Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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9.1 Der Bund wird Kommunen und Landkreise bei der Umsetzung neuer sowie der Ausweitung laufender Maßnahmen zum Insektenschutz unterstützen

25.09.2018 12:18 cps-redaktion

Dazu gehört:

  • Durchführung eines Bundeswettbewerbs "Insektenfreundliche Kommune"
  • Unterstützung von bestehenden Initiativen wie dem Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" bei der Ausweitung laufender Aktivitäten auf den Insektenschutz sowie bei der Einbindung weiterer Akteure
  • Unterstützung von Angeboten zur gärtnerischen Schulung städtischen Personals im Sinne einer naturnahen und insektenfreundlicheren Gestaltung städtischer Grünflächen
  • Berücksichtigung des Insektenschutzes in Kleingärten und in brach gefallenen Kleingärten 

Beschreibung: Kommunen verfügen über eine Vielzahl unterschiedlicher Flächen verschiedener Größe, in denen Insekten potenziell Lebensräume finden, darunter z.B. Parks, Gärten, Stadtwälder, Gewässer oder Brachflächen. Mit der Art und Intensität der Bewirtschaftung und Pflege dieser Flächen haben Kommunen einen erheblichen Einfluss darauf, ob Insekten in der Stadt Lebensräume in ausreichender Qualität, Quantität und Vielfalt finden. Daher ist es wichtig, Kommunen dabei zu unterstützen, diese Lebensräume insektenfreundlich zu gestalten und zu pflegen. 
 

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Finanzierung der Kommunen

11.10.2018 08:14 Fwba Ist eine Ergänzung

Kommunen sind ein wichtiger Multiplikator vor Ort. Viele Kommunen, insbesondere auch größere Städte, engagieren sich bereits. Es gibt aber auch viele Städte, die aufgrund ihrer nicht so guten finanziellen Ausstattung ihre Prioritäten leider anders setzen (müssen). Hier wäre es wichtig, diese Kommunen finanziell zu unterstützen, damit sie ihre Mitarbeiter schulen können, ohne hierfür im Haushalt andere Positionen schreichen zu müssen.

Fazit: Bitte denkt nicht nur an die Kommunen, die auf diesem Gebiet eh schon aktiv sind, sondern auch an alle anderen, damit diese anfangen.

In BW gibt es das Programm (gemeinsam mit dem Nabu) "Natur nah dran", das vielen Kommunen know-how vermittelt. Leider ist es ein Wettbewerb und viele Kommunen kommen gar nicht zum Zug. Dies wäre ein toller Ansatzpunkt.

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Langfristige Maßnahmen und Wettbewerbe in top

05.11.2018 22:18 FK1 Ist eine Ergänzung

Es ist schade das es nur Wettbewerbe sind und keine dauerhaften Hilfen. Das Thema kommt bei uns Grad sehr in Fahrt und da wäre was langfristiges besser

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Gärtnerische Schulung

11.10.2018 09:22 Stuftung für Mensch und Umwelt Unterstützt den Vorschlag

- der Begriff "städtische Grünflächen" durch "kommunale Grünflächen" austauschen

- neben den städtischen Gartenbediensteten sollen auch die in Unternehmen beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Selbständige und Freiberufler) geschult werden

- die Schulungen sollten nach bundeseinheitlichen Standards zertifiziert, durchgeführt werden (Schulterschluss des Berufsverband ZDG und Zertifizierungsstelle)

- Zertifizierungsstellen für Grünpflege in ausgewählte Bundesländern einrichten und finanziell stärken

- die Schulungen sollten sich nicht nur auf die kommunalen Grünflächen begrenzen, sondern ebenso auf Flächen des Straßenbegleitgrüns erweitern

- Anreize schaffen für kommunale Flächeninhaber wie zum Beispiel Religionsgemeinschaften, Unternehmen, Wohnungsbaugenossenschaften stärken, ihre Flächen ebenso biodivers zu gestalten (Best Practice: BfN-Pilotprojekt "Treffpunkt Vielfalt - Naturnahe Gestaltung und Pflege von Freiflächen in Wohnquartieren"
 

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Handeln nicht sabbeln

16.10.2018 21:25 wulf Sonstiges

Aktiver Insekten Schutz spielt sich nicht im Dialog oder in unendlichen Foren ab! 

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Pflege ist wichtiger als Diskussion

25.10.2018 08:24 Nougat Ist eine Ergänzung

Was nützen Schulungsangebote, Informationsmaterialien und neue Stellen, wenn es am Elementaren hapert, an der Pflege bestehender extensiv gepflegter Freiflächen? Solche insektenreiche Freiflächen wie z.B. Streuobstwiesen, Trockenhänge, Feuchtwiesen verbuschen und verwalden oft innerhalb weniger Jahre, sobald die Pflege eingestellt wird. Warum wird die Anlage oder Instandsetzung solcher Flächen als Ausgleichsmaßnahme für Baumaßnahmen anerkannt, die laufende Pflege aber nur in absoluten Ausnahmefällen? Kommunen wissen oft nicht, wohin sie noch Bäume und Sträucher pflanzen sollen, während nebenan wertvolle offene Biotope zuwachsen.

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Pflege der Lebensräume

11.10.2018 12:06 Tierweltkenner Ist eine Ergänzung

Im Grunde ist es doch ganz einfach Insekten in bewohntes Gebiet zu bekommen. Für jede neue Siedlung gibt es einen Bebauungsplan mit verschiedensten Auflagen. Diese gehen von Höhe der Mauer zur Nachbargrenze bis hin zur Dachziegelfarbe. Durch dieses Instrument kann jede Kommune erheblichen Einfluss auf das Stadtbild nehmen. Wird jetzt eine vorgeschrieben Fläche mit in den Plan gebracht würde dies den Insekten zu Gute kommen. Es muss ja keine Brachfläche sein. Eine Blühfläche von 10 bis 20 m² (je nach Grundstücksgröße) würde schon einen erheblichen Beitrag leisten. Ich denke dabei allerdings nicht an ene Blühfläche wie auf landwirtschaftlichen Flächen. Dies wäre keinem Grundstücksbesitzer zuzumuten. Es sollte schon für den Kleingärtner sauber zuhalten sein, aber eine zusammenhängende ! Fläche von 10 - 20 m² an Blühpflanzen in bestimmter Dichte kann keinem schaden - ganz im Gegenteil. 

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Toleranz

11.10.2018 17:02 Wonsak Unterstützt den Vorschlag

Die Idee ist Gut. Bei der Umsetzung ist eine Hohe Toleranz gefragt, Flächen auch Mal ungepflegt stehen zu lassen. Die Sichtweise muss sich ändern. Nur so macht das Sinn.

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Umsetzung der Bebauungspläne durchsetzen

12.10.2018 14:54 JaF Sonstiges

Die neueren Bebauungspläne haben solche Punkte teilweise bereits integriert. Diese sollten dann aber auch durchgesetzt werden. Dachbegrünung des Garagendach vorschreiben und X einheimische Laubbäume pro versiegelte Fläche im Plan festlegen bringt aber nicht viel wenn es von den Hausbesitzern nicht umgesetzt wird und die Umsetzung nicht gefordert wird. 

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nicht zuzumuten?

16.10.2018 20:40 brigitta Sonstiges

Sorry, aber das sehe ich genau umgekehrt. Den Landwirten werden 5 oder sogar 7% ihrer Fläche (also ihres Einkommens) kalt enteignet, und einem EFH-Besitzer, der seinen Garten sowieso nur als Luxus betreit, ist das nicht zuzumuten?
GERADE da sollte man das Greening für Alle durchsetzen"

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03.11.2018 21:56 Maskenbiene Ist eine Ergänzung

Den Punkt Bebauungsplan mit Verpflichtung, für Insekten Lebensraum zu schaffen, finde ich auch besonders wichtig. Einheimische Sträucher und Stauden sind in der Regel auch sehr pflegeleicht und vor allem schön. 

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Steinwüsten in Privatgärten unterbinden

12.10.2018 14:04 Emspri Ist eine Ergänzung

Immer mehr greift die Mode um sich, Vorgärten durch aufkiesen und Anpflanzen von Koniferen aus reiner Bequemlichkeit in Steinwüsten zu verwandeln. Auch da sollte gegengesteuert werden, indem insektenfreundliche und trotzdem pflegeleichte Bepflanzung propagiert wird. Apfeldorn, Lavendel und blühender Efeu sind das ganze Jahr eine Bienenweide und machen keine  bzw. wenig Arbeit. Eventuell könnten kommunale Initiativen dadurch verstärkt werden, indem die Bürger aufgeklärt und ins Boot geholt werden.

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19.10.2018 12:26 Rosa

Stewinwüsten in Vorgärten sollten gänzlich verboten werden. Sie sind nicht nur insektenunfreundlich sondern dazu auch noch hässlich. In den Bebauungsplänen der Kommunen kann solch ein Verbot festgeschrieben werden, so wie Zaunhöhen auch.

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Verbote nie sinnvoll

06.11.2018 10:56 Rohrdommel150 Ist eine Ergänzung

man kann und soll den Leuten doch nicht vorschreiben wie sie ihren eigenen Garten gestalten dürfen und wie nicht. Mit einem Verbot erreicht man generell das Gegenteil von dem was man sich eigentlich erhofft. 

Wird einem Gartenbesitzer verboten eine "Steinwüste" in seinem Garten anzulegen, erreicht man damit nur, dass dieser eine negative Einstellung bezüglich insektenfreundlicher Maßnahmen entwickelt. Man zieht sich somit einen weiteren "Gegner" herran!

Nur durch eine Aufklärung der Öffentlichkeit kann man erreichen, dass die Gartenbesitzer auch von sich aus etwas auf ihren privaten Flächen umsetzten wollen und dies auch tun. 

Unterstützen und aufklären anstatt verbieten und zwingen!

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Innovative Ideen fördern

16.10.2018 13:40 Alex Unterstützt den Vorschlag

Meine Idee wäre, z. B. bei Neubauten die Garagen und Dächer bei Flachbauten/Gewerbe und Wohnen zu begrünen. Hierzu könnte man eine Förderung anbieten, sowie eine  Samenmischung, die Pflanzensamen enthält, die für Insekten geeignet sind. So könnte man einen Lebensraum für Insekten schaffen, als auch eine Gelegenheit für die Menschen ein Stück Natur auf dem Dach zu geniessen. 

Auch neue Ideen sollten gefördert werden, individuelle Konzepte von Firmen/Unternehmen, die sich mit ihrer speziellen umweltbewussten Bauweise von Gewerbebauten vom herkömmlichen Billigbau-Mainstream abheben. 

Kommunen, die keine Pestizide verwenden sollten z. B. ein besonderes Label erhalten. Man könnte auch einen Ideenwettbewerb starten und die Gemeinden mit den besten ausgeführten innovativsten Konzepten auszeichnen.

 

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Wälder schützen und erhalten

16.10.2018 13:54 Alex Unterstützt den Vorschlag

Alte Wälder gibt es nur noch sehr selten in Deutschland. Daher sollten diese Wälder extra gekennzeichnet und gefördert werden. Wenn ein solcher Wald einmal weg ist, dann sind meistens auch die Kleinstlebewesen weg, da sie nicht weit fliegen und krabbeln können. Das bedeutet, dass noch mehr Tiere aussterben werden. Auch eine Erforschung der Lebewesen im Waldboden und deren Auswirkungen auf das Waldleben wäre sehr interessant. Ich denke, da gibt es noch sehr viel, was wir lernen können und Zusammenhänge, die wir bisher noch nicht überblicken können. 

Alte Wälder erhalten und für Schulklassen/Familien zugänglich machen mit Schaukästen und Informationen über den Wald, eine "Schnitzeljagd" mit Fragen und Antworten rund um den Wald, ein Waldklassenzimmer einrichten (z. B. aus Weiden), welche von Schulen genutzt werden können usw. So kann man den Kindern Themen, die im Klassenzimmer langweilig sind schnell zum spannenden Event umgestalten. 

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sachlich falsch

16.10.2018 20:41 brigitta Sonstiges

Die Waldfläche in D nimmt ständig zu.

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Betonung liegt auf „Alte Wälder“

06.11.2018 14:03 jkl Sonstiges

Es kommt nicht auf die Anzahl der Bäume oder Waldfläche an (diese soll in D. tatsächlich nicht abnehmen) sondern auf das Alter des Waldes.

Diese sehr alten Ökosysteme haben sich langsam entwickelt und können nicht einfach gesät oder gesteckt werden.

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Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen besser kontrollieren

01.11.2018 01:22 Das_Landei Unterstützung + Ergänzung

Kommunen müssen Ausgleichsflächen schaffen, doch die Umsetzung wird oft erst Jahre später oder gar nicht realisiert. Hier fehlen dann notwendige ökologische Nischen.

Hier müssen übergeordnete Strukturen auch deutlicher die Kommunen kontrollieren!

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Zu wenig Personal bei der Oberen Naturschutzbehörde

04.11.2018 10:16 Waeschenbach2018 Sonstiges

Dafür gibt es leider zu wenig Personal in RLP

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Zwingen, nicht unterstützen

02.11.2018 16:16 Belo Unterstützung + Ergänzung

Alles andere hilft nichts. Bürgermeister und Gemeinderäte wollen doch nichts bewegen, sondern repräsentieren und es bequem haben.

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Kampf gegen das 'Indische Springkraut' finanziell unterstützen.

03.11.2018 09:57 ErwinVelten Unterstützung + Ergänzung

Unbestritten gehört das "Indische Spribgkraut", sieht man von chemischen Mitteln ab, zu den größten Artenkiller in unserem Lande. Insekten, zum Überleben auf eine vielartige Pflanzenwelt angewiesen, gehören zu den Hauptleidtragenden dieser invasiven Pflanze.

Die Bekämpfung des "Indischen Springkrautes" erfolgt fast ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis. Wegen fehlender finanzieller Mittel ist kaum eine Kommune bereit, den Kampf gegen das "Indische Springkraut" zu unterstützen. Eine rühmliche Ausnahme bildet da z. B. die VG Puderbach im Westerwald, auf freiwilliger Basis unterstützt durch den Landkreis Neuwied. Beachtliche Erfolge wurden zwischenzeitlich erzielt.

Fazit: Nur eine breit angelegte Aufklärung über die "Springkrautproblematik" und die "Lösungsmöglichkeiten", sowie eine "finanzielle Unterstützung" seitens des Bundes und der Länder, wird dazu führen, dass Kommunen und Landkreise auf breiter Front bereit sind, den notwendigen Kampf gegen das "Indische Springkraut" ausfzunehmen.

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Zustimmung - RLP muss mehr tun.

04.11.2018 10:19 Waeschenbach2018 Sonstiges

Mehr Kampf gegen das "Indische Springkraut" auch durch das Land RLP

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04.11.2018 11:16 UNei Ist eine Ergänzung

Die Forderungen von Erwin Velten kann ich aus eigener Erfahrung nur voll unterstützen.

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