Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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5.2 Der Bund wird in dem nach der neuen NEC-Richtlinie bis April 2019 zu erarbeitenden nationalen Luftreinhalteprogramm die für das Erreichen der Emissionsminderungsverpflichtungen erforderlichen Maßnahmen beschreiben und dabei Maßnahmen zur Minderung von Stickstoffemissionen aus landwirtschaftlichen und anderen Anlagen sowie aus dem Verkehr berücksichtigen

25.09.2018 11:47 cps-redaktion

Beschreibung: Nach §4 der 43. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV), der Artikel 6 der neuen NEC-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2016/2284) umsetzt, muss Deutschland bis zum 31.3.2019 ein nationales Luftreinhalteprogramm erstellen, das ein Erreichen der ab 2020 bzw. 2030 einzuhaltenden Emissionsminderungsverpflichtungen, unter anderem für Stickstoffoxide und Ammoniak, sicherstellen soll. Das Luftreinhalteprogramm muss strikte, in der Richtlinie festgelegte, Kriterien erfüllen. Es ist mindestens alle vier Jahre zu aktualisieren.

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Lehnt den Vorschlag ab

Baurechtliche Einschränkungen sind zu vermeiden

11.10.2018 11:58 Bienenmann Lehnt den Vorschlag ab

Zur Zeit wollen einige Landwirte ihre Ställe tierfreundlicher umbauen und benötigen eine neue Baugenehmigung. Diese wird häufig abgeleht mit der Begründung der erhöhten Imissionen. Das heißt z.B. eine Laufhof ist nicht genehmigungsfähig, da die Imissionen nicht einzufangen sind. Eine Verschärfung der Richtlinien z.B. TA Luft ist damit bezüglich des Tierwohles kontraproduktiv. Es gilt einen Ausgleich zwischen verschiedenen Wünschen zu finden.

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@bienenmann

06.11.2018 20:17 Steggi Unterstützung + Ergänzung

Stimme voll und ganz zu. Höfevielfalt ist eine gute Voraussetzung für die Insektenvielfalt. Die Vielfalt bei der Bewirtschaftung der Flächen sinkt mit der sinkenden Anzahl der Höfe. Nicht nur durch wirtschaftliche Zwänge sondern auch durch immer detailliertere Gebote und Verbote durch den Gesetzgeber gibt es oft genug auch negative Effekte, die die Insektenvielfalt zumindest nicht fördern. Das nahe Biotop wird vor zusätzlichen Stickstoffeinträgen geschützt, gleichzeitig stirbt ein weiterer Hof wegen fehlender Anpassungsmöglichkeiten um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die dann verpachteten Flächen werden mit anderen Flächen zu grösseren Einheiten zusammengelegt. Wir brauchen Störungen in den stickstoffsensiblen Biotopen, wie sie unsere Vorfahren zur Versorgung der Plaggeneschböden auch schon regelmässig durchgeführt haben und dadurch diese Vielfalt erst hervorgebracht haben.

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ist neutral

Zu pauschal

08.11.2018 11:38 ManfredFranz ist neutral

...vielleicht sind es ja einfach zu viele Tiere im Stall?

Nachdem ja überall problemlos neue Ställe gebaut werden, kann das ja kaum der alleinige Grund sein.

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Sonstiges

vegane Lebensweise fördern, 4-Felder-Wirtschaft möglich machen

12.10.2018 16:18 xychrom Sonstiges

mit der Umwandlung von tierischer in tierfreie Landwirtschaft wird ein Vielfaches an bebaubarer Fläche frei, die nicht mehr unnötig mit synthetischen Stickstoffen überversorgt werden müssten

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vegan

27.10.2018 11:34 firstclaas Unterstützung + Ergänzung

So etwas sollte auf gar keinen Fall gefördert werden. Es ist jetzt schon ein Unding, was alles angeliefert werden muss, um die Vegetarier ganzjährig zu ernähren. Überversorgte Flächen gibt es zzt fast gar nicht. Aber vergessen wird an dieser Stelle immer wieder, dass die Flächen der konvi Landwirtschaft immer Leistungsfähiger werden und wir unseren Kindern intakte Böden übergeben. Dies ist bei den Biolandbetrieben nicht mehr möglich, da viele ihre Kupfersritzungen übertrieben haben und auch heute noch übertreiben.  Das rötliche Metall baut sich nicht ab, reichert sich vielmehr im Boden an und schädigt die dort lebenden Organismen. Es verringert die Biodiversität und vertreibt nützliche Tiere wie den Regenwurm. Bis zu 60 Kilogramm Kupfer pro Hektar gelangten in den 60ern in einigen Regionen jedes Jahr in die Erde. Heute ist EU-weit ein Zehntel davon erlaubt; die deutschen Ökoanbauverbände einigten sich auf eine Höchstmenge von drei Kilogramm pro Hektar.

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Sonstiges

@firstclaas

01.11.2018 17:03 Profitiller Sonstiges

Was meinen Sie damit "Es ist jetzt schon ein Unding, was alles angeliefert werden muss, um die Vegetarier ganzjährig zu ernähren"? Ich ernähre mich zum Großteil von Getreide und Gemüse und das beziehe ich zudem auch zum Großteil regional (Gemüse gibt es ganzjährig: Kartoffeln, Möhren und Kürbis lassen sich gut lagern, Kohl genießt man meist erst nach dem ersten Frost). Fakt ist aber, dass für die Fleischproduktion Unmengen an Soja, Getreide und Mais importiert werden müssen, z.B. aus Südamerika. Dort entstehen vermehrt Monokulturen, wo früher Regenwald war und es werden krebserregende Pestizide eingesetzt, die der Bevölkerung schaden können. Dabei beträgt aber der Anteil an Soja, der für vegane Lebensmittel benötigt wird, gerade einmal ca. 5%, der für die Fleischproduktion über 60%.

Ein verminderter Fleischkonsum und das Konsumieren von qualitativ hochwertigem Fleisch (statt Fleisch aus Massentierhaltung) könnte also erheblich dazu beitragen die Umweltzerstörung global einzudämmen.

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18.10.2018 15:59 georgpape Ist eine Ergänzung

Wir werden nicht umhin kommen, unsere Ernährungsbewohnheiten zu ändern. Dazu gehört eben auch den excessive Fleischkonsum.

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Weideschweine sind Umweltschweine !!!

27.10.2018 11:22 firstclaas Ist eine Ergänzung

Schweine aus Freilandschweine emitieren fast 50 Prozent mehr Kohlenstoffdioxid , als Schweine, die ganzjährig im Stall gehalten werden. Das berichtet EuroNews und beruft sich dabei auf den dänischen Wissenschaftler Jørgen Olesen, Professor für Agrarökologie an der Universität Aarhus.
 

Zitat:

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Allgemeine Information

@Firstclass

03.11.2018 22:53 Butterfly Allgemeine Information

Nun, das mag ja sein, dafür sind Weideschweine aber zahlenmäßig erheblich weniger zu finden als die Mastschweine in den Giga-Ställen :-).  Weidehaltung würde auch beinhalten, dass das Fleisch teurer wird (der Landwirt also auf jeden Fall auf seine Kosten kommt) und der Verbraucher demgemäß aber auch weniger davon konsumieren würde. Weniger Tiere, die glücklich leben dürfen, aufgrund ihrer geringeren Zahl auch weniger Stickstoff ausstoßen, die gleichzeitig natürliche Bodenbearbeitung betreiben... Klingt für mich kompatibel mit Insektenschutz.       Insgesamt ist Umweltschutz mit billig-billig und Massenproduktion eben einfach nicht zu vereinbaren.

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Fake News

08.11.2018 11:50 ManfredFranz ist neutral

Da lohnt es sich doch immer, mal die Arbeit und deren Diskussion dierekt anzuschauen.

Die Rechnung geht nämlich nur auf, wenn man die Produktion der Futtermittel, Abfallentsorgung und der Transportwege ausblendet. 

 

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Sonstiges

Wasserstoffmotorn auf die Straße

04.11.2018 18:04 smilla Sonstiges

Wasserstoffmotorn auf die Straße :-)

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Lehnt den Vorschlag ab

Änderung der Ernährungsweise

06.11.2018 10:58 JuergenKraft Lehnt den Vorschlag ab

Wenn wir unsere Ernährungsweise weniger fleischlastig gestalten, stellt sich dieses Thema so nicht mehr.

Optimal ist diesbezüglich die vegane Ernährung, ein Kompromiß für eine überhaupt lebbare Zukunft wäre der Vegetarismus vor dem Hintergrund des maximalen Tierwohls.

Dies ist nicht zuletzt auch eine Frage der für die Ernährung zur Verfügung stehenden Fläche und den daraus resultierenden bestmöglchen Wirkungsgrad zur Ernährung der Weltbevölkerung. 

Das kann man jetzt gut oder schlecht finden, rechnerisch ist es einfach zu beweisen.

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Geht doch schon bis 2019

06.11.2018 12:48 rino.kubisch Ist eine Ergänzung

Erstaunlich, dass manche Maßnahmen schon bis 2019 umgesetzt werden können. Anscheinend braucht Deutschland als ehemaliger Musterknabe in der EU jetzt immer erst den Druck der EU, um notwendige Maßnahmen etwas schneller umzusetzen.

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Die Machbarkeit auf den Höfen nicht vergessen

06.11.2018 20:53 Steggi Ist eine Ergänzung

Ich habe erstmal kein Problem mit Naturschutzmassnahmen rund um unseren Hof. Sie müssen nur weit genug entfernt sein, um die weitere Hofentwicklung nicht zu gefährden. Wir brauchen wieder mehr Lust als Frust auf den Höfen. Aktuell selektieren wir die momentanen und zukünftigen Betriebsleiter in Richtung Dickfelligkeit. Experimentierfreudige Betriebsleiter, die auch mal links und rechts neue Dinge ausprobieren, suchen sich frustriert andere Betätigungsfelder und sind für die Weiterentwicklung in Landwirtschaft und Naturschutz verloren. Wir brauchen mehr Praxis und weniger Theorie. Wir brauchen Projekte wie den weiteren Aufbau des Humusgehaltes mit Hilfe des flüssigen Kohlenstoffweges. Als Nebeneffekt erhöht sich die pflanzliche Vielfalt auf dem Acker durch den Anbau einer schnellblühenden Zwischenfruchtmischung nach Ernte der Wintergerste, der Anfang Oktober eine winterharte Zwischenfruchtmischung oder Getreide folgt. Wichtig ist ein Verzahnung mit den nichtlandwirtschaftlichen Flächen.

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Sonstiges

Sie scherzen, oder?

07.11.2018 16:32 brot Sonstiges

Deutschland hat massiv weniger das Dieselskandal und Dieselemissionen im allgemeinen bearbeitet als die USA, das umweltfeindlichste Land der Welt. Jetzt von Minderung von Emissionen zu sprechen ist eine Frechheit.

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