den USA mit dem Endangered Species Act - buchstaehblich schutzt es individuelle Arten aber das Anwenden geht immer um Lebensraueme.

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