Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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6.2 Der Bund wird andere, insbesondere finanzielle Instrumente im Hinblick auf negative Effekte auf Insekten durch Beleuchtung überprüfen und ggf. weiterentwickeln

25.09.2018 12:00 cps-redaktion

Dazu gehört:

  • Berücksichtigung von Anforderungen und Kriterien für eine insektenfreundliche Beleuchtung bei der Förderung von Beleuchtungslösungen im kommunalen Raum (u.a. durch die Kommunalrichtlinie), sobald diese im Rahmen rechtlicher Regelungen oder Leitfäden ausgearbeitet bzw. festgelegt wurden 

Beschreibung: Welche Beleuchtungslösungen im öffentlichen und privaten Raum gewählt werden, wird durch eine Vielzahl von Vorgaben bestimmt. Dazu zählen rechtliche Vorgaben wie auch Förderanreize. Sobald einheitliche Anforderungen und Kriterien für eine insektenfreundliche Beleuchtung im Rahmen rechtlicher Vorgaben oder in einem Leitfaden zur insektenfreundlichen Beleuchtung festgelegt wurden, können diese im Rahmen der Förderung von Beleuchtungslösungen im kommunalen Raum berücksichtigt werden. 
 

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10.10.2018 23:13 FrankonianSummer Ist eine Ergänzung

Weniger Straßenlampen brauchen weniger Strom. Und nicht nur Insekten dürften sich über weniger Licht freuen. Gerade in ländlichen dünner besiedelten Gebieten leuchten Straßenlampen für nahezu niemanden. Die wenigen, die sich dort aufhalten haben selber Lampen. Es wäre auch denkbar die Lampen mittels Bewegungssensor anzuschalten und so die Einschaltzeiten zu reduzieren.
Im Urlaub in abgeschiedenen Gegenden erfreut man sich gerne am Sternenhimmel - warum nicht auch zu Hause?

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Vorschläge

11.10.2018 10:27 Falterfreund Ist eine Ergänzung

 - Die Förderung von LED-Straßenbeleuchtung durch den Bund sollte überprüft werden.
- Neben Energieeffizienz sollte auch Umweltverträglichkeit ein Förderkriterium werden.
- LED-Systeme mit besonders umweltschädlichem Lichtspektrum sollten sofort von der Förderung ausgeschlossen werden.
- Die Maßnahmen des Bundes sollten sich nicht auf neue Leuchten beschränken. Noch lange sinnvoll nutzbare Teile des Altbestandes sollten schnell ertüchtigt werden.
- Die Forschung zu umweltfreundlichen und energieeffizienten Beleuchtungssystemen sollte intensiviert und technologieoffen durchgeführt werden.
- Hochdruck-Natriumdampflampen mit ihrem deutlich umweltverträglicheren Lichtspektrum sollten fördertechnisch und in der Informationsgebung LED (wieder) gleichgestellt werden.
- Dimmtechnik zur bedarfsabhängigen Regelung der Lichtmenge sollte in die Förderung einbezogen werden.
- Die BürgerInnen sollten über Umweltfolgen von LED-Solarleuchten, -Leuchtbänder etc. in Privatgärten und Parks informiert werden.

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Bestehende gute Beispiele nutzen!

11.10.2018 18:00 Roland Müller Ist eine Ergänzung

Bitte nicht so kompliziert und so elend langsam voran. Es gibt bereits gute Beispiele von öffentlicher Beleuchtung und allem, was auch Gewerbe und Privathaushalte tun können. Das alles kann Richtlinie und Gesetz "von oben herab" werden. Es gibt Sternenparkprojekte für die Rhön und die Schwäbische Alb, die gerne professionelle Beratung für nachtfreundliche  Beleuchtung anbieten. Das Rad muss nicht neu erfunden, "nur" schneller gedreht werden ... 

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Sonstiges

Mögliche Zielkonflikte

02.11.2018 17:41 LandArt Sonstiges

fahrt die beleuchtung nicht so weit runter, dass das sicherheitsempfinden im öffentlichen raum in gefahr ist. beleuchtete straßen und wege machen sinn. besser nach technischen lösungen der leuchten an sich suchen.

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Allgemeine Information

Zielkonflikte, ergänzend

04.11.2018 19:13 Roland Müller Allgemeine Information

Niemand will, dass Sicherheitsbelange missachtet werden. Es muss aber endlich auch mal hinterfragt werden, wieviel Licht wirklich nötig ist, um die erforderliche Sicherheit in einer gegebenen Situation zu gewährleisten. Was wir nahezu flächendeckend erleben, ist kein Lichtmangel, sondern Lichtüberfluss bis hin zu gesundheitsschädlichen und, um das Thema nicht zu verlieren, insektenvernichtenden Mengen. Ein Zielkonflikt entsteht erst, wenn der menschliche Minimalbedarf an Licht dennoch Insekten (und andere Tiere!) schädigt. Es ist höchste Zeit, diesen Minimalbedarf unter Berücksichtigung begrenzender Gesundheits- und Naturschutzinteressen in jedem Einzelfall zu ermitteln und durch entsprechende Gesetzgebung zu regulieren.    

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Sonstiges

Subjektiv vs. Objektiv

04.11.2018 19:20 manfred Sonstiges

Sicherheitsempfinden und Sicherheit muss nicht dasselbe sein. Der Pkw, der mir gestohlen wurde, stand direkt unter einer Straßenlampe, die die ganze Nacht in Betrieb ist.

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Beleuchtete Wege bergen auch eine Gefahr

08.11.2018 00:16 AlexGeiss Ist eine Ergänzung

Zu glauben, dass ein beleuchteter Weg wirklich Sicherheit bringt, ist zu einfach: auf einem beleuchteten Weg ist ein Fußgänger im hellen, sieht nicht in den Dunkelbereich hinaus und ist gut erkennbar für Kriminelle, die in der Dunkelzone unbemerkt auf bestimmte Personen lauern können. Einfach noch größere Bereiche zu beleuchteten führt zu absurden Mehrverbräuchen von Energie. 

Bedarfsorientiertes Licht des Nutzers selbst (Fahrrad-/Taschenlampen/Handy) beleuchtet dort, wo der Nutzer es wirklich braucht. 

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Wichtig - bitte schneller!

05.11.2018 23:01 Blaupfeil Unterstützung + Ergänzung

Viel zu viele Kommunen haben ihre Straßenbeleuchtungen mit Bundesförderung auf energiesparend umgestellt, ohne dass dabei die Lichtemissionen der neuen Lampen beachtet worden sind. Dadurch ist in den letzten Jahren viel neue Lichtverschmutzung mit öffentlicher Förderung entstanden. Bitte die Vorgaben sehr schnell ändern! Dass Licht nicht nach oben und zur Seite abstrahlen soll, warmweiß und nicht zu hell sein soll, kann man doch heute schon vorgeben.

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Verpasste Chance

07.11.2018 19:46 Nachtbine ist neutral

Blaupfeil trifft den Nagel auf den Punkt. Dass man diese Parameter nicht vorgegeben hat, ist ein Skandal. Wir hier vom Sternenpark Rhön haben uns mit zig Briefen, Anrufen etc. dafür stark gemacht. Aber leider blieb man ignorant - so dass wir nun die krassen weißen Lichtkugeln über vielen Orten sieht. Zu viel Licht, teils nicht gut gelenkt oder abgeschirmt, viel zu hoher Blauanteil. Schade...

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Richtig beleuchten!

07.11.2018 21:43 FlotteBiene Ist eine Ergänzung

Es geht nicht nur um weniger, effizienter, sondern vor allem um richtiger. Weniger rundstrahlend, sondern dorthin, wo man die Helligkeit braucht. Weniger schädliche bzw. insektenanziehende Lichtspektren einsetzen. Und zudem bedarfsorientierter.

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Energieeffizienz vs. Umweltverträglichkeit

07.11.2018 19:44 Nachtbine Ist eine Ergänzung

Leider waren ja die bisherigen Förderprogramme rein auf Effizienz ausgerichtet. Weitere sehr wichtige Umweltaspekte wie Lichtmenge, Lichtfarbe und Lichtlenkung spielten in den Programmen keine Rolle. Das hat dazu geführt, dass flächendeckend LED mit einem viel zu hohen Blauanteil (also mehr als 3000 K) zum Einsatz gekommen ist. Auch in Parkplatz und Gewerbebeleuchtung setzt man nicht mehr das bessere Farbspektrum ("oranges" Licht) ein, sondern es wird kaltweiß geballert, was das Zeugs hält. Und da unter dem Deckmäntelchen der Energieeffizienz. Hier muss dringend nachgebessert werden. Genau so wichtig wie Effinzienz müssen sein: Lichtlenkung, Lichtmenge (Obergrenzen) und die Lichtfarbe (warmweiß).

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Umweltfreundlichkeit vs. Energieeffizienz

08.11.2018 00:39 AlexGeiss Unterstützt den Vorschlag

Energieeffizienz - was ist die Begründung dafür? CO2-Einsparung. Aber aus Gründen des Umweltschutzes!

Die Erfindung der blauen LED machte weißes Licht möglich. Daher sind z.T. heute noch LED-Beleuchtungen stark blaustichig. Grund ist der hohe Blauanteil. Der Blauanteil sorgt für Helligkeitsempfinden, weswegen z.B. dem Fahrer moderner Pkw die Scheinwerfer so toll hell vorkommen. Im Gegensatz dazu, blendet aber ein entgegen kommendes Fahrzeug sehr, da der Blauanteil des modernen Scheinwerfers so hoch ist! Weil sich der Mensch auf die große Helligkeit einstellt - gewollt oder nicht - erscheinen weniger beleuchtete Bereiche zwangsläufig umso dunkler. Das kann zu verringerter Sicherheit führen.

Für Insekten ist es besser, den Blauanteil zu reduzieren und zu vermeiden. Ergebnis ist ein gelbliches bis oranges Licht, weil ein Teil des Spektrums fehlt. Das kann durch höheren Energieeinsatz ausgeglichen werden.

Umweltfreundlichkeit daher unbedingt höher zu bewerten ist, als nur Energieeffizienz!

 

 

 

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