Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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3.2 Der Bund wird die Liste der gesetzlich geschützten Biotope in § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) bis 2021 um zusätzliche Biotoptypen mit besonderer Bedeutung für den Insektenschutz erweitern

25.09.2018 11:37 cps-redaktion

Beschreibung: Insbesondere artenreiches Grünland und Streuobstwiesen stellen wichtige Lebensräume für viele Insektenarten dar und verdienen daher gesetzlichen Schutz.

Bei den Änderungen im Naturschutzrecht werden die Verbindungen zum Gewässerschutzrecht, Düngerecht und Pflanzenschutzrecht berücksichtigt.

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Es gibt genug Biotoptypen

11.10.2018 10:56 Bienenmann

Artenreiches DGL und Streuobstwiesen sind bereits geschützte Biotope. Die zusätzliche Ausweisung von Biotoptypen wird eher zu einer Verringerung als zu einer Erhöhung der Anzahl führen, da kein Grundeigentümer mehr Biotope entstehen lassen wird. Totschützen nennt man dieses auch.

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Streuobstwiesen

15.10.2018 11:12 miko Ist eine Ergänzung

Streuobstwiesen sind eben nicht generell geschützt!

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15.10.2018 14:04 HendrikGeKas Ist eine Ergänzung

Dem kann ich nur zustimmen. Und ich kann die Eigentümer aus ökonomischer Sicht verstehen: 

Wenn selten vorkommende Arten auf meiner Wiese vorkommen, wird meine Wiese unter Schutz gestellt und sie verliert massiv an Wert. Also sehe ich zu, dass ich wenig Arten auf meiner Wiese habe.

Mit strengeren Schutzregeln schafft man also eventuell genau das Gegenteil von dem was eigentlich sinnvoll wäre. Stattdessen sollte man sich eher überlegen, wie man Artenreichtum honoriert, sei dies finanzieller Natur oder über gesellschaftliche Anerkennung.    

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Sonstiges

17.10.2018 20:36 bunter0815 Sonstiges

Was nützt ein Biotoptyp, wenn er nicht seinen Anscprüchen entsprechend gepflegt wird. Streuobstwiesen scheinen momentan in aller Munde zu sein. Diese Wiesen waren früher nur so Artenreich, weil sie durch Entnahme von Grünmasse ausgezehrt wurden. Ähnliche Probleme haben wir an den Wegrändern. Da wurde Früher für die Kaninchen das Futter gemäht oder auch mal ein Weg eingezäunt und Rinder drauf gestellt. Auch wurden Gräben abgeflämmt, weil man sich der Unkräuter entledigen wollte. Allerdings hat man damit genau das Gegenteil geschaffen. Die "Unkräuter bekammen wieder Luft und Sonne und wurden nach 2-3 Jahren wieder vom Gras überwuchert. Auch mehrjährige Blühflächen leiden unter dem Vorgang der Vergrasung und müssen nach 5-7 Jahren wieder umgebrochen werden um das Gras wieder zu unterdrücken. Gras kommt mit den Nährstoffen halt besser klar. und Stickstoff wird natürlich eingetragen.

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Biotope und Grundeigentum

05.11.2018 22:42 Edelmann Ist eine Ergänzung

Häufig hat der Bewirtschafter als Pächter kein Interesse am Biotop - dem Eigentümer ist es häufig egal.

In einem Realteilungsgebiet sind die Flurstücke oft so klein, dass der Bewirtschafter gar nicht bereit ist, eine Pacht zuzahlen; sprich der Eigentümer sollte froh sein, dass überhaupt eine Bewirtschaftung statt findet.

Sensibilisert man die Eigentümer für ihre Gestaltungsmöglichkeiten, könnte es durchaus mehr Biotope geben.

Es sollte eine Förderung für die Neuanlage von Biotopen und Streuobstbäumen geben und nicht nur eine Förderung für den Erhalt.

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auch Artenschutzverordnung sollte überarbeitet werden

11.10.2018 16:15 hopper27 Ist eine Ergänzung

Auf der Bundesartenschutzverordnung stehen noch zahlreiche Arten, die nicht sonderlich gefährdet sind. Dafür fehlen hochgradig gefährdete Arten. Daher ist eine Novelle notwendig.

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Artenkenntnis ist oft Problem

11.10.2018 20:19 DJensch Unterstützt den Vorschlag

Geschützt sind meist gut erkennbare Arten, was eine gewisse Berechigung hat, weil man zwar eine Blauflüglige Ödlandschrecke gut erkennen kann, viele kleine Insekten aus dem selben Biotoptyp aber nicht, auch wenn sie vielleicht seltener sind. So lange wir wenige Menschen haben, die die geschützten Arten überhaupt erkennen können, nützt der Schutz nur teilweise. Trotzdem bin auch ich der Meinung, dass die Artenschutzverordnung überarbeitet werden sollte, wenn der Artenschutz zu ihrem erhalt beitragen kann.

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Naturschutzgebiete extensiv pflegen

11.10.2018 21:27 derschuldige Unterstützt den Vorschlag

Häufig werden Naturschutzgebiete ausgewiesen, jedoch nicht ausreichend genug gepflegt. Extensive Beweidung, Entbuschung und andere insektenfördernde Maßnahmen müssen jedoch kontinuierlich durchgeführt werden, um die vom Menschen geschaffene strukturreiche Landschaft Deutschlands zu erhalten.

Deshalb reicht das Ausweisen nicht immer. Die Förderung der Pflegemaßnahmen für diese Biotope sind daher begrüßenswert.

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Sonstiges

Komplex

15.10.2018 11:37 Peter Sonstiges

Es kann durchaus nützlich sein, zusätzliche Biotoptypen um den Insektenschutz zu erweitern. Allerdings ist diese Aufgabe komplex und braucht viel Sachverstand (und keinen politischen Aktionismus). In diesem Zusammenhang verweiße ich auch auf die Kommentare von 'Bienenmann' und 'Djensch'.

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Ziel wieder verfehlt

24.10.2018 17:08 firstclaas Ist eine Ergänzung

Wenn schon über 4% der Bundesdeutschen Fläche unter Naturschutz steht sollte man mal drüber nachdenken, welcher Schaden hier entsteht. Wichtiger ist es, den Insekten mehr Wärmeflächen auf Truppenübungsplätzen etc. anzubieten. Gut auch viel Bauruinen unbelassen zu lassen. Der Pflegewahn in unseren Hausgärten sollte beendet werden usw. usw.

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Finanzieller Ausgleich/Anreiz

02.11.2018 17:25 Andrea Ist eine Ergänzung

Es muss dafür gesorgt werden, dass Besitzer von solchen Biotopen für deren naturschutzgerechte Pflege, z.B. durch Beweidung mit Schafen/Ziegen, entsprechend entlohnt/subventioniert werden, sodass es keine finanziellen Nachteile, sondern am besten sogar Vorteile gibt!

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und wen kümmert noch ein Biotop?

05.11.2018 08:44 Johi Lehnt den Vorschlag ab

Schützen wir tatsächlich Insekten (vor was genau in diesem Fall? Nutzungsänderung? Einsatz von Pestiziden?) wenn wir neue geschützte Biotope ausweisen?

Sollen die sowieso schon personell unterbesetzten, politisch gewollt handlungsunfähigen Naturschutzbehörden kontrollieren, ob ich einen alten Apfelbaum auf der Streuobstwiese stehen lasse?

"Erhaltet die Streuobstwiesen!" rufen die Leute, aber die Leute kaufen makellose, in Plastik eingeschweißte Äpfel aus Neuseeland im Supermarkt. Während die Äpfel des Apfelbaums an der Gemeindeverbindungsstraße nutzlos am Boden verfaulen und jedes zweite Jahr ein großer Ast abbricht, weil niemand den Baum sachgerecht schneidet.

Wir brauchen keine neuen geschützten Biotoptypen, wir brauchen ein Umdenken in Gesellschaft und Politik und einen großen Umbruch in der Preisgestaltung. Dass Äpfel und Apfelbäume wieder etwas wert sind.

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Ist eine Frage

Insektenschutz versus 'Dünge- und Pflanzenschutzrecht'

07.11.2018 14:39 Bieneli Ist eine Frage

Was bedeutet "die Verbindungen zum ... Düngerecht und "Pflanzenschutz"recht werden berücksichtigt" ?

Überdüngte oder totgespritzte Flächen bringen keine Artenvielfalt mehr hervor ! Das ist kein Insektenschutz, sondern das Gegenteil.

Solche Flächen verringern sogar massiv die Biodiversität in angrenzenden Naturschutzgebieten. 

 

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ist neutral

Nicht genug Infos, zu Antworten

07.11.2018 16:09 brot ist neutral

Mehr geschuetzten Biotoptypen klingt im allgemeinen definitiv gut aber ohne Kenntnis der Gesetze und der Wirkungen der Ausweisung dieser Flaechen, ist es nicht moeglich 100% zu unterstuzten. Wenn alles gleich bleibt, ich bin auf jeden fall dafuer.

 

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