Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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3.3 Der Bund wird 2019 im deutschen MAB-Nationalkomitee zu Biosphärenreservaten den Vorschlag einbringen, die deutschen Biosphärenreservate zu Modelllandschaften auch für den Insektenschutz weiterzuentwickeln

25.09.2018 11:37 cps-redaktion

Dazu gehört:

  • Entwicklung von Maßnahmenprogrammen zum Insektenschutz für die Biosphärenreservate auf der Basis eines vom Bund zu vergebenen F+E-Vorhabens
  • Umsetzung der Maßnahmenprogramme durch die Biosphärenreservatsverwaltungen
  • Prüfung der Übertragbarkeit der Maßnahmenprogramme auf die deutschen Naturparke

Beschreibung: Die verschiedenen Kategorien von Schutzgebieten tragen gemeinsam – auf unterschiedliche Weise – zum Insektenschutz bei. Die hier herausgegriffenen Kategorien der Biosphärenreservate und Naturparke erscheinen aufgrund ihrer Zielsetzungen als besonders geeignet, den Insektenschutz in ihren land- und forstwirtschaftlich genutzten Teilen zu stärken. Biosphärenreservate haben die zentrale Aufgabe, wertvolle Kulturlandschaften und die darin historisch gewachsene Arten- und Biotopvielfalt zu schützen und zu entwickeln. Der Bund kann hier Unterstützung leisten (z.B. durch Forschungsprojekte), die Hauptlast liegt jedoch bei den die Biosphärenreservate unterhaltenden Ländern. Insbesondere die Pflege- und Entwicklungszonen haben große Potenziale, die dortigen Lebensräume für Insekten modellhaft aufzuwerten. Die Zielsetzung der deutschen Naturparke entspricht zum Teil der Zielsetzung der Biosphärenreservate in Deutschland, z. B. die Erhaltung der vielfältigen Kulturlandschaften und der Schutz der biologischen Vielfalt. Da die Naturparke mehr als 28 Prozent der Landesfläche Deutschlands einnehmen, wird angestrebt, die zu entwickelnden Maßnahmenprogramme auf sie zu übertragen. 
 

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Inventare finanzieren

11.10.2018 16:19 hopper27 Ist eine Ergänzung

Eine wichtige Grundlage für den Schutz von Insekten in Biosphärenreservaten wäre zunächst mal die Erstellung von Arteninventaren für die einzelnen Reservate. Wir wissen oft erschreckend wenig darüber, welche Arten überhaupt in den Reservaten vorkommen. Nur mit diesem Wissen lassen sich auch gezielt Maßnahmen zu ihrem Schutz einleiten.

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Sonstiges

nicht warten

02.11.2018 18:26 Andrea Sonstiges

Falls es überhaupt noch Menschen gibt, die so etwas machen können, von den Diplom-Biologie-Studenten, mit denen ich in den 80igern studiert habe, hat kaum einer tatsächlich eine Stelle bekommen, da für Naturschutz viel zu wenig Geld da war und ist. Allgemeine Schutzmaßnahmen sollte man aber sofort ergreifen und nicht erst auf ein Arteninventar warten. Wenn es dann vorliegt, kann natürlich gezielter gehandelt werden.

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Warum

15.10.2018 11:44 Peter ist neutral

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, das Biosphärenreservate ganzheitliche Aspekte verfolgt werden und davon auch Insekten gleichermaßen profitieren, wozu also dieser Punkt? (Andererseits sind zusätzliche Gelder für die Biosphärenreservat sicherlich nützlich).

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Naturparke bestens geeignet

06.11.2018 12:47 KD Ist eine Ergänzung

In deutschen Naturparken gibt es bereits jetzt zahlreiche Initiativen zum Schutz insbesondere blütenbesuchender Insekten, unter anderem durch Anlage von Blühstreifen, Pflege von Trockenlebensräumen, Herstellung von Regio-Saatgut, Wildbienenkartierung und zahlreichen Maßnahmen in der Öffentlichkeitsarbeit und Bildung (s. zB.  https://bluehende-naturparke.de (BW), https://www.naturpark.org/aktuelles/mitteilungen/d-neue-naturpark-broschuere-unsere-bienenwelt-hilfe-fuer-honig-und-wildbienen-1991119567, https://www.sternberger-seenland.de/projekte11/bienenstrasse.html, u.v.m.). Naturparke sind auf jeden Fall bestens geeignet um Maßnahmenprogramme zum Insektenschutz auf landwirtschaftlich genutzter Fläche umzusetzen und hier als Modellregionen zu fungieren – deshalb sollte das F&E-Vorhaben auf Naturparke und Biosphärenreservate gleichermaßen ausgerichtet sein.

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Umsetzung

07.11.2018 20:05 Carabus ist neutral

es erscheint dringend notwendig, dass die Biospärenreservatsleitungen bzw deren Management hierüber ausreichend informiert wird da momentan an 10 jahresplanungen gearbeitet wird.

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