Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
Zurück zur letzten Ansicht

Spezifische Giftigkeit berücksichtigen und nicht die gehanelte Meng

10.10.2018 13:49 4. Anwendung von Pestiziden mindern Toffel

Schiefe Statistik

Bei den offiziellen Statistiken werden lediglich die verkauften Wirkstoffmengen angegeben, jedoch die Giftigkeit nicht berücksichtigt..

Zum Vergleich der Wirkung auf Insekten schlage ich vor, die LD 50-Daten aus der Zulassung, bei denen fast immer auch die Honigbiene getestet wird, in Bezug zu setzen auf die potenziell tötbare Menge Bienen je Gramm und auch anzugeben, wieviele Tonnen Honigbienen thoretisch vom jährlich verkauften Wirkstoff getötet werden könnten.

Bsp:

LD 50 für Biene bei Clothianidin 4 ng

1 Gramm des Wirkstoffes könnte theoretisch 250.000.000 Bienen töten

verkaufte Menge in D 100 Tonnen, jetzt bitte selber rechnen und nicht erschrecken (sehr große Zahl)

 

LD 50 für Biene bei Glyphosat ca. 100 µg, d.h. Glyphosat ist um den Faktor 25.000 weniger schädlich für Bienen,

d.h. mit 1 g Glyphosat lassen sich theoretisch "nur" 10.000 Bienen töten

verkaufte Menge in Deutschland ca. 5000 Tonnen

d.h. obwohl die 50 fache Menge Glyphosat verkauft wird, lassen sich mit der viel größeren Menge damit theoretisch nur 1/5000 stel der mit Clothianidin tötbaren Bienen umbringen.

Angaben zu Pestiziden finden sich z.B. bei Wikipdia, eine Liste der zugelassenen Mittel findet sich z.B. unter :
https://apps2.bvl.bund.de/psm/jsp/
Allerdings ohne die Angaben zur Toxizität, wenn dann der Wirkstoff bekannt ist, bietet es sich an, bei
http://ec.europa.eu/food/plant/pesticides/eu-pesticides-database/public/?event=homepage&language=EN weiterzusuchen, oder den Wirkstoff zu googeln.

 

8 Kommentare 18 stimme zu 0 enthalte mich 5 stimme nicht zu 174 Gelesen

Kommentierung ist nicht geöffnet

Sonstiges

13.10.2018 19:05 thomas Sonstiges

Bienen kann man mit Glyphosat eigentlich nur durch Ertränken umbringen.

1 6 Kommentar gefällt mir 5 Kommentar gefällt mir nicht

Sonstiges

Stimmt leider nicht

14.10.2018 09:05 jkl Sonstiges

Zum Kommentar von Thomas Bienen ertränken...

Glyphosat beeiträchtigt ihr Orientierungsverhalten und schädigt ihren Darm. Es vernichtet wichtige Wildkräuter und beeinflusst das Bodenleben negativ. Viele Insekten sind auf oder im Boden!

7 Kommentar gefällt mir 7 Kommentar gefällt mir nicht

Lehnt den Vorschlag ab

Toxikologen schlagen Alarm - 'Grenzwerte' sind rein ökonomisch-politisch motiviert!

22.10.2018 17:27 Kruse Lehnt den Vorschlag ab

Daher: diese Ausstellung bitte anfordern und überall zeigen!

Es handelt sich um eine Ausstellung von Dr. Anita Schwaier (Toxikologin; Idee, Leitung, Konzeption),
Sybilla Keitel (Künstlerin; Konzeption, Illustrationen) und Milan Hänsel (Ökolandwirt, Grafik Design, Layout).
https://brandenburg.nabu.de/wir-ueber-uns/infothek/23584.html

 

 

0 3 Kommentar gefällt mir 7 Kommentar gefällt mir nicht

Ist eine Ergänzung

Das Betteln und das Lügen

25.10.2018 17:07 firstclaas Ist eine Ergänzung

Hier komm ich mir vor, wie bei facebook,G+ und co.. Da werden Zahlen durcheinander gewirbelt, dass sich nur so die Balken biegen. Bei den Gesamtmengen an PSM Mitteln sollte immer bedacht werden, dass auch die Mengen miterfasst werden, die im privaten Haushalten/Gärten zum Einsatz kommen. Glyphosat z.B. wird nur auf ca 4 Mill. ha gelegentlich angewandt; auf 16.ooo.ooo ha gar nicht. Warum wird das nie erwähnt? Und wie kann Glyphosat schädigen, wenn die Bodentemperatur im Frühjahr noch unter 5°C ist? Um attraktive Blühflächen  realisieren zu können, wo die Insekten dann im Sommer ihren Nutzen ziehen können, brauch ich einen sauberen Tisch für diese Feinsämereien. Nur von Quecken, Melde und Co kann sich nicht viel erfreuen/ernähren!!

0 4 Kommentar gefällt mir 5 Kommentar gefällt mir nicht

Stopp von Pflanzenschutzmittelverkauf an Privathaushalte!

26.10.2018 09:03 Ina

Warum ist es immer noch erlaubt im Gartenfachhandel oder Baumarkt Pflanzenschutzmittel an Menschen ohne Sachkundenachweis abzugeben? Es gibt zwar eine Beratungspflicht für die Händler aber die Kunden wollen das gar nicht hören. Wer kontrolliert denn, ob z.B. Glyphosat nicht doch in der Hofeinfahrt auf dem Pflaster gesprüht wird?

Pflanzenschutzmittel gehören nur in die Hände von Fachleuten, die auch damit umgehen können!

 

0 0 Kommentar gefällt mir 0 Kommentar gefällt mir nicht

Ist eine Ergänzung

Halbwertszeiten nicht vergessen

26.10.2018 16:48 Cheilosia Ist eine Ergänzung

Man sollte auch die Halbwertszeiten der Stoffe nicht vergessen: https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/1365-2664.12111

Mit freundlichen Grüßen

1 1 Der Kommentar gefällt mir 0 Kommentar gefällt mir nicht

Sonstiges

Halbwertszeiten

01.11.2018 23:15 Terri Sonstiges

Mehr als erschreckend!

Die Studie ist unbedingt lesenswert!

0 Kommentar gefällt mir 0 Kommentar gefällt mir nicht

Unterstützung + Ergänzung

das Leid mit den LD50 Werten

06.11.2018 09:55 Bienenchristoph Unterstützung + Ergänzung

Die Aufarbeitung der Bienen-Vergiftungen hat ja gezeigt, dass die von den Herstellern angegebenen LD50 Werte zu Imidacloprid und Clothianidin viel zu hoch waren. Die Hersteller haben also getrickst und es wurde nicht bemerkt.

Kein gutes Bild auf die Zulassungsbehörde, bzw. auf das JKI, welches die zentrale Anlaufstelle ist. Dort gibt es ja heute immer noch eine große Reihe von ungeklärten Fällen, in denen der Larventest eindeutig positiv ist, aber der Verursacher nicht herausgefunden werden kann. 

Da stellt sich bei mir schon die Frage, will man es nicht?

oder kann man es nicht?

Letzters war ja in 2008 aufgefallen. Das JKI konnte die Ursache der Vergfitung durch Versuche der Maiswurzelbohrerbekämpfung mit Poncho-Pro in 2007 nicht erkennen. Erst als man sich mit anderer Technik ausgestattet hatte, war klar dass auch dort Clothianidin die Ursache war. Es hätte 2008 eventuell verhindern können...

Die LD50 auf 48 Std. sind eh nicht mehr aktuell. 92 Std wäre besser

0 0 Kommentar gefällt mir 1 Der Kommentar gefällt mir nicht