Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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6.1 Der Bund wird bis 2019 prüfen, ob die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen zur Erweiterung der bestehenden rechtlichen Vorgaben zur weiteren Eindämmung von Lichtverschmutzung und ihrer schädlichen Auswirkungen auf Insekten vorliegen und ggf. bis 2021 die entsprechenden Regelungen treffen

25.09.2018 11:58 cps-redaktion

Dazu gehört:

  • Aufnahme einer neuen gesetzlichen Regelung im Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG), um lichtempfindliche Tiere, insbesondere Insekten, vor den nachteiligen Auswirkungen vermeidbarer Lichtemissionen zu schützen. Damit könnten künftig besonders nachteilige Lichtspektren (wie UV-Licht) vermieden, Beleuchtungsstärken auf das erforderliche Maß reduziert und die Lichtquelle nach oben und zur Seite abgeschirmt werden.
  • Einführung von Verboten der Herstellung, des Besitzes, des Inverkehrbringens oder der Verwendung bestimmter Geräte, Mittel oder Vorrichtungen, mit denen Insekten in Mengen oder wahllos getötet oder bekämpft werden, auf Basis von § 54 Abs. 6 Nr. 1 BNatSchG
  • Prüfung der verfassungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung der Betreiberpflichten des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) für nicht gewerbliche Anlagen und ggf. entsprechende Gesetzesänderung

Beschreibung: Durch Vorgaben im Naturschutzrecht und ggf. im Immissionsschutzrecht sollen verbindliche Anforderungen an künstliche Lichtquellen geregelt werden, die besondere Bedeutung für den Insektenschutz haben. Vermeidungspotenzial von Lichtverschmutzung gibt es hinsichtlich Wellenlänge, Farbtemperatur, Lichtintensität, Strahlungsrichtung, intelligenter Steuerung, Beleuchtungsdauer, Nachtabsenkung.

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Guter Ansatz, aber viel zu langsam!

11.10.2018 17:46 Roland Müller Ist eine Ergänzung

Das dauert viel zu lange (wir haben jetzt 2018!). Braucht es wirklich ein halbes Jahr, um "verfassungsrechtliche Voraussetzungen" zu prüfen? Ist die Verfassung so kompliziert ??? Falls ja, dann sollte sie sofort so geändert werden, dass sie 

a) übersichtlich und klar wird,

b) dem Schutz der Nacht (ohne Lichtverschmutzujng) endlich den Stellenwert gibt, den nicht nur Insekten, sondern ALLE Lebewesen brauchen. 

Insektenleben sind meist sehr kurz, und gefährdete Insekte können nicht bis 2021 warten, bis sich - endlich - etwas tut ...

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Handlungsspielraum viel zu lang

07.11.2018 15:50 Nicoleadh Ist eine Ergänzung

Super Kommentar! Leider passt dieser Kommentar noch zu eigentlich allen Naturschutzmaßnahmen. Bis irgendetwas gesetzlich verankert ist, vergeht viel zu viel Zeit! Handlungsbedarf ist JETZT und nicht ... bis 2021...2022..

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Aufklärung der Bürger

12.10.2018 15:00 Perhessi Unterstützt den Vorschlag

Ich setze auch hier auf Aufklärung der Bürger, denn viele Gartenbesitzer illuminieren ihre Gärten nicht nur Weihnachten, sondern das ganze Jahr über. Wenn ich versuche mal das Thema anzusprechen, stoße ich sehr oft auf völliges Unverständnis, denn viele haben keine Ahnung das das schädlich für Insekten ist. Man kann Gartenlichter überall günstig kaufen und der Trend entwickelt sich immer mehr!

Auch die Straßenlaternen könnten ein Update gebrauchen, ich glaube es gibt insektenfreundliches Licht für die Straßenbeleuchtung, das müsste dann überall angewendet werden. All das müsste natürlich schneller passieren, denn die Insektenbestände schrumpfen immer mehr. 

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Naturfreundliche Straßenbeleuchtung

15.10.2018 14:28 Roland Müller Ist eine Ergänzung

Aber natürlich gibt es das, naturfreundliche Straßenbeleuchtung. Nur wird das bei den allermeisten Umnüstungen auf LED kaum erfragt und noch weniger berücksichtigt. Die wichtigsten Punkte sind: 

Lichtfarbe max. 3000 Kelvin (warmweiß); üblich sind leider ca. 4000 (ist viel zu blau!)!

Licht nur dahin lenken, wo's gebraucht wird (wie für die Theaterbühne, abgeschirmt)! 

Licht nur in der Menge (Stärke) wie's gebraucht wird (meist ist's überdosiert)!

Licht nur dann, wenn es gebraucht wird - abschalten z.B. von 22 bis 6 Uhr morgens! 

Es gibt dafür schon zahlreiche Beispiele in der Rhön, aber auch anderswo in Deutschland. Es geht, man muss es nur WOLLEN!

 

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Bewegungsmelder ab sofort überall zur Pflicht machen

13.10.2018 20:30 FAnneser Ist eine Ergänzung

Bei der Neuinstallation von Straßenbeleuchtungen sind ab sofort Bewegungsmelder verpflichtend vorzuschreiben. Welche verfassungsrechtlichen Bedenken sollten denn hier entgegenstehen? Für die bestehenden Beleuchtungen sind kurze Übergangsfristen vorzuschreiben.

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Ergänzung zu 'Bewegungsmelder zur Pflicht machen'

23.10.2018 20:03 Roland Müller Ist eine Ergänzung

Bin mir nicht sicher, ob das in jedem Fall gut wäre. Es gibt z.B. zunehmend den Trend, Radwege durch die Natur, z.B. Wald, mit Bewegungsmeldern auszustatten. Was sagen da nachtaktive Tiere dazu? Die haben keine Jalousien und sind jeglichem Licht schutzlos ausgesetzt. 

Für besser halte ich die konsequente Beschränkung des Beleuchtens auf die wirklich zu erhellende Fläche und nicht darüber hinaus (Lichtlenkung!). Außerdem haben alle Verkehrsteilnehmer (Rad, Auto, sogar Fußgänger bei Nacht) sowieso die Pflicht, sich erkennbar zu machen und ggf. Licht für ihren Weg bei sich zu haben (Rad, Auto). So wird zusätzliches Licht (zu dem auch Bewegungsmelder zählen) weitgehend überflüssig.   

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14.10.2018 14:55 Yorela Ist eine Ergänzung

In puncto Lichtverschmutzung sind sicher alle gefragt - Bund, Land, Kommune, Privatperson, Industrie, Gewerbe.

Geschäfte sind hell beleuchtet, Straßenlaternen blenden teilweise mit grellem Licht, Ampeln leuchten die ganze Nacht, obwohl bei dem geringen Verkehr auch in Großstädten die Verkehrsbeschilderung ausreichen würde. Leuchtmittel für den privaten (Garten)-Gebrauch werden immer farbiger und heller. Auch hier fehlt es - wie so oft - an Aufklärung und Informationen und damit sind sicher keine kleinen, unleserlichen Warnhinweise auf Lichtquellen gemeint, mit denen der Gesetzgeber gerne das ein oder andere Problem zu lösen versucht.

Der Apparat, der vor Wahlen jeder noch so kleinen Kommune genutzt wird, könnte soviel effektiver agieren. Öffentlichkeitsarbeit zu jeder Zeit, nicht nur VOR den Wahlen, keine lächelnden Politiker-Portraits an den Straßenrändern, sondern Tipps/Anregungen/Informationen im Ultrakurzformat wären z.B. ein Anfang.

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Licht in der freien Landschaft

15.10.2018 10:44 miko Ist eine Ergänzung

Die freie Landschaft muss dunkler werden. Nicht nur in Schutzgebieten und deren Umgebung, sondern überall. Flutlichtanlagen und Laseranlagen müssen strengeln Regeln unterworfen werden. Die Kontrollen müssen ausgeweitet werden.

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Skybeamer, Discostrahler, ...

15.10.2018 14:34 Roland Müller

Licht, das nur "zum Spaß" oder zur "Dekoration" der Nacht aktiviert wird, muss mit strengsten Auflagen versehen werden. Skybeamer und Discostrahler können ganze Vogelzüge, Fledermäuse und auch Insektenschwärme vom Weg abbringen und zu Tode erschöpft irgendwo zurücklassen. Jegliches Licht, das in naturnahe Räume hineinreicht (und dazu gehört auch der Himmel darüber), gehört beschränkt (in Reichweite, Intensität und Zeitdauer) oder von vornherein gar nicht genehmigt. 

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Werbeflächen

15.10.2018 14:43 Roland Müller

Die "Strahlkraft" von Werbeflächen aller Art muss reduziert und reguliert werden. Helle Flächen strahlen oft weit in die Landschaft hinein oder innerorts weiter und höher als es vielleicht nötig wäre. Zudem haben helle, lichtbestrahlte Flächen das Potential, Verkehrsteilnehmer zu blenden. Und auch Nicht-Menschen, z.B. Insekten, sind Verkehrsteilnehmer, nur - die haben ihre eigenen Verkehrswege, die von Menschen gefälligst zu berücksichtigen sind.  

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Innenbereich sinnvoll beleuchten

15.10.2018 11:08 miko Ist eine Ergänzung

Die Beleuchtung von Schaufenstern, Glasfassaden, Leuchtreklamen, aber auch die übrige von der Gewerbe- sowie Wohnbebaung und großen Gebäudekomplexen nach außen abstrahlende Lichtwirkung ist streng zu regeln. Der Innenbereich von Siedlungsgebieten ist genauso dem Artenschutz unterworfen wie die freie Landschaft (Insekten und damit die Nahrungskette werden überall beeinträchtigt - Fledermäuse, Vögel, Fische in Siedlungsgewässern usw.)!

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15.10.2018 15:11 LNFRS Unterstützt den Vorschlag

Sicherlich ein guter Ansatz mit viel Potenzial, der weiter verfolgt werden sollte! Ein positiver Nebeneffekt wäre vielleicht die gleichzeitige Einsparung von Energie. 

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17.10.2018 11:51 mare Ist eine Ergänzung

Starssenbeleuchtung wird ja zur Zeit schon umgestellt, so daß hier kein Licht über die Horizontale abgegeben wird. Jedoch stört hier noch die Kelvinzahl. Schön wäre es, wenn hier eine maximale Kelvinzahl bis 3000 möglich wäre.

Wo auch rechtliche Richtlinien gut wären: Bei Werbebeleuchtung und Anstrahlung von Kirchen und Gebäuden. Warum muss das von unten nach oben beleuchtet werden? Warum muss es die ganze Nacht durchrennen? Leider hat man als Stadtrat und Gemeinderat nur die Möglicjhkeit einen Ratschlag zu geben. Eine Verpflichtung gibt es für die Bauherren nicht.

 

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ergänzend zu 'Gebäudeanstrahlung'

23.10.2018 20:10 Roland Müller Ist eine Ergänzung

Nachts Gebäude anzustrahlen gehört gesetzlich streng geregelt, denn es ist Licht, das nicht für konkrete lebenswichtige Zwecke benötigt wird. Es ist menschliche Nabelschau. 

Völlig sinnlos ist es, z.B. Kirchtürme anzustrahlen, an denen eine NABU-Plakette "Lebensraum Kirchturm" hängt. Denn durchs Anstrahlen wird genau dieser "Lebensraum" denen vergrämt, die ihn nutzen könnten, wenn's dort völlig duhkel wäre. 

Was würden Eulen, Fledermäuse, Nachtinsekten hier schreiben, wenn sie am Bürgerdialog teilnehmen könnten?

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Industrievertreter bitten um Vorgaben

23.10.2018 07:23 AlexGeiss Ist eine Ergänzung

Geehrte Damen und Herren der Ministerien,

auf der Light+Building2018 in Frankfurt sprach ich viele ausstellende Unternehmen an auf Lichtlenkung+Lichtspektrum+Lichtintensität gm. Empfehlungen eines in den Forschungen führenden Berliner Instituts. Meistgehörte Antwort war: "Es gibt ja keine gesetzlichen Anforderungen." Ämter oder Wissenschaftler auf diese 3 Schlagworte zur Reduzierung von Lichtverschmutzung anspreche, ernte ich meist vollstes Verständnis für die Notwendigkeit zur Umsetzung wirkungsvoller Maßnahmen. Auch in der Gesellschaft stelle ich besonders im letzten Jahr eine zunehmende Kenntnis und Verständnis dafür wahr. Bislang gelten schon die Empfehlungen des Bund-/Länderausschusses für Immissionsschutz, die deutlich in die Richtung gehen. Dennoch ist die jährliche Zunahme von Lichtverschmutzung (2-6%) ungebremst! Bitte! Regelungen müssen für ALLE bindend sein. Schaffen Sie gesetzliche Grundlagen!

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Industrie

07.11.2018 19:37 Nachtbine Ist eine Ergänzung

Es gibt ja immerhin Normen wie z.B. technische Regeln für Arbeitsstätten. Doch das sind meist Mindestnormen. Parkplätze werden oftmals mehr als überdimensioniert beleuchtet. Bestehende Normen sollten keine Untergrenze sondern eine Obergrenze haben. Z.B. die Untergrenze + 10 % = Obergrenze.

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Rebound-Effekt

31.10.2018 18:02 coldvalley Unterstützt den Vorschlag

Nur der Vollständigkeit halber und zur Untersteichung der Einschätzung, dass hier unbedingt Handlungsbedarf besteht: Beim LED-Licht kommt der sog. Rebound-Effekt zum tragen, denn weil LED-Lampen billiger sind und als ökologisch vorteilhaft eingeschätzt werden, werden sie vermehrt (mit gutem Gewissen) eingesetzt und führen dadurch womöglch zu einer höheren Lichtverschmutzung als vor ihrem Einsatz vorhanden war.

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Rebound

07.11.2018 19:39 Nachtbine Ist eine Ergänzung

Der Rebound-Effekt ist insbesondere bei der Privat- und Gewerbebeleuchtung zu sehen. Denn die Bau- und Supermärkte verkaufen LED-Strahler mit solch unglaublich hohen Lichtmengen, die früher ein Sportplatzstrahler gewesen wäre. Auch in der Straßen- und Parkplatzbeleuchtung sieht man deutliche Überdimensionierungen. Der Gesetzgeber muss unbedingt eine Lichtmengenobergrenze vorgeben.

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Straßen und Gebäudebeleuchtung reduzieren

01.11.2018 01:05 Das_Landei Unterstützung + Ergänzung

Dauerhaft beleuchtete Häuser, Straßen und sogar Radwege lassen die Annahme zu, dass wir keine Energie sparen müssen, oder sollen.

Die Straßenbeleuchtung deutlich einzuschränken oder intelligente Systeme mit Bewegungsmeldern, die nur dann das Licht einschalten wenn ein Bürger in den Empfangsbereich tritt, wären auf dem Land eine schnelle Lösung.

Auch Außenbeleuchtung an Häusern dürfte nur per Bewegungsmelder zu aktivieren sein. So könnte dem Sicherheitsdenken Raum gewährt werden. Aber die Dunkelheit könnte auch wieder Einzug halten.

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Sehr guter Ansatz

03.11.2018 23:08 Butterfly Unterstützt den Vorschlag

Der beste Ansatz von allen, mit dem vielleicht durchschlagendsten Erfolg mit am wenigsten Diskussionsbedarf und schnellster Umsetzung!! Nur schnell muss es gehen!

Besonders liegt mir Punkt 2 am Herzen: Das Verbot von Vorrichtunten, mit denen Insekten in Mengen oder wahllos getötet werden. In diesem Sommer fiel mit bei einem nächtlichen Spaziergang eines dieser Licht-Wärme-Geräte auf, die im ca. 3 Sekundentakt eigens angelockte Insekten verschmoren.

Könnte man das nicht SOFORT (also ab 2019) verbieten??

Rechnet man den Schaden eines einzigen dieser Geräte auf einen Sommer hoch, kommt man zu schwindelerregenden Zahlen..

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Privat- und Gartenbeleuchtung

07.11.2018 19:36 Nachtbine Ist eine Ergänzung

Als Koordinatorin des Sternenpark Rhön, die als best-practice-Region für ökologische Beleuchtung gilt und schon einige Erfolge vorweisen kann, weiß ich, dass es äußert wichtig ist, konkrete Vorgaben zu machen.  Die Leute wissen oft nicht, wieviel Licht sie brauchen und dann wird oft überdimensioniert. Wir empfehlen max. 500 lumen (steht auf der Verpackung.

Und, selbst bereits angeschaffte Leuchten können oft mit wenig Aufwand verbessert werden. Auf unserer Webseite https://www.sternenpark-rhoen.de/astronomie/download-bereich/index.html
haben wir einige der Handlungsempfehlungen bereits aufgeführt. Auch für Gartenbesitzer mit Checkliste.

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Gesundheitsschutz und Naturschutz

08.11.2018 01:27 AlexGeiss Unterstützt den Vorschlag

Sämtliche Maßnahmen, die zur Reduzierung von Lichtverschmutzung betragen, helfen auch dem Menschen - nicht nur über die Schiene der Nachhaltigkeit.

Es gibt bereits Erkenntnisse, dass zuviel Licht in der Nacht zu negativen Auswirkungen der Gesundheit führt. 2007 hat die WHO die faktisch höhere Krebsrate mit der Desynchronisierung von Schichtarbeitern in Zusammenhang gebracht. Grund ist der blaue Lichtanteil, der zu Schlafstörungen führen kann. Die Wirkungskette ist blaues Licht - Retinale Ganglienzellen - Hypothalamus - Zirbeldrüse - Bremsung der Melatoninausschüttung. Schlafstörungen durch Mondlicht sind weithin bekannt, doch ist künstliches Streulicht in der Stadt an Hausfassaden meist heller.

Daher dient die effektive und bindende Reduzierung von Streulicht/Lichtverschmutzung sowohl Gesundheitsschutz als auch Naturschutz.

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