Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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5.1 Der Bund wird bis 2021 Vorgaben für die Düngung mit dem Fokus auf Grünland, Acker- und Gewässerrandstreifen, Gewässer im Allgemeinen und stickstoffsensible Natura 2000-Lebensräume im Hinblick auf einen besseren Insektenschutz weiterentwickeln und Maßnahmen in Auen ergreifen

25.09.2018 11:47 cps-redaktion

Dazu gehört:

  • Verbot der Düngung von Ackerrandstreifen angrenzend an artenreiches Grünland, Feldraine, Waldränder, Böschungen, Hochstaudenfluren, Brachen und andere als Insektenlebensräume wichtige Flächen
  • Einschränkung der Düngung von Gewässerrandstreifen in der Breite von 10 bis 20 Metern sowie von Flächen mit Grundwasserkontakt und von Überflutungsflächen 
  • Einschränkung der Düngung in stickstoffsensiblen Natura 2000-Gebieten mit Bedeutung für den Insektenschutz 

Beschreibung: Stickstoffeinträge aus der Düngung führen nicht nur in der Fläche zu einer Nivellierung von Lebensräumen für Insekten, sondern beeinträchtigen ökologisch sensible Gebiete und damit die Lebensräume von Insekten. Deshalb ist im Hinblick auf den Insektenschutz über die Novellierung des Düngerechts 2017 hinaus eine Weiterentwicklung der Vorgaben für die Düngung erforderlich.
Bei den Änderungen im Düngerecht werden die Verbindungen zum Gewässerschutzrecht, Naturschutzrecht und Pflanzenschutzrecht berücksichtigt.
 

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Düngung

11.10.2018 11:30 Tierweltkenner Ist eine Ergänzung

Die Einschränkung der Düngung in der Breite von bis zu 20 Metern an Gewässern kommt einer Enteignung gleich und muss in vollem Umfang finanziell bereinigt werden. 

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Sonstiges

gute fachliche Praxis

11.10.2018 20:40 BerndBrot Sonstiges

Keine Entschädigung für Düngeverbot. Direkt am Gewässer zu ackern und dabei Düngung und Pestizide einzusetzen ist keine gute fachliche Praxis. Landwirtschaft ist bereits privilegiert, aber hat keinen Anspruch auf Gewinnmaximierung zu Lasten der Umwelt. 

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Eigentum von ehemals Gemeingutflächen

15.10.2018 10:46 kurtreuter Ist eine Ergänzung

Vielleicht muss man mal über das Eigentum von Grund und Boden von hier landwirtschaftlichen Flächen reden. Wieso kann seit grauer Vorzeit beackerter Boden der aus Gemeingutflächen stammt, Menschen privat übereignet werden? Eigentlich sind diese Flächen aus Gründen der privatwirtschaftlichen Nutzung dem Gemeingut entzogen, begründet aus langjähriger Bearbeitung und Pflege dieser Ländereien. Daraus ergibt sich aus heutiger Sicht aber eine Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft wie wir aus unterschiedlicher Belastung von Grund und Boden erleben, da alle Flächen zusammen genommen Grundlage unserer gemeinschaftlichen Existenz sind. Insofern muss das Recht der Privatnutzung im höherwertigen Interesse einer Gemeinschaft eingeschränkt werden. Dazu wird diese privatwirtschaftliche Nutzung durch Privilegien geschützt über die man reden muss.

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Sonstiges

20.10.2018 00:44 Meimer Sonstiges

Der Bund will 1,5 millionen neue Wohnungen bauen, Migration ins Land , aber keine Überdüngung . ZUZUGSSTOP, ENTWICKLUNGSHILFE AUSSCHLIESSLICH für VERHÜTUNG , VERSIEGLUNGSMINIMIERUNG! 4400 qm / Mensch  sind 10 fach übersiedelt 

 

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Antwort der Moderation

Ihr Kommentar auf www.dialog.bmu.de

22.10.2018 15:46 moderation-ma2 Antwort der Moderation

Sehr geehrte Nutzerin, sehr geehrter Nutzer,

vielen Dank für Ihren Kommentar zum Online-Dialog zu den Maßnahmenvorschlägen des BMU für das Aktionsprogramm Insektenschutz.

Wir freuen uns, dass Sie am Beteiligungsprozess zu den Maßnahmenvorschlägen des BMU für das Aktionsprogramm Insektenschutz teilnehmen. Ihre Anmerkungen zum Insektenschutzprogramm haben wir zu Kenntnis genommen. Anmerkungen zur Migrations- und Entwicklungshilfepolitik sind für die Diskussion irrelevant. Wir möchten Sie an dieser Stelle auf unsere Netiquette hinweisen und betonen, dass wir an einem sachlichen und konstruktiven Dialog interessiert sind.

Näheres dazu können Sie in unserer Netiquette nachlesen.

Sollten Sie noch weitere Fragen oder Hinweise haben, wenden Sie sich gerne an uns unter insektenschutz@ifok.de.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Moderationsteam, im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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Unterstützt den Vorschlag

Nicht nur nehmen

22.10.2018 16:49 Bertel Unterstützt den Vorschlag

sondern auch geben. Wer so von der Natur lebt wie die Bauern sollte auch bereit sein diese zu schützen.

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Sonstiges

Enteignung???

04.11.2018 19:39 Pia Sonstiges

Dieses reflexhafte Geschrei der LandwirtInnen nach Entschädigung und finanziellem Ausgleich ist unerträglich!

Eigentum verpflichtet auch. Der Bauer kann aus dem Eigentum nicht nur Einkommen generieren, er muss, als Einziger, der auf große Flächen Zugriff hat, auch öffentliche Güter, wie sauberes Wasser, gute Luft und gesunden Boden bereitstellen. Deswegen ist es überaus sinnvoll zu verbieten, dass der Güllewagen nicht mit einem Rad im Flüsschen fährt! Freiwillig funktioniert es ja nicht

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ist neutral

Verursacherprinzip nicht vergessen

08.11.2018 10:54 ManfredFranz ist neutral

Es sollte gleichzeitig das Verursacherprinzip angewandt werden und die Folgen der Düngung in wassersensiblen Bereichen voll auf die Lanfdwirtschaft umgelegt werden.

Im Übrigen: Eigentum verpflichtet und jeder muss mit seinem Eigentum so umgehen, dass er Nachbarn oder die Gemeinschaft nicht schädigt.

Etwa die Hälfte des Einkommen (oft mehr) zahlt der Steuerzahler. Dann ist es wohl nur Recht und billig, wenn dieser auch mitredet, wie gewirtschaftet wird.

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Lehnt den Vorschlag ab

Umsetzung der neue DüngeVO abwarten

11.10.2018 11:54 Bienenmann Lehnt den Vorschlag ab

Seit 2018 haben wird die neue Düngeverordung mit massiven Einschränkungen der Düngung. Schon jetzt eine neue zu fordern ist unredlich. Es gilt ermal abzuwarten was mit den Nitrat-Werten passiert. Dieses ist ein langer Prozess. Eine Düngung darf grundsätzlich nur dort erfolgen wo es einen Bedarf gibt. Die aufgeführten Landschaftsteile wie Feldränder, Böschungen, Brachen und Feldraine dürfen sowieso nicht gedüngt werde. Was soll also diese Aufzählung.

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Sonstiges

das Problem liegt in der faktischen Durchsetzung

12.10.2018 21:47 juliak Sonstiges

...dürfen nicht gedüngt werden... werden sie aber faktisch. Und werden mit der Zeit auch immer schmaler. Wo früher breite Feldränder und richtige Blühstreifen waren, geht jetzt vielerorts fast der Acker bis an die Straße dran. Anscheinend wird da nicht genügend darauf geachtet, dass das Recht auch umgesetzt wird.

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Sonstiges

13.10.2018 20:42 Franz Sonstiges

@ juliak

"wo früher ... " Ja früher war alles besser, da hat man noch erfolgreich DDT, E605 und Lindan eingesetzt. Damals haben die Insekten dies super vertragen. Aber die neuzeitlichen insektenschonende Insektizide mit ihren winizigen Aufwandmengen, die sind schon eine Katastrophe, die Insekten müssen ja aussterben, da gibts überhaupt keinen Zeifel!!!

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Von Einschränkung sehe ich nichts

22.10.2018 16:59 Bertel

es wird genauso viel wenn nicht noch mehr gegüllt. Muss wohl auch denn die Ställe sind voll mit Nutztieren und die Massen machen eben auch viel Abfall, sprich Gülle. Wenn im Winter die Güllegruben voll sind kann man bei Dunkelheit Scheinwerferlicht auf Acker und Weideflächen sehen... was da wohl passiert?

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Sonstiges

Gülle

04.11.2018 12:45 Beeking Sonstiges

Bin gerade durch die Landschaft gefahren. Einige Wiesen wurden heute/gestern "gedüngt". Sie sind schwarz, weil die Güller knöcheltief auf den Flächen steht. Das soll gute fachliche Praxis sein? Es wird nie kontrolliert, die Landwirtschaftsämter schauen bewußt weg.

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Gülle wird dort verstreut!!

04.11.2018 14:43 Holzbiene Ist eine Ergänzung

Also besserer Bodenschutz auch hier wichtig!

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Miscanthus anbauen

12.10.2018 07:15 Heinz Aufderhaar Ist eine Ergänzung

Hallo,

weshalb fördert man nicht den Miscantusanbau?

Miscanthus ist eine Dauerkultur und kann bis zu 25 Jahre ohne den Gebrauch von Dünger und Pestizide u.a. als Heizmaterial genutzt werden (Gewässerschutz und damit Grundwasserschutz). Weiter wird diese Dauerpflanze im erst im April des Jahres geerntet und bietet somit Insekten, Vögel und anderen Tieren Schutz über den Winter und Lebensraum auf größere Fläche. Auch fördert diese Kultur wieder das überleben der Insekten (wirklicher Naturschutz). Auf dem Land können, wenn die kleinen Landwirte die baulichen Voraussetzungen schaffen dürfen,viele Heizölheizungen ersetzen (Wertschöfung für die Region und damit Stärkung des ländlichen Raumes). Damit können wir etwas für die Klimaziele tun. Auf den Land gibt es viele Heizölheizungen (Klimaschutz).

Es ist eine Pflanze, die ideal für die Lösung unser Probleme genutzt werden kann.

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Sonstiges

gegenrede

12.10.2018 22:08 obstmade Sonstiges

Miscanthus war schon mal Mode ("Schilfgras statt Atom"). Die Niederschläge die für eine erfolgreiche ausreichende Biomasseproduktion nötig sind, werden bei uns so gut wie nie erreicht. Die Alternative wäre Schilfflächen durch nicht heimischen Miscanthus zu ersetzen, was wohl kaum im Interesse von Natur und Artenschutz wäre.

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Sonstiges

Miscanthus nützt keinem Insekt

04.11.2018 12:47 Beeking Sonstiges

Kein Insekt kann von Miscanthus leben. Keine blüte, kein Nektar, kein Pollen.

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Massentierhaltung nicht länger subventionieren

12.10.2018 14:24 Emspri Ist eine Ergänzung

Es werden in Deutschland weit mehr Tiere gehalten, als von eigener Fläche ernährt werden können. Durch die dadurch anfallende Gülledüngung überschreiten wir seit Jahren die EU-Nitratverordnung und sind jetzt höchstrichterlich zu Strafzahlungen verurteilt worden. Diese sollten vom Verursacher und nicht vom Steuerzahler gezahlt werden müssen. Das flächenmäßig kleine Deutschland ist durch die durch Subventionen hochgesteuerte industrielle Tierhaltung drittgrößter Fleischexporteur und billigster Schweinefleischlieferant der Welt, nach den USA und China. Außer den exorbitanten gesundheitlichen Schäden, die durch den übersteigerten Konsum von billigem Fleisch entstehen, werden die armen Länder mit unserem Überschuß geflutet und deren eigenen Märkte kaputt gemacht. Die Auswirkungen auf das Klima wird regelmäßig tot geschwiegen und wird uns noch viel mehr Kosten bereiten. Egal wie mächtig die Agrarlobby zu sein scheint, ein Umdenken und Umsteuern zu bioveganer Landwirtschaft ist unabdingbar!

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Sonstiges

Gegenrede

12.10.2018 22:20 obstmade Sonstiges

Landläufig gesagt: vegan ist der Tod von BIO. Die ökologische Landbewirtschaftung nutzt ihre Flächen zu 82 % für Tiere und deren Erzeugnisse. In der modernen Landwirtschaft sind das immerhin auch 71 % der Fläche (ohne die Segnungen der Grünen- Biogas-Schnapsidee). Die Nährstoffversorgung für eine vegane Landbewirtschaftung kann also ohne Tiere nur über mineralische Düngung mit synthetischen Dünger gewährleistet werden, zumindestens wenn man den Eigenbedarf an Lebensmittel einigermaßen absichern will.

Also liebe Veganies: entscheidet euch für moderne Pflanzenernährung über Präzisionslandwirtschaft und lasst die grünen BIO- Dogmen fallen.

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Sonstiges

Was ist Massentierhaltung?

16.10.2018 22:13 brigitta Sonstiges

In Zahlen:

Zur Zeit werden in D noch knapp 1GV/ha Tiere (Nutztiere) gehalten. Dieser Viehbesatz reicht schon längst nicht mehr aus, um biologische Landwirtschaft zu erweitern, es müssen heute bereits 50% unserer Flächen mit N aus Kunst- und Mineraldünger versorgt werden (Quelle: BUM).
Im Gegensatz zu organischer Rückführung aus der Tierhaltung sind Kunst- und Mineraldünger leichter löslich, stammen aus endlichen fossilen Ressourcen und bilden keinen Humus.
Wenn es darum geht, im Interesse aller nachhaltig zu wirtschaften brauchen wir mehr Tierhaltung, nicht etwa weniger.

NABU und Demeter gehen von einer Obergrenze bis 2GV/ha aus (also das Doppelte dessen, was wir zur Zeit haben). Diese Menge ist so knapp, daß zB der Anbau von Brotweizen oder Zuckkerrüben nur noch sehr begrenzt möglich wäre, und Gemüse fiele in vielen Bereichen ebenfalls raus. Wenn man diese Einschränkungen hinnehmen möchte, wären zwei (2) GV/ha ausreichend.

Eine weitere Verringerung der Tierhaltung führt zu mehr Raubbau.

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Unterstützt den Vorschlag

Hier ist alles gesagt

22.10.2018 17:05 Bertel Unterstützt den Vorschlag

Ich kann dem Beitrag 100% zustimmen. Ist leider bittere Tatsache, vor der sich offensichtlich jeder, der was zu sagen hat, vor der Verantwortung drückt

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Allgemeine Information

Nitratwerte

01.11.2018 16:02 Franke1971 Allgemeine Information

Die Argumente , die Sie hier einsetzen sind völlig an der Wirklichkeit vorbei. Wir haben in Deutschland seid Jahren so gut wie keine Veränderung der Nitratgehalte in den Grundwassermeßstellen, lediglich in Sachsen-anhalt hat es eine geringe Erhöhung gegeben. Problem ist, dass das BMU über die ganzen Jahre bewußt nur einen geringen Teil des Grundwassermeßnetztes von ca. 11 000 Meßstellen, über die wir in Deutschland verfügen nach Brüssel gemeldet hat. Es wurde bewußt das Belastungsnetz mit den ca. 170 schlechtesten Stellen nach Brüssel gemeldet um hier in Deutschland Druck auf die Landwirte machen zu können. Nach zahlreicher Kritik hat man nun nach Einführung der neuen Düngeverordnung mit tw. haarsträubenden Vorschriften, die mit guter fachlicher Praxis nichts mehr zu tun haben, das gemeldete Netz um ca. 500 Meßstellen erweitert und medlet dann, dass die neue Verordnung schon Wirkung zeigt.

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ist neutral

Massentierhaltung sit nicht die Lösung

02.11.2018 09:04 Profitiller ist neutral

Bei der Massentierhaltung werden viele Antibiotika eingesetzt, darunter nicht zuletzt viele, die auch der Mensch bei Krankheiten dringend benötigt. Durch den massiven Antibiotikaeinsatz können immer häufiger in vielen (Bade)Gewässern multiresistente Keime nachgewiesen werden. Wer kann wollen, dass in einigen Jahren oder Jahrzehnten auch gesunde Menschen wieder an Erkrankungen wie Lungenentzündung sterben, weil es keine wirksamen Gegenmittel mehr gibt?

@ brigitta: Letzten Sommer wussten viele Bauern zeitweise gar nicht wohin mit ihrer Gülle, weil die Felder schon längst überdüngt sind, die Tiere aus der Massentierhaltung aber nicht zu scheißen aufhören. Es wurden Becken in Größe von Fußballfeldern ausgehoben, um die Gülle zwischen zu lagern und viele Bauern haben viel Geld dafür bezahlt, ihre Gülle abtransportieren zu lassen, weil ihre Becken sonst übergelaufen wären.

Mehr Massentierhaltung ist also keineswegs die Lösung!

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Sonstiges

Nicht mehr Tiere - weniger!

03.11.2018 22:44 Butterfly Sonstiges

@obstmade: Haben Sie Ihrem Vorredner überhaupt zugehört? Wo hat er in irgendeiner Form die vegane Lebensweise postuliert? 

@obstmade / @ brigitta: Natürlich brauchen wir WENIGER Tiere, nicht mehr, da wir auch hierzulande großteils Nahrung für die Tiere anbauen, nicht für uns. Die Berechnungen sind also aus dem Zusammenhang gerissen. Würden wir nur für den Menschen anbauen, hätten wir wesentlich mehr Fläche zur Verfügung. 

Und es gibt auch wahrhaft genug Gülle. (Müssten wir nicht die Flächen für das Tierfutter düngen, bräuchten wir im Übrigen auch wieder weniger Gülle).

Aber keiner kann behaupten, dass der Tierbestand in den letzten Jahren in Deutschland gesunken ist und wir zu WENIG Tiere halten.

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Ist eine Ergänzung

12.10.2018 15:53 thomas Ist eine Ergänzung

Gerade Nähr- und Schadstoffe sind Insekten nicht unbedingt abträglich. Die Insektenbiomasse wird sich durch Einbringen von Mist nicht verringern sondern vergrössern, genauso wie Kuhfladen, Geflügelmist und ähnliches Insekten eine willkommene Nahrungsquelle und Eiablageplatz sind. Auch die modernen, hygienischeren Ställe verringern die  Schmeißfligenbestände deutlich.

Es gibt natürlich andere Gründe um Stickstoffeinträge minimieren zu wollen, man sollte aber auch keinen Fall verschieden Themen miteinander vermischen. Es ist schon schlimm genug wenn man nicht zwischen Intsektenbiomasse (Abtropfgewicht von Fluginsekten in ausgewählten norddeutschen Nturgschutzgebieten um es exakt zu benennen) und Insektenbiodiversität unterscheiden kann/ will.

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Sonstiges

12.10.2018 21:55 juliak Sonstiges

Ich glaube kaum, dass ausgebrachte Gülle ein Platz zur Eiablage fur Insekten ist. Sie unterscheidet sich doch sehr vom auf der Weide liegenden Kuhfladen oder Pferdeapfel. Außerdem ist sie zum großen Teil mit Medikamentenrückständen kontaminiert, die sicherlich auch ihre Auswirkungen haben.

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Sonstiges

13.10.2018 20:52 Franz Sonstiges

.... mit Medikamentenrückständen kontaminiert....  Genau, da sind derar hohe Gehalte an Medikamentenrückständen drin, das bringt die Insekten unweigerlich um. Gülle ist eigentlich Sondermüll, oder?

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Sonstiges

völlig richtig, thomas

16.10.2018 22:16 brigitta Sonstiges

Genau so sehen die tatsächlichen Statistiken auch aus, sowohl beim Insekten- als auch beim Vogelsterben. In Mist und Gülle sind gute Überwinterungsmöglichkeiten gegeben, und eine Ausbringung im Frühjahr unterstützt dann im Folgenden auch die Teilzieher und Zugvögel, die einen erhöhten Eiweißbedarf damit decken.

Auch das umgehende Einarbeiten von Gülle vernichtet einen jahrhunderte alten Lebensraum der Insekten.

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Allgemeine Information

@thomas

31.10.2018 13:55 BMAYER Allgemeine Information

1. "Gülle" ist nicht gleich "Mist". Gülleausbringung wirkt sich auf keine Insektenpopulation positiv aus (genausowenig wie auf die Atemwege der Bevölkerung), schon gar nicht, wenn sie mit mehrfacher Mahd des Grünlands verbunden ist. Festmist ist an sich weniger problematisch, aber auch er wird ja auf Grünland ausgebracht (wenn er denn noch ausgebracht wird), um mehrmals im Jahr mähen zu können. Jeder Mahdgang vernichtet jedoch Insekten, direkt durch die mechanische Einwirkung und indirekt durch den Verlust der Futter- Eiablage-, Versteckpflanzen.

2. Dung ist für die Insektenpopulationen nur nutzbar, wenn er von Tieren stammt, die nicht mit Antiparasitika behandelt sind. Antiparasitika werden den Nutztieren aber fast flächendeckend prophylaktisch gegeben, d.h. nicht zur Bekämpfung eines Befalls, sondern zu seiner Verhinderung.

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Allgemeine Information

@BMAYER

31.10.2018 22:16 Franz Allgemeine Information

Gülle wirkt sich auf die Atemewge der Insekten auch aus, da haben Sie sicherlich recht. Aber ich glaube, auch der unsägliche Gestank von Gülle vertreibt die Insekten, ist dieser ja selbst für Menschen unerträglich. Insofern wäre eine Gülle und Mistfreie Tierhaltung in Deutschland zu fordern, hoffentlich setzt Frau Schulze diese bald möglichst durch! Genau wie Sie, BMAYER bin ich auch dafür, Insektenpopulationen mit Antiparasitika zu schützen. Die Varoamilbe befällt schließlich nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen, Hummeln, Wespen und Hornissen. Schmetterlinge wie z.B. Pfauenauge und Bläuling können durch Prionmilben befallen und dadurch drastisch dezimiert werden.

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Sonstiges

@Franz

01.11.2018 09:50 BMAYER Sonstiges

Mit Bevölkerung meinte ich die menschliche Bevölkerung (vgl. zum Beispiel: www.mpg.de/9404032/sterberate-luftverschmutzung-todesfaelle), dazu gehöre zum Beispiel ich; möglicherweise ja auch Sie. Ich bitte um Entschuldigung für das durch die ungenaue Formulierung entstandene Mißverständnis.

Was Sie bei meinem zweiten Punkt nicht verstanden haben, ist mir leider unklar; vielleicht präzisieren Sie Ihre Kritik, wenn Ihre etwas verwirrt anmutende Äußerung denn tatsächlich eine sein sollte? Dann kann ich das Mißverständnis möglicherweise aufklären. Aber lesen Sie bitte zuvor noch einmal meinen Beitrag. Danke.

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ist neutral

Zwiespältig

14.10.2018 14:26 Yorela ist neutral

Die Überdüngung entwickslt sich seit Jahren zum immer größer werdenen Problem. Die Regulierung durch die Gesetzgebung ist schön und gut (und wichtig), aber was nützt das beste Gesetz, wenn es nicht eingehalten wird? Wir haben hier viele grüne Weideflächen, die sehr oft gedüngt werden. Als "Normalbürger" habe ich mal versucht, herauszubekommen, wieviel Düngung erlaubt ist - mein Erfolg war gleich Null.

Auf Grund fehlender Informationen und Kontrollen sind dem Missbrauch überall Tür und Tor geöffnet.

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Unterstützt den Vorschlag

15.10.2018 09:13 Franz Unterstützt den Vorschlag

Genau, die Weideflächen wären ja voll in Ordnung, gäbe es da nicht die Rindern etc. die permanent alles vollkacken und damit quasi täglich überdüngen!

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Sonstiges

15.10.2018 11:12 Yorela Sonstiges

Ich beziehe mich nicht auf Weidehaltung von Tieren.

Bei uns in der Region wird mit den "Abfällen" von Kuh- und Pferdeställen gedüngt. Da kommst einiges zusammen und das wird quasi auf den Feldern "entsorgt". Es gibt sicher Bestimmungen, wieviel Gülle wohin darf, doch wenn man an diese Informationen nur schwer herankommt und diese vllt. auch noch durch komplizierte Berechnungen von Feld zu Feld verschieden sind, kann auch niemand nachvollziehen, ob die Bestimmungen eingehalten werden. Damit ist das ganze System dann eine bequeme Möglichkeit, die Ausscheidungen der Tiere los zu werden.

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15.10.2018 14:48 LNFRS

Wie viel Gülle, beziehungsweise Stickstoff tierischer Herkunft, auf den Flächen ausgebracht werden darf, lässt sich relativ einfach in der Düngeverordnung nachlesen. Die Landwirte müssen durch mehrere Berechnungen und Dokumentationen nachweisen, dass sie diese Grenzwerte einhalten. Kontrolliert wird dies von der landesrechtlich zuständigen Stelle. 

Ganz so einfach ist es also nicht, seine "Abfälle" aus dem Kuh- und Pferdestall auf den Weiden zu "entsorgen". 

 

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Sonstiges

15.10.2018 20:12 Franz Sonstiges

Das mit den Berechnungen kann ich nicht glauben. Die Bauern kippen die giffitge Gülle massenhaft auf die Felder, so dass fast nichts mehr wächst,  dieses Jahr sieht man dies besonders deutlich, es wird immer schlimmer. Ausserdem riecht das Zeug übel. Man sollte es komplett verbieten.

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ist neutral

Zuständigkeit ändern

08.11.2018 11:07 ManfredFranz ist neutral

Yorela hat Recht.

So lange die Einhaltung der Dünge-VO in der Zuständigkeit der Landwirtschaftsämtern liegt, hat man den Bock zum Gärtner gemacht. Die Nähe zur Landwirtschaft ist zu groß.

Der Verfolgungswille geht gegen Null. Als Bürger zerschellt man in der Regel schon bei der Ermittling der Zuständigkeiten und erst Recht bei der Meldung von Verstößen:

"Wenn wir mal Zeit haben..." "Erst wenne s ein paar mal passiert, dann schauen wir mal...".

 

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Wie stellt man Überdüngung fest?

17.10.2018 14:53 spaceavatar Ist eine Ergänzung

Wie soll denn eine flächendeckende, automatisierte Kontrolle geschen.Vielleich hat ja Raumfahrt/Erdbeobachtung eine Antwort?

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Sonstiges

So!

04.11.2018 21:39 Franz Sonstiges

Wir brauchen dringend viel mehr Überwachungspersonal! Dieses sollte unbedingt bei BMU angesiedelt sein,um Korruption zu verhindern. Dabei sollte eine Erfolgsprämie mit eingeführt werden. Je mehr Bauern beim Gülleausschütten ertapt werden und einer Verurteilung zugeführt werden, desto höher die Erfolgprämie für den Überwacher. Ein Anreizsystem für den Umeltschutz ist allemal sinnvoller als Erfolgsprämien für die Beschäftigten in der Autoindustrie!

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Ursachenforschung

17.10.2018 15:02 spaceavatar Ist eine Ergänzung

In Niedersachsen entsteht durch die hohe Nutzviehdichte einfach zuviel Gülle. Irgendwo muss der Landwirt ja damit hin.

Weniger Nutzvieh heisst automatisch weniger Überdüngung. Also eine Maßnahame wäre Verdopplung des Platzes für Nutzvieh (auf EU Ebene) -> heisst dann Halbierung des Düngers und gleichzeitg verbesserter Tierschutz!

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18.10.2018 15:56 georgpape Ist eine Ergänzung

Es muss penibel kontrolliert werden.

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Düngung

18.10.2018 17:02 FriedrichBrand

Natürlich soll Düngung ausschliesslich dem Bedarf dienen! Das sollte fest mit dem Wettergott vereinbart werden!  Pflanzenwachstum in behörtliche Richtlienien, Erlasse, Verordnungen und Gesetze zu zwängen, ist Auswuchs einer überbordenden Bürokrathie, die glaubt Alles zu können, aber immer noch nichts verstanden hat! Z.B. Gibt es doppelt soviele Menschen wie Schweine in Deutschland. Alle Ausscheidungen der Menschen gelangen über die Kläranlagen direkt in unsere Fließgewässer. Die offiziellen Gewässergüteberichte dokumentieren: hinter jedem Kläranlagenauslauf ist die Gewässergüte schlechter als vor dem Auslauf!            Die Ausscheidungen unser Nutztiere werden als Dünger für die Pflanzen eingebracht, aber auch das geht nicht verlustlos!    An beiden Fakten ändert die Bürokrathie nichts! Wir Bürger sollen nicht glauben, dass Verbote und Vorschriften natürliche Abläufe ändern können!

 

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Am Ende ist die Quelle allen Lebens nicht mehr nutzbar – die Gewässer

20.10.2018 22:57 thorstenS Unterstützt den Vorschlag

Minute für Minute, Tag für Tag nimmt die Belastung unserer Gewässer zu. Diesen Sommer kommt noch hinzu, dass wenig Niederschläge für eine Konzentration der Verunreinigung sorgt. Es wird so getan, als hätten wir noch eine zweite Erde in Reserve! Unser Wasser wird durch Östrogene, Mikroplastik (Kosmetik, Zahnpasta…), Abwässer etc. mehr und mehr belastet. Insektenschutz – über der Wasseroberfläche UND unter der Wasseroberfläche ist ein gut gemeinter Ansatz, aber am Ende wird es doch wieder auf kleine gemeinsame Nenner hinauslaufen und eine–Krähe-hackt-der-anderen-kein-Auge-aus Polik hinauslaufen. Wenn ich schon lese „…ökologisch sensible Gebiete" – das ganze Ökosystem überall ist sensibel. Allerdings sind manche Ökosystem schon so geschädigt, dass das Ödland dann als nicht schützenswert betrachtet wird, anstatt zu überlegen – warum dies zum Trauerspiel wurde. Wie beim Kormoran – vieles wird nicht bis zu Ende gedacht, vorallem am Anfang.

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Miscanthus braucht zu viel Wasser

25.10.2018 08:14 Heinz Aufderhaar Unterstützung + Ergänzung

ich wohne im nordwestlichen Münsterland und habe schon mal ein paar tausend m² Miscanthus (Elefantengras)

angebaut. Das Miscanthus hat die Dürre im Sommer besser als der Mais überstanden. Und es hat bei uns im Sommer kein Gewitter gegeben. auch muß man wissen, das Mais und Kartoffeln keine einheimischen Pflanzen sind.

Der Miscanthus bietet übrigens der Insektenwelt im Herbst und Winter Schutz, denn er wird immer erst im Frühjahr geerntet.

Im Boden können Regenwürmer und Co gedeihen. Sie werden nicht durch Pestizide bedroht. Der Boden wird bis zu 25 Jahre nicht umgebrochen. Die Vermehrung der Pflanze geschied durch Rizohme.

Ein Hektar Miscanthus ersetzt etwa 5000 ltr Heizöl.

Miscanthus trägt zum Klimaschutz bei (einmal ackern in 25 Jahren, Austausch von Heizöl (fossil)), Trinkwasserschutz (kein düngen, keine Pestizide), Naturschutz (größere Fläche, keine Pestizide, Insektenleben wird nicht gestört),

Eine wirklich neutrale nachwachsende erneuerbare Energiepflanze.

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Kontrolle ist wichtig

31.10.2018 11:13 scharrer Ist eine Ergänzung

Diese Manahmen sind nur so gut, wie sie in der Praxis auch kontrolliert werden können!

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Düngung sollte differenzierter betrachtet werden

01.11.2018 14:27 BPV Ist eine Ergänzung

Sprechen Sie von Kunstdünger, Gülle, Jauche, Mist?

Überdüngung? Bedarfsdüngung?

 

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Artenreichtum an Gewässern etablieren ohne Pflanzenschutzmittel

07.11.2018 10:23 jkl Ist eine Ergänzung

Gewässerrandstreifen flächendeckend zu etablieren sollte das Ziel sein.

Dazu ist eigentlich nur der Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel und das richtige Pflegekonzept nötig. Evtl. eine pfluglose Nachsaat von Druschgut aus einer artenreichen Nasswiese in der Nähe. 

Diese Maßnahmenkonstellation sollte mit Abstand am stärksten subventioniert werden. Das Heu kann natürlich genutzt werden.

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Nicht nur Stickstoff ist das Problem

02.11.2018 16:32 Benutzer gelöscht Unterstützung + Ergänzung

sondern auch die Abschwemmung von wertvollem Boden und damit Eintrag von Festtoffen und Nährstoffen (Phosphor) direkt in die Fließgwässer. Dies führt zu einem Verschlämmen der Gewässersohle und dem Verlust von Lebensräumen für die gewässergebundenen Larvenstadien  von Insekten. Dazu kommt der Eintrag von Pestiziden und anderen Schadstoffen (z.T. trotz vorhandener aber nicht ausreichender Gewässerrandstreifen), die die  gewässergebundenen Larvenstadien  von Insekten schädigen können. Deshalb ist die grundsätzliche Initiative des BMU nur zu unterstützen. 

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Pflege der Uferrandstreifen

04.11.2018 20:05 Landwirt im Münsterland Ist eine Ergänzung

Bei uns im Münsterland haben bereits viele Landwirte Uferrandstreifen an Gräben und Bächen angelegt, diese Streifen bestehen momentan (so ist es auch verpflichtend vorgegeben) aus Gräsern und werden nicht gedüngt und nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Außerdem sind wir Landwirte verpflichtet die Streifen jedes Jahr ab dem 1. Juli zu Mähen oder zu Mulchen, genau dann wenn die angrenzenden Felder auch nach und nach geerntet werden, das ist für die Insektenwelt und auch für andere wild lebende Tiere nicht gerade förderlich, denn es fehlen dann die Rückzugsräume (Uferrandstreifen) und Altpflanzenbestände die über Winter Deckung bieten.

Würde man die verpflichtende jährliche Mahd einfach streichen, würden viele Landwirte sicherlich darauf verzichten, denn zum einen verursacht das Mähen oder Mulchen Kosten, zum Anderen sind viele Landwirte engagierte Jäger und Naturschützer und würden diese Streifen gerne für die Tierwelt stehen lassen.

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Bestehende Programme verbessern

04.11.2018 20:15 Landwirt im Münsterland Ist eine Ergänzung

Diese Uferrandstreifen würden sich auch noch deutlich attraktiver gestalten lassen, wenn es uns Landwirten gestattet wäre Nicht-Leguminose Blühpflanzen in den Beständen zu etablieren. Darunter könnten auch viele selten gewordene Pflanzen sein, welche die Biodiversität erheblich erhöhen. So würden sich reine Grasstreifen in blühende Insektenparadiese verwandeln lassen.

Auch dem Ziel des Gewässerschutzes vor Schad- und Nährstoffeinträgen würde das ohne Leguminosen absolut nicht schaden.

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04.11.2018 20:17 Landwirt im Münsterland Allgemeine Information

Um solche Bestände erfolgreich zu etablieren muss den Landwirten dabei genügend Freiraum gelassen werden, denn die Einsaat einer vielfältigen Blühmischung alleine bedeutet nicht direkt das diese Blühpflanzen sich dann auch ohne weitere Pflege in den Streifen etablieren. Häufig sind die Blühpflanzen nämlich langsam wachsende Arten, die ohne jegliche Pflege von sämtlichen Ackerunkräutern wie Melde oder Vogelmiere einfach überwachsen werden und dann absterben. Die Folge sind dann weniger wertvollen Wildkräutern bewachsene Streifen. Ein früher Pflegeschnitt oder in Einzelfällen auch der gezielte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln hätte da helfen können einen für viele Jahre wertvollen Streifen zu entwickeln. Das Etablieren von Pflanzenbeständen ist das tägliche Geschäft von uns Landwirten und diese Kompetenz sollte nicht durch zu viele Vorschriften, wie Fristen zur Einsaat, zeitlich befristete Pflegeverbote, … blockiert werden.

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Warum erst 2021?

06.11.2018 12:45 rino.kubisch Ist eine Ergänzung

Die Probleme sind doch seit Jahrzehnten bekannt, auch der Eintrag von zuviel Nitrat in die Gewässer und ins Grundwasser. Warum dann bis 2021 warten und nicht die vorhandenen Erkenntnisse sofort umsetzten? Ein Kniefall vor der Argarindustrie!

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Jetzt nicht übermorgen!

06.11.2018 23:49 lasstwasbluehen Ist eine Ergänzung

Ich schließe mich meinem Vorredner an. Warum warten?!! Seit Jahrzehnten ist das Problem bekannt, gehandelt und kontrolliert wird zu wenig. In Grundwasseruntersuchungen findet man heute Reste von Pflanzenschutzmitteln, die vor 15 Jahren verboten wurden! Wenn das auch auf andere Stoffe zutreffen sollte, wird die Entwicklung immer brisanter. Wenn die Nitratwerte im Grundwasser zu hoch werden, müssen die Wasserwerke neue Brunnen finden und etablieren, weil das verunreinigte Wasser nicht mehr zu nutzen ist. Jetzt gibt es eine neue Verordnung und wieder verstreicht wichtige Zeit. 2021? Es wird so getan, als hätten wir endlose Grundwasserreservoire die wir unendlich belasten könnten. Das Ganze muß weitgehender durchdacht werden und der Gewässerschutz muß konsequent eingehalten werden!

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Gülleimporte?

07.11.2018 10:25 Tanja Ist eine Frage

Es fällt mir hier schwer, mir eine fundierte Meinung zu bilden. Das liegt an einem Mangel an Fachwissen (repräsentativ unter den Normalbürgern!?).

Gülle scheint besser als künstlicher Dünger, wird aber wohl stärker vom Regen ausgewaschen und das Nitart gelangt ins Grundwasser. Gülle gibt es in einigen Teilen Deutschlands zu viel, in anderen zu wenig. Zusätzlich importierten wir 1,4 Mio t Gülle aus den Niederlanden (es scheint ein EU-weites Thema ). Das geht aber jetzt nicht mehr, weil die Gülle sterilisiert werden muss. Gülle wird viel durch die Gegend gefahren (= große CO2 Emissionen). Wie viel muss eigentlich gedüngt werden? Womit düngt man denn am besten? Warum muss gedüngt werden?

Warum wird der Kleinbauer zum Expandieren (zur Massentierhaltung) gezwungen?Hängt das mit einem nach dem Krieg verkündeten Recht auf "billige Lebensmittel" zusammen? Würde ein reduzierter Fleischkonsum auch weniger Düngemitteleinsatz bedeuten? Warum brauchen wir so viel Fleisch? Bewusst erzeugte Nachfrage?

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