Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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Lebensräume erkennen und erhalten

11.10.2018 10:18 2. Lebensräume für Insekten in anderen Landschaftsbereichen wiederherstellen und vernetzen Forenwanderer

Viele Habitate von Insekten sind unscheinbar. Durch Förderprogramme angelegte Blühflächen oder Insektenhotels werden nur partiell zu Lebensräumen von Insekten. Aufgrund ihrer Auffälligkeit sind Schmetterlinge, insbesondere Tagfalter, hervorragende Indikatoren zur Feststellung, wie erfolgreich angelegte Lebensräume sind. Insektenhotels erachte ich weitgehend als Fehlinvestion, da eher selten sogenannte Solitärbienen diese Behausungen annehmen, stattdessen aber eher von Spinnen und Ohrwürmern besiedelt werden. Diese wiederum sind Fressfeinde von den Insekten, die sich eigentlich dort ihre Nester bauen sollen. Angelegte Blühflächen sind bestenfalls der sekundäre Lebensraum von Fluginsekten. Deren Larvalhabitate sind meistens woanders. Häufige Futterpflanzen von Schmetterlingsraupen sind u.a. Brennesseln, Brombeerhecken, (Sal)weiden, Espen u.v.m. Diese Pflanzen werden allerdings massiv von Kommuen und Straßenmeisteren als Unkraut vernichtet. Das radikale Abmähen von Wegrändern und ungenutzten Grünflächen zerstört wichtige Lebensräume. Eine Reduzierung der Mahd, idealerweise gar kein Mähen an Stellen, wo es nicht notwendig ist, trägt zur Erhaltung wichtiger Lebensräume für Insekten bei und ist dabei noch ausgesprochen günstig und einfach umsetzbar. Für die Agrarwirtschaft ungeeignete Magerwiesen und Weichholzbereiche sind die wichtigsten Lebensräume für Insekten. Diese Bereiche sollten geschützt und nicht ohne Not zerstört werden.

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