Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz
Zurück zur letzten Ansicht

Futteranbauflächen und Grünland umnutzen: Renaturieren oder für bio-vegane Anbausysteme, die Insektenschutzmaßnahmen implizieren

13.10.2018 00:09 1. Insektenlebensräume und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft fördern Silke

Der WSPA-Studie (pdf) "Eating our Future" zufolge verteilt sich die Biomasse der landbewohnenden Wirbeltiere auf 65% Nutztiere, 32% Menschen und magere 3% Wildtiere. Es muss also doppelt soviel Nutztiermasse ernährt werden, wie Menschenmasse auf unserem Planeten. Der dafür benötigte Flächenverbrauch ist immens, aus Übersee importierte Stickstofffrachten aus Tierfutter werden in Form von Mist und Gülle auf Wiesen verklappt. Diese sind in der Regel artenarme Vielschnittwiesen, mit denen Insekten kaum etwas anfangen können. Von Eutrophierung der Oberflächengewässer, resistenten Keimen, insektentötenden Resten von der letzten Parasitenbehandlung in den Ausscheidungen ganz zu schweigen.

Grünlandumnutzung

Grünland ist nicht gleich Grünland und es läßt sich - wie immer gern behauptet - nicht nur in Fleisch umwandeln. Für bio-veganen Anbau geben Kleegraswiesen einen guten Mulch, Grassilage einen wertvollen Dünger für anspruchsvolle Gemüsekulturen und auch der seltener gemähte Aufwuchs artenreicher Magerwiesen kann genutzt werden.

Je nach Standort kommen weitere insektenfördernde Maßnahmen in Betracht:
- Moorrenaturierung, wo jetzt Heu und Silage gemacht werden.
- Streuobstwiesen oder Obstbaumlebensgemeinschaften nach Permakulturprinzipien.

Auf dem Acker und im Gemüsebeet:
Blühstreifen (Ackerrand- und Zwischenstreifen), insektenfreundliche Gründüngung in der Fruchtfolge, weitere Elemente (Totholzhaufen, Teich als Trinkstelle und Eiablageplatz für Libellen, Hecken mit Wildobst etc.).

0 Kommentare 4 stimme zu 0 enthalte mich 0 stimme nicht zu 38 Gelesen