Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
Zurück zur letzten Ansicht

5.4 Der Bund wird in Zusammenarbeit mit den Ländern Maßnahmen zur Verbesserung in der Abwasserbehandlung erarbeiten, um die Lebensbedingungen für Insekten in Gewässern zu verbessern

25.09.2018 11:49 cps-redaktion

Dazu gehört:

  • Einsatz technischer Verfahren und Methoden zur weitergehenden Aufbereitung von kommunalem Abwasser (z.B. zur Entfernung von Spurenstoffen) 
  • Vermeidung von Belastungen von eingeleitetem Regenwasser aus Trennkanalisationen und durch Mischwassereinleitungen
  • Entwicklung und Umsetzung von Strategien zur Reduzierung der Einträge von Spurenstoffen (Spurenstoffstrategie) in die Umwelt 

Beschreibung: Die Reduzierung von organischen und anorganischen Schadstoffbelastungen aus der Abwasserbehandlung ist besonders wichtig für Insektenlarven, die im Wasser leben. Kläranlagenabläufe, Mischwassereinleitungen bei Überlastung der Abwasserbehandlungsanlagen sowie Regenwassereinleitungen sind hydraulische und stoffliche Belastungen für die Gewässer und Quellen für Spurenstoffe in Oberflächengewässern.
 

9 Kommentare 187 stimme zu 6 enthalte mich 0 stimme nicht zu 318 Gelesen

Kommentierung ist nicht geöffnet

Ist eine Ergänzung

Quelle der Belastungen entfernen

11.10.2018 11:38 Tierweltkenner Ist eine Ergänzung

Um die Quelle der Belastungen zu entfernen, muss diese erst gefunden werden. Um diese zu erkennen sollte jede Stadt bzw. Gemeinde eine Stadttorbilanz (ähnlich der Stoffstrombilanz in der Landwirtschaft) erstellen müssen. Daraus würde heraus gehen, dass die meisten Wasserbelastungen durch Kläranlagen entstehen. Nur ein kleiner Teil der Belastungen wird geklärt und verwertet. Der größte Teil wird wieder in Oberflächengewässer geleitet. 

Zudem sollte eine grundlegende Erneuerung des Klärwesens erfolgen. Würden die flüssigen und festen Hinterlassenschaften getrennt erfasst, könnte ein Großteil der Belastungen einfacher und effizienter geklärt werden. 

3 14 Kommentar gefällt mir 0 Kommentar gefällt mir nicht

Ist eine Ergänzung

Die Quelle sind nicht Kläranlagen...

01.11.2018 18:06 Apollonia Ist eine Ergänzung

...die Quelle sind diejenigen, die Abwasser mit verschiedensten Schmutzfrachten in Kläranlagen einleiten. Deshalb muss ein ganzheitlicher Ansatz angestrebt werden - was gar nicht erst ins Abwasser eingeleitet wird, muss auch nicht herausgeklärt werden. Dabei meine ich insbesondere anorganische Spuren- und Schadstoffe, für die eine "vierte Reinigungsstufe" erforderlich wäre. Verantwortlich sind dafür nicht in erster Linie Kläranlagen, sondern jeder Einzelne und jedes Unternehmen, das Schmutzstoffe in Umlauf bringt. Ansätze zur Vermeidung sind vielfältig und gesamtgesellschaftlich: Vermeidung und Verbot von Mikroplastik und flüssigen Kunststoffen, umweltfreundliche Cradle-to-cradle-Produkte, Vermeidung oder zumindest Verminderung von Schadstoffen in Produkten aller Art, weniger Autofahrten zur Vermeidung von Reifenabrieb etc pp.

6 Kommentar gefällt mir 0 Kommentar gefällt mir nicht

Sonstiges

realistisch bleiben

04.11.2018 19:17 WernerTischner Sonstiges

Dieser Ansatz hört sich zwar erst mal gut an, aber wie soll dass gehen? Das wäre nur durch dichte Überwachung aller Bürger einer Gemeinde machbar. Es muss ein anderer, realistischer Weg im Vorfeld gegangen werden: Zulassungen für möglicherweise umweltbelastende Produkte? Damit diese eben nicht hinterher die Kläranlagen und Gewässer belasten.

2 Kommentar gefällt mir 0 Kommentar gefällt mir nicht

Ist eine Ergänzung

Überwachung

07.11.2018 08:40 HHG Ist eine Ergänzung

Natürlich kann alles überwacht werden, in der Landwirtschgaft schon gang und gäbe. Man muß es nur wollen.

1 Der Kommentar gefällt mir 0 Kommentar gefällt mir nicht

Unterstützt den Vorschlag

Hoher Bedarf!

11.10.2018 12:06 Bienenmann Unterstützt den Vorschlag

Im Bereich der Kläranlagen gibt es noch massiven Forschungsbedarf und technischen Anpassungsbedarf. Dieses gilt auch für Hormone, Arzneimittel und Phosphor!

1 16 Kommentar gefällt mir 1 Der Kommentar gefällt mir nicht

Ist eine Ergänzung

+ Microplastic

31.10.2018 14:18 RichardHieber Ist eine Ergänzung

und Microplastic, könnte man übrigens ganz einfach verbieten.

8 Kommentar gefällt mir 1 Der Kommentar gefällt mir nicht

Ist eine Ergänzung

Überfällig!

06.11.2018 12:55 rino.kubisch Ist eine Ergänzung

Auch diese Planung ist seit Jahren überfällig! Wasser ist lebensnotwendig und darf nicht aus Gewinnstreben geschädigt werden!

0 2 Kommentar gefällt mir 0 Kommentar gefällt mir nicht

Ist eine Ergänzung

Wasserverschmutzung durch die Gesellschaft sollte gleich behandelt werden, wie die aus der Landwirtschaft

06.11.2018 23:52 Wittneben Ist eine Ergänzung

Microplastik im Wasser ist ein großes Problem. Es wäre ganz einfach, viele Produkte davon zu verbieten.

Anstatt Kunststoffe in der Kleidung kann Baumwolle und Wolle verwendet werden.

Außerdem sollten alle Medikamente die gleichen Umweltanforderungen erfüllen wie Pflanzenschutzmittel. Die Rückstände der Antibabypille machen mehr Umweltschäden als Glyphosat. Daher müßte die Pille zuerst verboten werden.

0 2 Kommentar gefällt mir 1 Der Kommentar gefällt mir nicht

Sonstiges

Zurück zum 'Plumpsklo'

07.11.2018 14:04 Steggi Sonstiges

Die menschlichen Hinterlassenschaften separat sammeln, ackerbaulich verwerten und dadurch Mineraldünger einsparen. Stoffe, die vom Menschen eingenommen werden z. B. Medikamente sollten wie Pflanzenschutzmittel auf ihre Umweltwirkung überprüft werden. Das dann noch anfallende Abwasser enthält alle sonstigen Schadstoffe und dieser Klärschlamm sollte weiterhin verbrannt werden.

0 0 Kommentar gefällt mir 0 Kommentar gefällt mir nicht