Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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Mähverhalten in der Agrarlandschaft

11.10.2018 09:05 1. Insektenlebensräume und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft fördern Chris

Hallo,

ich wohne im Bayerischen Wald, und beobachte die Natur, vor allem die Insekten schon seit Jahren. Und wenn ich mir die Wiesen in Bayern so anschaue, dann werden diese im Durchschnitt 5-6 mal im Jahr gemäht. So kann natürlich fast keine Blume mehr blühen, oder Samen bilden. Die Insekten finden auf diesen Wiesen keine Nahrung, die Wiese sieht grün aus, ist aber für Insekten und Bienen totes grün. Und das über weite Landstriche in Bayern. Das ist natürlich auch ein Hauptgrund, für den Rückgang der Insekten. Ich habe in meinem Garten einen Teil den ich 2x im Jahr mähe. Da findet sich eine große Artenvielfalt von Insekten, Bienen und auch Vögeln. Also meine Bitte, fördern Sie, das weniger auf deutschen Wiesen gemäht wird, und die Insekten werden automatisch wieder mehr, wenn sie mehr Nahrung und Brutmöglichkeiten finden.

Mfg

Christian Süß

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Ist eine Ergänzung

Hier passiert gar nichts

12.10.2018 18:12 Bertel Ist eine Ergänzung

Alle Jahre wieder ist der Aufschrei groß, wir müßen etwas tun. Ebenso schnell ist die Euphorie aber wieder verflogen. Ich wohne hier im Landkreis Stade und ich kann ohne Übertreibung sagen, es vergeht kein Tag an dem es nicht nach Gülle stinkt. Wer da glaubt im Winter könne sich die Natur erholen der Irrt, denn wenn die Güllelager von den Massentierhaltern voll sind geht es auch auf gefrorenem Boden weiter. Gerne auch in der Nacht unter Ausschluss der Öffendlichkeit, und auch bei strömenden Regen wird Gegüllt. Abstand von Gewässern, Fehlanzeige. Blüh und Grünstreifen...? Wofür, ist ist doch verschenktes Land. Unsere Landschaft ist geprägt von Endlosen Monokulturen mit Mais und Grünland, leider sind auch das Lebensfeindliche Flächen ohne Blühpflanzen. Es wird gemäht, gedüngt sooft es geht. Was übrig bleibt ist eine stinkende Ödfläche auf der sich allenfalls noch Assfressende Möven und Krähen wohlfühlen. Klare Gesetze und verschärfte Kontrollen, ohne Lobby und Sonderregeln.   

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Unterstützt den Vorschlag

Wiesenmahd

19.10.2018 23:12 Altwasser Unterstützt den Vorschlag

Ich schließe mich dem Kommentar von Ch.Süß an.

Im Fichtelgebirge werden die Wiesen auch 5-6 im Jahr gemäht. Sie können nicht ausblühen. Nach jeder Mahd wird Gülle oder Dünger-Granulat etc. aufgetragen, damit das Gras schnell nachwächst. Mit den Jahren werden Wiesen zu monotonen Grün, ohne Blühpflanzen. Insekten verlieren somit ihre Lebensräume. Zudem werden die Raine von den Landwirten zwischen Wiesen und Feldern beseiteigt. Rebhüner,Fasane und Vögel finden keinen Schutz und Möglichkeit für den Nestbau. Die Struktur der Bewirtschaftung der Flächen wird sich nicht ändern lassen. Wiesen dürfen höstens 2x zu bestimmten Zeiten gemäht werden. Berücksichtigt werden müssen Flugzeiten,Eiablage,Raupen,Verpuppung der Insekten. Da dieses nur schwer umzusetzen ist müssen Blühwiesen geschaffen werden. Entweder für mehrere Jahre finanziert durch einen eingerichteten Fond angepachtet oder angekauft. Ohne  Blühwiesen wird sich das Insektensterben fortsetzrn.

 

 

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Ist eine Frage

Trommelmäher

26.10.2018 01:33 SRH Ist eine Frage

Man beachte, dass die Mahd häufig mit Trommelmähern stattfindet, in denen ein Großteil der, sich an den Pflanzen befindlichen, Insekten stirbt. Balkenmäher sind etwas besser. Weniger und schonendere Mahd. Wir brauchen auch nur so viel Grünfutter, weil der Konsum an tierischen Produkten übermäßig ist. Mit welchem politischen Instrument könnte man das ändern?

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