Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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7.2 Der Bund wird ab 2019 die Forschung zum Insektenschutz verstärken

25.09.2018 12:06 cps-redaktion

Dazu gehört:

  • Genauere Bewertung des Verlustes der Artenvielfalt mit innovativen Instrumenten und belastbaren Indikatoren und die Entwicklung weiterer Optionen für wirksame Gegenmaßnahmen
  • Entwicklung, Verbreiterung und Vertiefung der gezielten Forschung über Insekten, ihre Verbreitung, Bestände, die Qualität und Quantität der erbrachten Ökosystemleistungen sowie Ausmaß und Ursachen von Bestandsveränderungen, die Untersuchung sich addierender Faktoren, die zum Rückgang beitragen und die Identifikation effektiver Hebel zur Gegensteuerung
  • Entwicklung neuer Technologien für das Insektenmonitoring einschließlich der Vernetzung und Harmonisierung von Daten
  • Entwicklung insektenbasierter Indikatoren zur Erfolgskontrolle konkreter Maßnahmen sowie für die Bewertung des ökologischen Potentials verschiedener Lebensräume (wie z.B. Insekten als Auenindikatoren, Ameisen als Indikatorgruppe für Überflutungen und Uferstrukturen) 
  • Durchführung von gekoppelten Forschungs- und Umsetzungsprojekten, um die unmittelbare Umsetzung wissenschaftlich erhobener Daten in die Praxis zu befördern
  • Entomologisch-ökologische Untersuchungen im Rahmen der Ressortforschung zur Verbreitung, Bestandsentwicklung und deren Ursachen, Gefährdung und Gefährdungsursachen von Insekten und der Wirksamkeit von Maßnahmen für die Weiterentwicklung von Handlungsempfehlungen, u.a. für ein gezielt insektenfreundliches Management von Biotopen und Ökosystemen wie z.B. im Bereich der Unterhaltung von Uferrandstreifen sowie der Renaturierung von Auen

Beschreibung: Aufgrund der Vielfalt (Anzahl der Arten, Lebensraumansprüche, Vielfalt der Lebensräume) innerhalb der Gruppe der Insekten ist besonders hoher Forschungsbedarf gegeben, um den Kenntnisstand zu verbessern und Maßnahmen gegen das Insektensterben kontinuierlich auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und weiterzuentwickeln. 

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Untersuchung Blühwiesen und Tiermahd

10.10.2018 21:10 Kai_Behncke Ist eine Ergänzung

Auf zwei Testflächen haben wir eine insektenfreundliche Blühwiesen (regionales Saatgut) angelegt, welche durch Gnadenhoftiere abgemäht wird 
(wichtig, damit diese auch im nächsten Jahr wächst). 
Sieht zuvor ungefähr so aus: http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/wp-content/uploads/2018/07/20180602_192138.jpg
Wir stellen fest: Die Wiese erweitert sich dadurch, dass die Tiere das Saatgut weitertragen:
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/page/2/
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/page/3/

Und: Die Mahd ist sehr schonend und der Boden wird nicht vedichtet (wichtig für die Wildbienen), siehe auch:
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/mahd-durch-tiere-ist-mahd-durch-maschinen-vorzuziehen/

Interessant wäre es, einmal einen Vergleich zu untersuchen (Artenviefalt auf Blühwiesen mit Tiermahd vs. Artenviefalt auf Blühwiesen mit Maschinenmahd)

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Unterstützt den Vorschlag

in welcher Form

10.10.2018 21:55 hopper27 Unterstützt den Vorschlag

Es sollte auch über die Formen der Forschungsförderung diskutiert werden. Üblicherweise werden Forschungsprojekte nur für (zu) kurze Perioden gefördert. Gerade bei ökologischen Untersuchungen sind aber auch Langzeit-Untersuchungen wichtig. Dazu sind die meisten Förderanträge inzwischen so bürokratisch und aufwändig, dass viele Kollegen es lieber gleich lassen, welche zu stellen. Eine zentrale Forschungs-Einrichtung, in Form eines Zentrums für den Insektenschutz, wäre eine sinnvolle Alternative (ähnlich wie das Institut für Klimafolgenforschung in Potsdam).

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Ist eine Frage

Einige wissenschaftliche Fragen

12.10.2018 08:35 Kai_Behncke Ist eine Frage

Einige Fragen zu einem Teilgebiet des Insektenschutzes, welche uns (gUG Umweltschutz und Lebenshilfe, http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de) brennend interessieren würden:

 

* In welchem räumlichen Radius eignen sich Blühinseln und Blühwiesen (erstellt aus welchem
Saatgut und auf welchem Boden?) dazu, das Insektensterben durch die Bereitstellung
von Nahrung und Nisthilfen zu stoppen?
*  Wie groß ist der Versorgungseffekt (Pollen und Nektar) einer Blühwiese (welcher Größe?)
in Bezug auf unterschiedliche Honig- und Wildbienenarten? Wie viele Individuen prodfitieren?

* Wie viele Arten/Individuen siedeln sich dort an (Im Boden, in Stängeln, in Totholz etc.) ?
Über wie viele Jahre passiert dieses? Wie sieht eine Entwicklung aus?


* Wie wirken sich Blühwiesen (welcher Art?) auf den Bestand und die Artenvielfalt von Wildbienen
aus? Welche Bedeutung hat dabei eine Clusterisierung (unterschiedlicher) Blühareale?

 

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Antwort der Moderation

Ihre Frage auf www.dialog.bmu.de

15.10.2018 13:23 moderation-ma2 Antwort der Moderation

Sehr geehrte Nutzerin, sehr geehrter Nutzer,

vielen Dank für Ihre Frage zum Online-Dialog zu den Maßnahmenvorschlägen des BMU für das Aktionsprogramm Insektenschutz.

Ihre Frage ist bei uns eingegangen; wir haben sie an die entsprechende Fachabteilung im Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit weitergeleitet. Sobald uns eine Antwort vorliegt, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen.

Sollten Sie noch weitere Fragen oder Hinweise haben, wenden Sie sich gerne an uns unter insektenschutz@ifok.de.

Wir freuen uns über Ihre Beteiligung!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Moderationsteam, im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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Ist eine Frage

Weitere Fragen

12.10.2018 08:36 Kai_Behncke Ist eine Frage

* Wie gestaltet sich eine optimale Anlage und Gestaltung von Blühwiesen im Raum, um
einen hohen Versorgungsgrad von Wild- und Honigbienen zu leisten? Wie können Insellagen
vermieden und eine Biotopvernetzung erreicht werden?

* Wie unterscheiden sich Einfluss und Qualität von Blühwiesen?

*  In welcher Form können Blühflächen sowohl ein Nahrungsangebot als auch Nistplätze für
Wildbienen bereitstellen (welche Arten der Wildblumen sind dafür wichtig) und welche Auswirkungen hat dieses auf das Artenspektrum?

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Ist eine Frage

Ihre Frage auf www.dialog.bmu.de

15.10.2018 13:25 moderation-ma2 Ist eine Frage

Sehr geehrte Nutzerin, sehr geehrter Nutzer,

vielen Dank für Ihre Frage zum Online-Dialog zu den Maßnahmenvorschlägen des BMU für das Aktionsprogramm Insektenschutz.

Ihre Frage ist bei uns eingegangen; wir haben sie an die entsprechende Fachabteilung im Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit weitergeleitet. Sobald uns eine Antwort vorliegt, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen.

Sollten Sie noch weitere Fragen oder Hinweise haben, wenden Sie sich gerne an uns unter insektenschutz@ifok.de.

Wir freuen uns über Ihre Beteiligung!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Moderationsteam, im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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Antwort der Moderation

Ihre Frage auf www.dialog.bmu.de

18.10.2018 17:04 moderation-ma2 Antwort der Moderation

Sehr geehrter Nutzer,

vielen Dank für Ihre Frage zur Online-Beteiligung zu den Maßnahmenvorschlägen des BMU für das Aktionsprogramm Insektenschutz.

Zu Ihrer Frage können wir Ihnen gerne folgendes mitteilen:

Viele Ihrer interessanten Fragen beschäftigen auch uns, z.B. in verschiedenen Forschungsprojekten, und sie werden auch weiterhin Forschungsthema sein. Die Bedingungen bei Blühwiesen sind sehr unterschiedlich, z.B. aufgrund von Lage, Historie, Umfeld, Bewirtschaftungsintensität oder aufgrund des Wiesentyps. Daher sind pauschale Aussagen und konkrete Zahlen z.B. zur Dauer bis zur Besiedlung oder zur Artenzahl im Böden oder Stängeln nicht möglich bzw. sehr schwierig.

Sollten Sie noch weitere Fragen oder Hinweise haben, wenden Sie sich gerne an uns unter insektenschutz@ifok.de.

Wir freuen uns über Ihre Beteiligung!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Moderationsteam, im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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Ist eine Ergänzung

19.10.2018 19:13 JosefPP Ist eine Ergänzung

Die Förderung von Orientierungsforschung an Insekten und anderen Evertebraten usw wurde bereits vor 25 Jahren großteils eingestellt ..

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Unterstützung + Ergänzung

Weideökosysteme mit Wiesenlebensräumen vergleichen

21.10.2018 20:56 Weidefan Unterstützung + Ergänzung

In die Forschungsprogramme sollten insbesondere auch Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Beweidungssysteme bei der Förderung der Insektenbiodiversität und -biomasse im Vergleich zu den durch Wiesenmanagement "gepflegten" Biotopen einbezogen werden.

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Unterstützt den Vorschlag

Wildbienenmonitoring aus dem Projekt 'Blumiges Melle'

25.10.2018 17:47 Kai_Behncke Unterstützt den Vorschlag

Ein Beitrag zum Insektenmonitoring wurde innerhalb des ehrenamtlichen Projektes "Blumiges Melle" geleistet:

https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/wildbienenmonitoring_endbericht_blumiges_melle.pdf

Einige zentrale Erfahrungen aus der Projektlaufzeit:

* Viele, viele Menschen wollen aktiv werden, "trauen" sich aber nicht so recht
(weil sie oft "Angst" haben, etwas falsch zu machen).
Nimmt man sie "an der Hand" (und nimmt ihnen die Sorge), dann sind sie oftmals mit sehr hohem persönlichen Einsatz dabei

* Auch Blühwiesen, welche im ersten Jahr nicht so wachsen wie erhofft, können bei einer entsprechenden Pflege (Mahd und Mahdgut abtragen)
im zweiten Jahr ein "Volltreffer" sein

* Blühwiesen sind nur ein Teil eines Insektenschutzess. Erst durch das Zusammenspiel mit Nisthilfen im nahen Umfeld leisten diese einen maßgeblichen Beitrag.

* Durch das Monitoring festgestellt: Eine im zweiten Jahr wachsende Blühwiese zieht eine höhere Artanzahl, als im ersten Jahr an

 

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Vielfältige Kleinstrukturen

04.11.2018 00:34 LUPO1118 Ist eine Ergänzung

Die beste Nisthilfe ist immer noch die, die sich das Insekt bzw. Lebewesen selbst bauen kann, weil es die geeigneten Bedingungen hierfür vorfindet. Das kann man mit wenig Aufwand schon gut unterstützen. Einfach mal nix machen ;-D.

Solange gefahrlos möglich z.B. totes Holz im Baum, Totholz auf einem Haufen sammeln, der immer größer und nützlicher wird, unbehandeltes Holz zum Bauen im Garten verwenden (Zaunlatten, Hochbeet etc), offene Stellen am Boden offenhalten, der größte Teil zumindest der Wildbienen nistet im Boden, nicht in künstlichen Nisthilfen. Auch den Lehm zum Nestbau in den Nisthilfen müssen die Wildbienen Kügelchen um Kügelchen "einfliegen". Je weiter sie fliegen müssen, desto mehr Energie und kostbare Lebenszeit wird verbraucht, die dann nicht mehr zur Reproduktion genutzt werden kann. Das gleiche gilt für die Ernährung, je näher Futterquelle und Nistplatz zusammenliegen, desto besser. Regionale, heimische Wildblumen säen, 1x März, 1x Sommer mähen, jede Woche 1/3. Danke.

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Rückzug aus der Forschung

04.11.2018 19:15 Bonsack Ist eine Ergänzung

Ich halte es für falsch, hohe Summen dafür auszugeben, daß Forscher den Tieren auf den Pelz rücken. Ich halte viel mehr davon, sie einfach in Ruhe zu lassen und ihnen Rahmenbedingungen zu schaffen, die ihnen gut tun. Über die wissen wir bereits Bescheid. Der Mensch muss sich zurückziehen, sonst überleben sie nicht.

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ökologische Forschung ist ein wichtiges Element von erfolgreichem Naturschutz

06.11.2018 11:02 Rohrdommel3000 Ist eine Ergänzung

ich kann sehr gut verstehen, dass es oft so wirkt, als würde man als Wissenschaftler den Tieren auf den Pelz rücken. Aus diesem Grund werden auch häufig Insektenfallen beschädigt, oder sogar abgebaut, die zum forschungszweck aufgestellt wurden. Ich möchte an dieser Stelle die Chance nutzen, um hier einmal klar zu stellen, dass kein Ökologe Spaß daran hat, Insekten sterben zu lassen. Wir wissen einiges, aber bei weitem nicht alles! Ohne eine Bestandsaufnahme der Insekten kann man keine Bedrohung feststellen. Und ohne diese klaren Zahlen können auch keine Gelder für den Schutz dieser Arten oder Lebensräume aquiriert werden und Maßnahmen geplant werden. Natürlich wäre es toll, wenn man das alles nicht bräuchte und Mensch und Natur ungestört nebeneinander existieren könnten - dafür ist die Bevölkerung aber zu groß und hat zu viele Ansprüche. Um gute "Rahmenbedingungen" für Insekten schaffen zu können, braucht man fundiertes Wissen. 

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ist neutral

Was wollen wir noch alles protkollieren und erforschen???

04.11.2018 19:21 smilla ist neutral

Forschen, forschen, forschen. Der Maikäfer ist schon seit Jahrzehnten tot. Der Marienkäfer ist schon nahezu tot. Und selbst die normale Stadttaube ist auch schon bald tot. Es sind viele Dinge offensichtlich. Was wollen wir noch alles protkollieren und erforschen???????????

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Einfluss des Mähwerkzeugs

06.11.2018 07:07 manfred Unterstützt den Vorschlag

Einen Verdacht, den ich hege, ist ein nennenswerter Einfluss der Maschinen, die zur Mahd benutzt werden. Ein Balkenmäher, wie er früher benutzt wurde, dürfte wesentlich schonender mit Kleinlebewesen umgegangen sein als heutige Kreisel- und Mulchmäher. Welchen Einfluss hat das auf die Insekten-Population einer Wiese? Wie können ggf. die Erkenntnisse daraus für einen praxistauglichen Maschineneinsatz umgesetzt werden?

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Mülllagerung?

06.11.2018 09:48 schlaumeyer Ist eine Ergänzung

Mich würde interessieren, welche Auswirkungen es auf Insekten hat, dass unser Hausmüll nicht mehr offen deponiert wird. Allein die Reste an Nahrung auf Verpackungen von rund 80 Millionen Einwohnern bilden doch tonnenweise Nahrung für Insekten und deren Nachwuchs. Das wird heute alles erst verbrannt, so dass es für die Tiere nicht mehr nutzbar ist. Gibt es dazu Vergleiche zwischen den europäischen Mitgliedsstaaten?

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Mut zu neuen Wegen

06.11.2018 21:27 Steggi Ist eine Ergänzung

Versuch macht klug. Versetzt zum Beispiel 5% der Naturschutzgebiete mit landwirtschaftlichem Ursprung in den Zustand vor der Unterschutzstellung zurück, um sie dann längerfristig wie vor der Unterschutzstellung zu bewirtschaften. Zum Beispiel mit Weidemelkstand, der Jungviehweide nebenan. Der Misthaufen auf freiem Feld. Der nicht sofort eingearbeitete Wirtschaftsdünger auf dem angrenzenden Acker. Kann die erzeugte Milch bei den heutigen stark gestiegenen Anforderungen überhaupt noch vermarktet werden? Wer trägt die Mehrkosten für die nicht mehr wettbewerbsfähige Produktionsform. Der Erkenntnisgewinn wäre es jedenfalls wert.

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Allen erdenkbaren Ursachen nachgehen

07.11.2018 16:48 MichaelReininger Unterstützt den Vorschlag

Hier müssen sämtliche denkbaren Ursachen des Insektensterbens wissenschaftlich korrekt analysiert werden. Dazu gehören allerdings auch die Veränderungen unserer Umwelt im Allgemeinen:
– veränderte Landnutzung auch im Bereich der Vor- sowie der Haus- und Kleingärten,
– zunehmend hygienisierte Umgebung ohne Misthaufen und insektenfreundliche Schmuddelecken
und der Umgebungsluft im Besonderen:
– Anstieg des CO2-Gehalts,
– Feinstaub,
– Stickoxide,
– Ozongehalt.

Es wäre grob fahrlässig, hier ausschließlich die landwirtschaftlichen Parameter zu hinterfragen.

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Vordringlich ist die Umsetzung zielführender Maßnahmen

07.11.2018 22:56 S. Geißler-Strobel Ist eine Ergänzung

Hauptrückgangsursachen des Insektensterbens sind vielfach gut bekannt oder liegen auf der Hand. Offenkundig sind in vielen Naturräumen die Konsequenzen der dramatischen Lebensraumverluste durch fortschreitende Gehölzentwicklung, die nutzungsbedingte Ausdunkelung der Wälder („naturnaher Waldbau“) oder die Eutrophierung des Offenlands. Entscheidend wäre es, Maßnahmen , die dem entgegen wirken, im Rahmen des Monitorings fachlich zu begleiten und auf Wirksamkeit zu prüfen: Schaffung von Lichtwaldstrukturen, Förderung großflächig magerer Offenbodenstandorte, Rücknahme von Gehölzsukzessionen auf Grenzertragsstandorten, Offenhaltung von "Wildnisgebieten" durch Beweidung statt Zulassen von Gehölzsukzession, Anlage mehrjähriger Blühbrachen, Zulassung von Erosions-/Sedimantationszonen an Gewässern statt Gehölzbepflanzung.

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