Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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7.4 Der Bund wird den fachlichen und technischen Wissenstransfer zwischen Ehrenamt, Naturschutzbehörden und Wissenschaft zur Erfassung, Verbreitung und Ökologie von Insekten und zur Artenkenntnis ausweiten

25.09.2018 12:07 cps-redaktion

Dazu gehört:

  • Finanzielle, organisatorische und ideelle Unterstützung ehrenamtlicher Erfassung von Verbreitung und Vorkommen von Insektenarten
  • Gemeinsame Koordination und Harmonisierung der spezifischen Erfassungsprogramme von Bund und Ländern
  • Bereitstellung von technischen Plattformen, Portalen und anderen Werkzeugen zur Erfassung und Entwicklung von Standards zum Datenaustausch
  • Aufbau von Dialogforen zur Vernetzung von Ehrenamtlichen und Professionellen, Arbeitskreisen, Fachvereinigungen und Naturschutzbehörden

Beschreibung: Kartierprojekte laufen bereits in den Ländern und zum Teil auf Bundesebene. Aufgrund der hohen Artenzahl bei den Insektengruppen sind ehrenamtliche Erfassung zur Verbreitung und Vorkommen von großer Bedeutung, z.B. als Grundlage der Roten Listen. Diese müssen sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene ausgeweitet und fortgeführt werden. Zentrale Voraussetzung ist die Bereitstellung von technischen Plattformen, Portalen und anderen Werkzeugen zur Erfassung sowie die Entwicklung von Standards zum Datenaustausch.

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Unverschämtheit

10.10.2018 17:01 Oedothoraxapicatus Ist eine Ergänzung

Es ist eine Unverschämtheit, dass viele Biologen/ Taxonomen jahrelang keine Jobs bekamen und umsatteln mussten um leben zu können....und nun wo alle schreien und das Kind in den Brunnen gefallen ist sollen wieder EhrenamtlerInnen die Rettung sein....hier muss endlich Geld investiert werden uns Stellen und Wissen aktiviert werden.

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nicht alles auf das Ehrenamt abwälzen

10.10.2018 22:01 hopper27 Ist eine Ergänzung

Daten ehrenamtlicher Entomologen und Naturfreunde sind sicher wichtig, können aber weder ein Monitoring noch eine wissenschaftliche Erhebung ersetzen. Bei Tagfaltern, Libellen und Heuschrecken lässt sich sicher ein ehrenamtliches Monitoring entwickeln, aber die wirklich artenreichen Artengruppen (Käfer, Fliegen, Hautflügler) wird man damit nicht abdecken können. Auch besteht (insbesondere in Deutschland) der Trend, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Es gibt zahlreiche (teils lokale) Systeme zur Erfassung von Arten, anstatt auf ein europaweites System (wie etwa observation.org) zu setzen. Eine Extraktion der Daten aus einem globalen System für lokale oder regionale Zwecke wäre technisch deutlich einfacher als die Integration von Daten aus zahlreichen, unterschiedlich strukturierten Systemen.

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stimmt!

11.10.2018 21:16 BerndBrot Ist eine Ergänzung

Vollkommen richtig, das Ehrenamt ist zwar wichtig,aber das Umwelt-Monitoring muss professionalisiert werden.

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Aktuelle Leopoldina Stellungnahme beachten!

29.10.2018 15:21 Ecologist Unterstützung + Ergänzung

Die Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften) hat am 25.10. eine klare wissenschaftliche Stellungnahme zum „Artenrückgang in der Agrarlandschaft“ –Was wissen wir und was können wir tun?- publiziert. Die Lektüre kann ich empfehlen!

www.leopoldina.org/biodiversitaet

Eine Zusammenarbeit und die Integration der Empfehlungen in das Aktionsprogramm zum Insektenschutz ist zu empfehlen.

 

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Ehrenamtliche ernst nehmen!

31.10.2018 22:34 ManfredK Unterstützung + Ergänzung

Ich stimme zu, dass die Aufgaben nicht einfach auf Ehrenamtliche abgewälzt werden dürfen. ABER: die wahren Experten sind nach meiner Erfahrung oft die, die sich ehrenamtlich mit der Materie beschäftigen. Oft aber werden sie von Politikern oder auch von Naturschutzbehörden gar nicht ernst genommen. Ihnen sollte viel mehr Gehör geschenkt werden, z. B. in Beiräten, "Runder Tisch", als Umweltbeauftragte usw.

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ist neutral

Bitte wissenschaftlich! Artenschutz ist kein Hobby!

05.11.2018 18:27 BauerWilli ist neutral

Es gibt wissenschaftliche Langzeitstudien aus Rothamsted, die nirgends erwähnt werden. Warum? Sie wurden in Agrarlandschaften erstellt (über 30 Jahre) und von ausgebildeten Wissenschaftlern. Leider findet dort ein Rückgang der Insekten vorwiegend in urbanen Räumen statt und nicht auf dem Land. Wie sieht das BMU diese Studien? Bin gespannt auf eine Antwort, schließlich heißt es ja hier "Dialog-Forum"...

Bauer Willi

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Hinweis der Moderation

Ihre Frage auf www.dialog.bmu.de

08.11.2018 12:12 moderation-hs Hinweis der Moderation

Sehr geehrte Nutzerin, sehr geehrter Nutzer,

vielen Dank für Ihre Frage zum Online-Dialog zu den Maßnahmenvorschlägen des BMU für das Aktionsprogramm Insektenschutz.

Ihre Frage ist bei uns eingegangen; wir haben sie an die entsprechende Fachabteilung im Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit weitergeleitet. Sobald uns eine Antwort vorliegt, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen.

Sollten Sie noch weitere Fragen oder Hinweise haben, wenden Sie sich gerne an uns unter insektenschutz@ifok.de.

Wir freuen uns über Ihre Beteiligung!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Moderationsteam, im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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Antwort der Moderation

Ihre Frage auf www.dialog.bmu.de

08.11.2018 15:43 moderation-hs Antwort der Moderation

Sehr geehrte Nutzerin, sehr geehrter Nutzer,

vielen Dank für Ihre Frage zum Online-Beteiligung zu den Maßnahmenvorschlägen des BMU für das Aktionsprogramm Insektenschutz.

Zu Ihrer Frage können wir Ihnen gerne folgendes mitteilen:

Der Rothamsted Insect Survey ist uns bekannt. Mit seinen Fallennetzwerken in UK und Irland, insbesondere für die Erfassung von Blattläusen und Motten, werden seit 1964 lange Zeitreihen des Vorkommens dieser Artengruppen erfasst.

Es sind wichtige Daten, die im Internet einsehbar sind, und in wissenschaftlichen Publikationen ausgewertet werden.

Sollten Sie noch weitere Fragen oder Hinweise haben, wenden Sie sich gerne an uns unter insektenschutz@ifok.de.

Wir freuen uns über Ihre Beteiligung!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Moderationsteam, im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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