Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
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Die Richtigen unterstützen

12.10.2018 11:58 8. Finanzierung verbessern – Anreize schaffen IM

Fast 40 Prozent des EU-Budgets geht in die Landwirtschaft. Das ist gut so, aber leider erreicht es die Falschen. Landwirtschaftliche Großbetriebe werden gefördert à la "wachsen oder weichen", extensiv bewirtschaftete kleine Betriebe (50 ha) leben von der Hand im Mund. Dabei sorgen eben diese Betriebe für Boden-, Arten-, bzw. Insekten- und Grundwasserschutz. Solche Betriebe müssen wieder unterstütz und honoriert werden, für die Leistungen die sie der Gesellschaft erbringen.

Hier sei ein Beispiel genannt: Durch Pflanzung von Hecken und anderen Strukturen, bewirken Landwirte enorm viel. 1. Sie fördern unsere Erholung, da sie eine Landschaft schaffen, in der sich Spziergänger, Radler und Naturfreunde wohl fühlen. 2. Sie verhindern Bodenerosion. Die Ressource Boden, ist DIE Kostbarkeit eines Landwirtes. Boden lässt sich nicht so einfach vermehren und der jährliche Verlust nimmt zu. Wind- und Extremwetterereignisse pusten den Boden ins Meer oder schwämen ihn in die Kanalisation, wo er für immer verloren geht. Hecken schützen bodenbewohnenden Insekten. 

3.Hecken fördern die Artenvielfalt und somit Nützlinge auch "über" dem Boden. Neben zahlreichen Vögeln, Mauswieseln und Füchsen, schauen wir uns den räuberischen Laufkäfer an der in der Hecke wohnt, da es hier ja schließlich um Insekten geht. Dieser Käfer läuft 50m in den Acker um Schnecken, Larven und Läuse zu vertilgen. Das ist auch eine Art von Pflanzenschutz.

Zum Abschluss: Öffentliche Gelder, für öffentliche Leistungen.

 

 

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Ist eine Frage

Unterstützung bei der Ideensuche

08.11.2018 16:57 Steggi Ist eine Frage

Innovative Landwirte bei der Wissensbeschaffung unterstützen, vom Grossbetrieb bis zum Nebenerwerbler. Wo hakt es aktuell. Um etwas anders zu machen braucht es Denkanstösse. Es gibt viele gute Beispiele für andere Wirtschaftsweisen in der Landwirtschaft, egal ob Bio oder Konventionell, rund um den Globus. Viele Erfahrungsberichte sind nicht auf deutsch zu finden. Wir bräuchten eine Nebenstelle in Zusammenarbeit von Landwirtschaft- und Umweltministerium, das solche Berichte auf Anfrage übersetzt und den neugierigen PRAKTIKERN zur Verfügung stellt. Viele Alternative im Ackerbau und Weidewirtschaft finden auf Grund der Sprachbarriere nicht den Weg zu praktischen Tüftlern. Dabei könnten auch viele Ideen für den praktischen Insektenschutz abfallen. Oder gibt es soetwas schon????? Dann geht auch automatisch der Pflanzenschutzmitteleinsatz zurück, denn er kostet Geld!!!

Wie können nicht etwas verbieten, bevor es keine praxistauglichen Alternativen gibt. 

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